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Runder Tisch ohne Entscheidungsträger inzwischen beendet

Der Runde Tisch der Bundesregierung

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Sexueller Kindesmissbrauch in Abhängigkeits- und Machtverhältnissen in privaten und öffentlichen Einrichtungen und im familiären Bereich

Die Bundesregierung hat am 24. März 2010 die Einrichtung des Runden Tisches „Sexueller Kindesmissbrauch in Abhängigkeits- und Machtverhältnissen in privaten und öffentlichen Einrichtungen und im familiären Bereich“ beschlossen mit dem Ziel, der gemeinsamen Verantwortung für einen verbesserten Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt gerecht zu werden. Die Bundesministerinnen Dr. Kristina Schröder, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und Prof. Dr. Annette Schavan haben gemeinsam zur ersten Sitzung des Runden Tisches am 23. April 2010 eingeladen.

Zur Mitwirkung am Runden Tisch wurden Vertreterinnen und Vertreter aus der Wissenschaft und aller relevanter gesellschaftlicher Gruppen eingeladen – unter anderem der Kinder- und Opferschutzverbände, bundesweiter Zusammenschlüsse von Beratungseinrichtungen für Opfer, der Familienverbände, der Schul- und Internatsträger, der Freien Wohlfahrtspflege, der beiden großen christlichen Kirchen, des Rechtswesens, des Deutschen Bundestages sowie aus Bund, Ländern und Kommunen.

Das Gremium wird Handlungsempfehlungen zu verschiedenen Fragestellungen erarbeiten. Ein Zwischenbericht soll bis Ende des Jahres vorliegen. Kernfragen sind dabei: Welche Art der Hilfe, Unterstützung und Anerkennung muss den Opfern zuteil werden? Wie können Einrichtungen sexuelle Übergriffe auf Mädchen und Jungen in Zukunft verhindern – welche Faktoren fördern Übergriffe, welche Faktoren lassen diese vermeiden? Wie können Mädchen und Jungen gegenüber Grenzverletzungen sensibilisiert und wie können Fachkräfte geschult werden, damit sie die Folgen sexualisierter Gewalt besser erkennen? Zudem befasst sich der Runde Tisch mit den unterschiedlichen Fragen der rechtlichen Aufarbeitung der in der Vergangenheit aufgetretenen Missbrauchsfälle und möglicher rechtspolitischer Folgerungen und der Sicherung des staatlichen Strafanspruches.

 

Hintergrund

Sexueller Missbrauch an Kindern und Jugendlichen ist eine der furchtbarsten Straftaten. Wie viele Kinder in Deutschland sexuelle Gewalt erleiden müssen ist nicht bekannt. Die Polizeiliche Kriminalstatistik kann darüber nur begrenzt Auskunft geben. Sie weist für das Jahr 2009 rund 15.000 Fälle von Kindesmissbrauch auf. Das ist aber nur die Spitze des Eisberges. Die Zahlen im Dunkelfeld sind erheblich höher. Alle gesellschaftlichen Akteure sind aufgefordert, sich mit ganzer Kraft dafür einzusetzen, dass sexualisierte Gewalt verhindert wird und betroffene Mädchen und Jungen Hilfe und Unterstützung erhalten.

 

Ziele und Aufgaben

Ziel des Runden Tisches ist es in erster Linie, Strategien zu folgenden Aspekten zu erörtern:

  • die Erarbeitung von verbindlichen Selbstverpflichtungserklärungen zur Aufstellung und Umsetzung klarer Verhaltensregeln im Umgang mit Kindesmissbrauch
  • Maßnahmen zur behutsamen Sensibilisierung und zur Stärkung von Mädchen und Jungen, damit sie Missbrauch erkennen und klar benennen können
  • Maßnahmen zur flächendeckenden Sensibilisierung und Weiterbildung von Fachkräften unterschiedlicher Professionen sowie von Eltern und Erziehungsberechtigten zum Erkennen wie auch zur Prävention und Intervention bei sexualisierter Gewalt an Mädchen und Jungen
  • Strukturelle Maßnahmen wie Einbindung relevanter Organisationen als Partner von Bildungsinstitutionen, Überprüfung von Aus- und Fortbildungen sowie Zulassungsbedingungen von pädagogisch tätigem Personal
  • Stärkung einschlägiger Forschung und Evaluation sowie daraus resultierende Weiterentwicklung bestehender Angebote
  • Maßnahmen zur therapeutischen Unterstützung pädophil Veranlagter
  • Sicherung der Durchsetzung des staatlichen Strafanspruchs und eindeutige Klärung des Verhältnisses von staatlichem Strafanspruch zu anderen Rechtsbereichen öffentlich-rechtlicher Institutionen
  • Prüfung rechtspolitisch notwendiger Folgerungen
  • Anerkennung des Leidens der Opfer sexuellen Missbrauchs in jeglicher Hinsicht

 

Arbeitsweise

Die erste Sitzung fand am 23. April 2010 unter dem gemeinsamen Vorsitz von Familienministerin Dr. Schröder, Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger und Bildungsministerin Prof. Dr. Schavan statt. Weitere Sitzungen werden voraussichtlich im September und im Dezember 2010 terminiert.

Infolge der ersten Sitzung werden drei Arbeitsgruppen gebildet:

  1. Arbeitsgruppe „Prävention – Intervention – Information“ unter dem Vorsitz von Familienministerin Dr. Schröder
  2. Arbeitsgruppe „Durchsetzung Strafanspruch – Rechtspolitische Folgerungen – Anerkennung des Leidens der Opfer sexuellen Missbrauchs in jeglicher Hinsicht“ unter dem Vorsitz von Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger.
  3. Arbeitsgruppe „Forschung und Lehre“ unter dem Vorsitz von Bildungsministerin Prof. Dr. Schavan.

Aus den jeweiligen Arbeitsgruppen sind zur intensiveren Zusammenarbeit Unterarbeitsgruppen bzw. Expertengruppen hervorgegangen. Im folgenden Organigramm ist die Struktur des Runden Tisches „Sexueller Kindesmissbrauch in Abhängigkeits- und Machtverhältnissen in privaten und öffentlichen Einrichtungen und im familiären Bereich“ abgebildet: Organigramm

Der Runde Tisch hat im Jahr 2010 erste Arbeitsergebnisse in Form eines Zwischenberichts veröffentlicht. Diesen finden Sie weiter unten zum Lesen und Herunterladen.

 

Kreis der Teilnehmenden

Zur Teilnahme am Runden Tisch laden die Bundesministerinnen Dr. Kristina Schröder, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und Prof. Dr. Annette Schavan gemeinsam ein.

Am Runden Tisch sind Vertreterinnen und Vertreter der zentralen Kinderschutzverbände sowie von bundesweiten Zusammenschlüssen von Beratungseinrichtungen für Opfer, von Familienverbänden, Schul- und Internatsträgern, der freien Wohlfahrtspflege und der beiden großen christlichen Kirchen, des Rechtswesens, der Politik und aus Bund, Ländern und Kommunen geladen.

Dabei ist es für die Bundesregierung von größter Bedeutung, im weiteren Verfahren die Perspektive der Kinder und Jugendlichen und die Sicht der Opfer sexuellen Missbrauchs fest im Blick zu behalten.

 

Unabhängige Beauftragte zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs

Die Bundesregierung hat in ihrem Kabinettsbeschluss vom 24. März 2010 Dr. Christine Bergmann, Bundesministerin a.D., als Unabhängige Beauftragte zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs berufen. Ihre Aufgabe ist es, Anlaufstelle für Betroffene sexuellen Kindesmissbrauchs zu sein, Missbrauchsfälle in privaten und öffentlichen Einrichtungen und im familiären Bereich aufzuarbeiten, die Bundesregierung zu beraten und Empfehlungen für materielle und immaterielle Hilfen für die Opfer gegenüber dem Runden Tisch auszusprechen.

Betroffene sexuellen Kindesmissbrauchs können sich über die Geschäftsstelle an die Unabhängige Beauftragte unter folgenden Kontaktdaten wenden:

Postalisch: Unabhängige Beauftragte zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs, 11018 Berlin

Telefonische Anlaufstelle: 0800-22 55 530 (kostenfrei)

Fax: 03018/555 4 1555
E-Mail: kontakt@ubskm.bund.de
Internet: www.beauftragte-missbrauch.de

 

Der Aktionsplan der Bundesregierung zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt und Ausbeutung

Die Bundesregierung arbeitet kontinuierlich an Strategien, um den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt nachhaltig zu verbessern. Ein wesentlicher Baustein ist der Aktionsplan zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt und Ausbeutung aus 2003, den die Bundesregierung derzeit in Abstimmung mit den Nichtregierungsorganisationen, dem Privatsektor und den Verbänden weiter entwickelt. Der Aktionsplan wird eine systematische Grundlage zur Bekämpfung der sexuellen Gewalt und Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen bilden und mit konkreten Maßnahmen unterlegt sein, um in diesem Bereich wirkungsvoll den Schutz von Mädchen und Jungen kontinuierlich verbessern zu können. Ergebnisse des Runden Tisches werden ebenfalls in den Aktionsplan einfließen.


Der Runde Tisch tritt in nichtöffentlichen Sitzungen zusammen. Diese finden in Berlin statt. Hier die Dokumente der Sitzungen:

1. Sitzung des Runden Tisches Sexueller Kindesmissbrauch
23. April 2010
Protokoll der Sitzung (PDF-Dokument, 45 KB)

1. Sitzung der Arbeitsgruppe II „Durchsetzung Strafanspruch – Rechtspolitische Folgerungen – Anerkennung des Leidens der Opfer sexuellen Missbrauchs in jeglicher Hinsicht“ des Runden Tisches Sexueller Kindesmissbrauch

20. Mai 2010

Protokoll der Sitzung (PDF-Dokument, 42 KB)

 

1. Sitzung der Arbeitsgruppe I "Prävention - Intervention - Information" des Runden Tisches Sexueller Kindesmissbrauch
25. Mai 2010

Protokoll der Sitzung (PDF-Dokument, 35 KB)

 

1. Sitzung der Arbeitsgruppe III "Forschung, Lehre und Ausbildung" des Runden Tisches Sexueller Kindesmissbrauch

07. Juni 2010

Protokoll der Sitzung (PDF-Dokument, 38 KB)

 

2. Sitzung der Arbeitsgruppe I "Prävention - Intervention - Information" des Runden Tisches Sexueller Kindesmissbrauch
13. Juli 2010

Protokoll der Sitzung (PDF-Dokument, 48 KB)

 

2. Sitzung der Arbeitsgruppe II „Durchsetzung Strafanspruch – Rechtspolitische Folgerungen – Anerkennung des Leidens der Opfer sexuellen Missbrauchs in jeglicher Hinsicht“ des Runden Tisches Sexueller Kindesmissbrauch

14. Juli 2010

Protokoll der Sitzung (PDF-Dokument, 50 KB)

Expertengespräch "Gesundheitsforschung" der Arbeitsgruppe III "Forschung, Lehre und Ausbildung" des Runden Tisches Sexueller Kindesmissbrauch.
28. Juli 2010

Protokoll der Sitzung (PDF-Dokument, 24 KB)

 

3. Sitzung der Arbeitsgruppe II „Durchsetzung Strafanspruch – Rechtspolitische Folgerungen – Anerkennung des Leidens der Opfer sexuellen Missbrauchs in jeglicher Hinsicht“ des Runden Tisches Sexueller Kindesmissbrauch

14. September 2010

Protokoll der Sitzung (PDF-Dokument, 34 KB)

 

2. Sitzung des Runden Tisches Sexueller Kindesmissbrauch
30. September 2010
Protokoll der Sitzung (PDF-Dokument, 68 KB)

3. Sitzung der Arbeitsgruppe I "Prävention - Intervention - Information" des Runden Tisches Sexueller Kindesmissbrauch
12. Oktober 2010

Protokoll der Sitzung (PDF-Dokument, 50 KB)

 

2. Sitzung der Arbeitsgruppe III "Forschung, Lehre und Ausbildung" des Runden Tisches Sexueller Kindesmissbrauch

13. Oktober 2010

Protokoll der Sitzung (PDF-Dokument, 126 KB)

4. Sitzung der Arbeitsgruppe I "Prävention - Intervention - Information" des Runden Tisches Sexueller Kindesmissbrauch
16. November 2010

Protokoll der Sitzung (PDF-Dokument, 278 KB)

4. Sitzung der Arbeitsgruppe II „Durchsetzung Strafanspruch – Rechtspolitische Folgerungen – Anerkennung des Leidens der Opfer sexuellen Missbrauchs in jeglicher Hinsicht“ des Runden Tisches Sexueller Kindesmissbrauch

17. November 2010

Protokoll der Sitzung (PDF-Dokument, 32 KB)
 

3. Sitzung des Runden Tisches Sexueller Kindesmissbrauch
01. Dezember 2010
Protokoll der Sitzung (PDF-Dokument, 156 KB)

 

5. Sitzung der Arbeitsgruppe II „Durchsetzung Strafanspruch – Rechtspolitische Folgerungen – Anerkennung des Leidens der Opfer sexuellen Missbrauchs in jeglicher Hinsicht“ des Runden Tisches Sexueller Kindesmissbrauch

02. März 2011

Protokoll der Sitzung (PDF-Dokument, 21 KB)

 

 

Zwischenbericht des Runden Tisches "Sexueller Kindesmissbrauch in Abhängigkeits- und Machtverhältnissen in privaten und öffentlichen Einrichtungen und im familiären Bereich"

Der Runde Tisch "Sexueller Kindesmissbrauch" hat im Rahmen seiner 3. Sitzung am 1. Dezember 2010 den Zwischenbericht verabschiedet.

Hier finden Sie weitere Informationen und offizielle Dokumente zum Themenfeld:

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von Micha, 07.06.2012 13:04 Uhr · Teilen · Kommentieren · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!

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