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Ein Beitrag von Dr. Steffen Fliegel im "Fallbuch der klinischen Psychologie"

Eßstörungen / Bulimie

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Essen hat in unserer Gesellschaft eine hohe Bedeutung. Essen ist notwendig zum Überleben. In Gesellschaften, in denen Nahrungsmittelknappheit herrscht, treten Essstörungen wie Bulimie oder Magersucht kaum auf. Schon Kleinkinder lernen, dass Essen mit Geborgenheit und Zärtlichkeit verbunden ist. Somit wird Essen für viele Menschen zum Inbegriff von Genuss. Weiterhin übernimmt das Essen eine soziale Funktion. Beim Essen trifft die Familie zusammen, treffen sich Freunde, werden Geschäfte abgeschlossen.

Eßstörungen sind in den westlichen Industrieländern zunehmend zu einem psychosozialen Problem geworden. Obwohl hauptsächlichen Frauen betroffen sind, scheint sich auch die Anzahl der betroffenen Männern zu vergrößern.

Eßstörungen können grob in drei Kategorien unterteilt werden: Anorexie nervosa (Magersucht), Bulimia nervosa (Eß-Brechsucht) und Adipositas (Übergewicht).

Auffälliges Merkmal von Menschen mit einer Anorexia nervosa ist ein gravierender Gewichtsverlust, der bis zur lebensbedrohlichen Unterernährung führen kann. Die Gewichtsabnahme wird überwiegend durch eine strikte Reduktion der Kalorienaufnahme oder durch ständige körperliche Bewegung (besonders übertriebener Sport) erreicht. Etwa 50% der Betroffenen von Anorexie entwickeln bulimische Symptome (künstlich beigeführtes Erbrechen). Die Betroffenen nehmen ihren Körper verzehrt war und bezeichnen sich selbst trotz ihres abgemagerten Zustandes als zu dick. Hungergefühle werden in der Regel nicht wahrgenommen oder geleugnet.

Betroffene mit Bulimia nervosa sind in der Regel normalgewichtig. Hauptmerkmal der Störung ist das wiederholte Auftreten von Essanfällen, bei denen oft große Nahrungsmengen in kurzer Zeit konsumiert werden. Auffallend ist die übertriebene Bedeutung von Figur und Gewicht für das Selbstwertgefühl der Betroffenen. Zur Gewichtskontrolle werden Maßnahmen wie selbst beigeführtes Erbrechen, Abführmittel und häufiges Diäthalten eingesetzt. Dadurch kann es trotz Normalgewicht zu körperlichen Mangelerscheinungen kommen. Die Übergänge zwischen Anorexie und Bulimie können fließend sein, da auch bei Magersüchtigen in vielen Fällen Heißhungeranfälle auftreten und Betroffene von Bulimie im Verlauf der Störung Phasen mit starkem Untergewicht zeigen können.

Essstörungen entwickeln sich aus einen Wechselwirkung zwischen gesellschaftlicher, familiärer und individueller Faktoren. In den letzten Jahren scheinen sich zwei dieser Faktoren entgegengesetzt entwickelt zu haben: Während sich das tatsächliche Körpergewicht im Vergleich der Körpergröße in der Bevölkerung nach oben bewegt hat, hat sich die Norm für Schönheit deutlich nach unten entwickelt. Wunschbild und Wirklichkeit klaffen auseinander. Bei immer größer werdendem Nahrungsangebot wird mehr Wert auf eine schlanke Figur gelegt.

Quelle: Fallbuch der klinischen Psychologie

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von Micha, 21.04.2012 01:30 Uhr · Teilen · Kommentieren · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!

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