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Fehlende psychologische Betreuung der Täter produziert tickende Zeitbomben

Das staatliche Versagen im Opferschutz

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Das ursprüngliche Konzept für die Dokumentation "Sexobjekt Kind" sah vor, die Arbeit der "Jäger", also der Ermittler bei Staatsanwaltschaft und Kriminialpolizei, und die "Gejagten", Täter und Pädosexuelle, zu zeigen. Beziehungsweise den enormen Vorsprung der "Gejagten" aufzudecken. "Eine oberflächliche Betrachtungsweise" wie Autor Sebastian Bellwinkel heute findet.

Denn seine Recherchen haben ergeben, dass der Schutz von Kindern vor sexueller Gewalt in Deutschland systembedingt auf mehreren Ebenen versagt. "Ich habe Missstände entdeckt, die ich nicht mal erahnt hätte und die auch vielen Zuschauern sicherlich noch unbekannt sein dürften", so der Journalist.

  • Das Gesundheitswesen ist nur unzureichend auf die Behandlung von Pädophilen eingestellt.
  • Durch Mängel im Strafrecht bekommen die häufig psychisch kranken Sexualstraftäter kaum eine medizinisch-psychologische Betreuung. Nach verbüßter Haft verlassen sie die Gefängnisse "wie tickende Zeitbomben", so Bellwinkel.
  • Auch in Deutschland werden Kinder als Sexobjekte gehandelt. Kaum jemand nimmt das wahr oder bekämpft diesen Zustand.

Versagen des Strafrechts

Das Strafrecht in Deutschland versagt, weil Sexualstraftäter vor Gericht nicht auf ihre Gefährlichkeit und ihre Therapierbarkeit hin untersucht werden. Wenn ein Richter ein Gutachten zu einem Täter einholt, wird nur die Frage der Schuldfähigkeit geklärt. Das heißt, es geht nur um den Blick zurück: Was hat er getan und wie ist diese Tat zu sanktionieren. Wie Taten in der Zukunft verhindert werden können, ist dagegen keine Frage.

Das Strafrecht in der Schweiz ist da weiter: Im Kanton Zürich werden Sexualstraftäter vor Gericht auf ihr Risikopotential hin untersucht und sofort in eine Therapie überwiesen. Das Ziel: zukünftige Taten vermeiden. Das Zürcher Modell ist sehr erfolgreich: Studien zeigen, dass die Rückfallgefahr um 50 Prozent gesenkt werden kann. Das bedeutet deutlich weniger Opfer.

Versagen der Politik

Obwohl dem Bundesjustizministerium das Schweizer Modell bekannt ist, geschieht nichts. Auch dem Bundesgesundheitsministerium und der Bundesärztekammer liegen Vorschläge vor, wie unterschiedliche Mängel zu beseitigen wären, ohne dass etwas passiert. Die Frage, warum das so ist, hat gegenüber dem NDR niemand beantwortet.

In manchen Fällen kostet der effektive Schutz von Kindern vor sexueller Gewalt schlicht mehr Geld, um Ermittler, Sozialpädagogen, Präventionsprojekte besser auszustatten. Die rechtzeitige Therapie von Sexualstraftätern wäre eine präventive Maßnahme und würde am Ende sogar Geld sparen, denn neben dem Opferleid sind die Kosten für Inhaftierung, Therapie und anderes deutlich höher.

Die von der früheren Bundes-Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) im Herbst 2009 initiierte Internetsperre gegen Kinderpornographie war heftig umstritten. Viele Kritiker sagten, es sei sinnvoller, die Seiten im Internet ganz zu löschen anstatt diese nur zu sperren.

Neue Entwicklungen

Der Text spiegelt den Stand der Dinge im Januar 2010 wider. Im April 2011 hat die schwarz-gelbe Bundesregierung beschlossen, das Sperrgesetz der schwarz- roten Vorgängerregierung aufzuheben. Stattdessen sollen nun Seiten mit kinderpornografischem Inhalt gelöscht werden.

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von Micha, 07.06.2012 12:28 Uhr · Teilen · Kommentieren · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!

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