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Selbstverletzendes Verhalten - Autoaggression

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Was ist SVV?

SVV heißt selbstverletzendes Verhalten, ist aber auch unter den Bezeichnungen Autoaggression, Selbstverstümmelung und Selbstaggression bekannt. SVV betreiben Menschen, indem sie sich selbst absichtlich, aber nicht immer bewusst verletzen. Oft wird von SVVlern ein tranceartiger Zustand beschrieben, in dem sie auch keinen schmerz fühlen. Das geschieht häufig, wenn der SVVler versucht dem Druck stand zu halten, ohne sich zu verletzen. SVV hat verschiedene „Grade“. Es beginnt bei kleinen Verletzungen und kann bis hin zur Amputation gehen. Das Verletzen kann auf unterschiedlichen Arten gemacht werden. Hier ein paar Beispiele:

-Schneiden
-Verbrennen bzw. verbrühen
-Kratzen
-Stechen
-Verätzen (Chemikalien)
-Verschlucken von Gegenständen
-schlagen, teilweise bis zu Blutergüssen und Knochenbrüchen
-Suchtkrankheiten (Alkohol u.a.)
-Ausreißen der Körperbehaarung (auch Wimpern und Augenbrauen)
-Essstörungen
-Abschnüren von Körperteilen
-Öffnen von verheilenden Wunden

SVV ist keine eigenständige psychische Erkrankung, sondern ein Symptom einer starken psychischen Krankheit. Diese können Persönlichkeitsstörungen wie z.B. Borderline sein. (siehe hierzu im Themenbereich: Borderline)

Die am meisten davon betroffenen Körperregionen sind:

-Arme
-Bauch
-Beine
-Brust
-Handgelenke
-Kopf
-Genitalien

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Die ist meistens ein ausgewählter Ort, an dem sich der SVVler unbeobachtet fühlt und er sich sicher sein kann, dass er nicht gestört wird.

Wer macht SVV?

Es sind Menschen aus allen sozialen Schichten. Es hat nichts mit Armut, Körperfülle oder ähnlichem zu tun. Es sind Mädchen, Jungen, Frauen und Männer, obwohl es bei den Mädchen und Frauen deutlich mehr SVVler gibt. Es geschieht vorwiegend im Alter zwischen 16 und 30 Jahren. Auch Lady Di und Angelina Jolie gestanden öffentlich sich schon selbst verletzt zu haben. Es gibt auch eine Reihe von Menschen, denen nicht einmal Bewusst ist, dass sie sich selbst verletzen.

Warum verletzen sich Menschen selbst?

Dieses kann unterschiedliche Ursachen haben. Es kann die Folge eines Traumas sein, das z.B. durch körperliche Angriffe, Vergewaltigung, sex. Missbrauch oder Verlust eines geliebten Menschen ausgelöst wurde und man nicht die richtige Hilfe bekam, sondern versuchen musste selbst damit umzugehen. Es kann aber auch andere Gründe haben, wie z.B. um emotionale Probleme auszudrücken, sich spüren zu wollen, die Kontrolle über sich zu haben, seelische Schmerzen mit körperlichen betäuben, Spannungen abzubauen, Wut, die man nicht gegen den richtigen richten kann, Schuldgefühle, Depressionen oder die Flucht vor der Einsamkeit.

Oft geht es darum, den druck, der sich durch Probleme aufbaut, abzulassen. Diese Menschen haben meistens nicht anders bzw. richtig gelernt damit umzugehen.

Was kann man dagegen tun?

Am besten wäre eine Therapie, um dem Hauptauslöser auf dem Grund zu kommen und zu bekämpfen. Es gibt auch die Möglichkeit es selbst zu stoppen, was aber auf keinen fall den Kern der Sache löst. Wichtig ist dabei der Wille es nicht mehr tun zu wollen, man muß bereit sein daran zu arbeiten. Wenn man diesen Drang verspürt sich wieder verletzen zu wollen gibt es ein paar Möglichkeiten intensive Gefühle hervorzurufen, aber ohne Wunden. Dies sind z.B.

-Etwas sehr scharfes oder sehr saures essen (Peperoni, Zitrone)

-kalt duschen oder baden
-sich Eiswürfel auf die haut drücken

Für eine optische Zufriedenstellung kann man sich die stelle an der man sich verletzen wollte rot anmalen. Um den Drang zu stillen sich alte Wunden aufzumachen, sollte man sich etwas suchen, das an der Haut trocknet und man sich bald danach abkratzen kann.

Wenn man wieder diesen Druck verspürt sich verletzen zu wollen, kann man sich auch fragen warum man das nun „braucht“, ob man diese Situation schon mal hatte, wie man sich nach dem Verletzen gefühlt hat, u.s.w. . Oft hilft es auch sich Ziele zu setzen, wie z.B. ein Zeitlimit, in dem man sich nicht verletzt. Wenn man das geschafft hat ist man meistens stolz auf sich und versucht es noch länger. Man sollte versuchen seinen negativen Gefühlen etwas entgegen zu setzen, wie z.B. die Wut rauslassen durch ne Kissenschlacht mit der wand oder bei Trauer was schönes tun.

Falls es doch zu einem Rückfall kommt sollte man sich keine Selbstvorwürfe machen, sondern sich lieber über den erfolg vor der Tat freuen und weiter daran arbeiten.

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von Micha, 07.06.2012 05:23 Uhr · Teilen · Kommentieren · Gefällt mir · 1 anderen gefällt das

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