Dunkelheit

Sie schlägt die Augen auf. Erwacht aus einem tiefen Schlaf. Die Zeit hat sie verloren. Sie sieht sich um. Alles ist dunkel. Zuerst denkt sie, es wäre noch Nacht, doch dann fällt ihr aufm dass diese Dunkelheit tiefer geht als Tag oder Nacht.

Ihre Gedanken sind schwarz ...

Ihr Herz ist schwarz ...

Ihre Umgebung nimmt sie kaum war, wie in Trance steht sie auf und wandert in ihrer Wohnung umher.  Gewohntermaßen setzt sie sich nach einer Weile und schließt die Augen und denkt nach.

Sie hat Angst, unbeschreibliche Angst, doch sie weiß nicht wovor! Sie kämpft gegen ihre Furcht an und versucht herauszufinden, was ihr diese Qualen bringt, diese ewige Flucht vor sich selbst.

Es fällt ihr wie Schuppen von den Augen. Sie hat Angst vor dem Licht. Angst vor dem Glück. Sie liebt das Licht, doch die Furcht, wieder ins Dunkel zurückkehren zu müssen ist stärker. Lässt sie erzittern. Also bleibt sie allein in ihrem selbst erbauten Palast der Finsternis, fern von jedem positiven Denken.

Und es gibt nur einen, der sie von dem Schwarz befreien kann. Er, der eine, den sie liebt. Er, den sie so lange gesucht hatte. Und als sie ihn fand, war er schon an ihr vorbeigezogen. Seitdem wartet sie auf seine Rückkehr, damit sie endlich ohne irgendeine Furcht ins Licht treten kann.

Doch welche Hoffnung bleibt ihr noch, woran soll sie sich festhalten? An all den glatten Wänden findet sie keinen Halt.

Sie wird weiterhin in der Dunkelheit wandern, bis er kommt, doch hoffen kann sie nicht. Ihr Herz bleibt schwarz, solange sie lebt. Ihre eigene Liebe frisst sie von innen auf, lässt sie an sich selbst zweifeln. Oft ruft sie nach Hilfe, doch außer einem schrecklichen Echo kommt keine Antworten. Jeden Abend weint sie und versucht zu schlafen, doch seit vielen Nächten findet sie keine Ruhe und vergeht an sich selbst. Lange dauert es nicht mehr, dann kann selbst er nicht mehr helfen. Ihre Hände zittern bei jedem Wort ihrer Geschichten, die sie zu Blatt bringt. Und das ist eine davon. Sie schreibt, was sie in ihrem Herzen fühlt. Ihre Seele ist leer, ein einziges Loch. Es wächst mit jedem Tag. Sie ruft nach Hilfe, alleine kann sie es nicht schaffen.

Regenbogenwald e.V.

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