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Die Bremse unseres Lebens: Antrieb ausgeschaltet

Depressionen - Psyche und Körper in Slowmotion

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Etwa 5 bis 10 Prozent aller Bundesbürger leiden unter behandlungsbedürftigen Depressionen, doch nur knapp ein Drittel sucht ärztliche bzw. therapeutische Hilfe auf. In den letzten Jahren nahmen vor allem bei den jüngeren Menschen die Depressionen sogar noch zu. Frauen leiden fast doppelt so häufig unter Depressionen wie Männer.

Nahezu jeder von uns kennt zumindest das vorübergehende seelische Tief: Morgens fällt das Aufstehen schwer. Man fühlt sich ausgelaugt und leer. Man kann sich zu nichts aufraffen, nichts macht einem Freude. Der Übergang von einem normalen Tief zu einer Depression ist fließend.

Depressionen können sich in unseren Gedanken, in unserem Körper, in unseren Gefühlen und unserem Verhalten bemerkbar machen:

Unsere Gedanken:

- endloses Grübeln
- Konzentrationsschwierigkeiten
- Hoffnungslosigkeit: Wir sehen unsere Situation und unsere Zukunft als ausweglos,
  uns selbst als wertlos. Wir machen uns Selbstvorwürfe.
- Minderwertigkeitsgefühle
- Entscheidungsschwierigkeiten

Unser Körper:

- Appetitverlust oder Heißhunger
- Schlafstörungen
- Kopfschmerzen
- Schmerzen im Nacken, in den Schultern
- Unruhe, Kribbeln, Ziehen im Körper
- Herzstechen und Rasen
- Schwindel, Augenflimmern
- Zittern, kalte Hände oder Hitzewallungen
- Druckgefühl in der Brust
- Kloßgefühl im Hals
- Magendruck
- Durchfall
- Verstopfung
- das sexuelle Verlangen nimmt ab

Unsere Gefühle:

- Antriebslosigkeit
- Verzweiflung
- Angst
- Einsamkeitsgefühle
- Niedergeschlagenheit
- Lustlosigkeit
- Gereiztheit
- Unfähigkeit sich zu freuen

Unser Verhalten:

- Antriebsmangel
- Rückzug von anderen
- Weinen
- Kleinste alltägliche Verrichtungen fallen schwer
- Hobbys werden vernachlässigt
- Wir machen Fehler, uns passieren Missgeschicke

Wann sind Depressionen krankhaft?

Es ist ganz normal, auf Enttäuschungen, Verletzungen und Verluste (Partner, Arbeitsplatz, Gesundheit) mit einer vorübergehenden depressiven Verstimmung zu reagieren. Alarmierend wird es dann, wenn wir chronischen Selbsthass verspüren und anhaltend unfähig sind, unseren Alltag zu meisten, wenn starke Selbstmordgedanken auftauchen, wenn wir zu Alkohol oder Beruhigungsmitteln greifen.

Welches sind die Ursachen von Depressionen?

Bis heute gibt es noch keine gesicherten Erkenntnisse, welche Ursachen zu Depressionen führen. Man geht davon aus, dass viele unterschiedliche Faktoren dazu beitragen. Insbesondere bei den Depressionen, die durch äußere Ereignisse wie Trennung, Entlassung oder andere Verlusterlebnisse verursacht sind, können wir selbst eine Menge dazu beitragen, sie zu überwinden.

Fast alle Menschen haben bestimmte Erwartungen und Wünsche an sich und ihre Umwelt. Wann immer diese Erwartungen nicht erfüllt werden, werden wir wütend und kämpfen dagegen an, fühlen wir uns enttäuscht oder fallen in ein tiefes Loch. Mit welchen Gefühlen und Verhaltensweisen wir reagieren, hängt von unseren Lebenseinstellungen und Lebenserfahrungen ab. Hinter den depressiven Verstimmungen steht eine negative Lebenseinstellung zu uns selbst, der Situation und unserer Zukunft. Wir bewerten die Situation als schlimm und ausweglos, uns als Versager. Verlieren wir unsere Stelle, glauben wir, nie mehr eine Anstellung zu bekommen. Trennt sich unser Partner von uns, glauben wir, ohne seine Liebe nicht leben zu können oder nie mehr einen Partner zu finden. Unterläuft uns ein Fehler, halten wir dies für unverzeihlich und sehen uns als unfähigen, ablehnenswerten Menschen. Wir ziehen uns von anderen Menschen zurück, bekommen deshalb weniger Zuwendung und sehen dies ebenfalls als Bestätigung unserer negativen Einstellung.

Unsere depressiven Gefühle sind jedoch nicht der Beweis dafür, dass alles ausweglos ist, sondern nur, dass wir die Situation und uns so negativ bewerten. Sie weisen uns darauf hin,

  • dass wir etwas verloren haben, wovon wir überzeugt sind, es zu brauchen.
  • dass wir im Augenblick keine Lösung und Hoffnung für unsere Lage sehen.
  • dass wir uns ablehnen und verurteilen.
  • dass wir von uns oder anderen etwas erwarten, was unrealistisch ist.

Die Tatsache, dass Menschen in ein und derselben Situation ganz unterschiedlich reagieren (manche reagieren ärgerlich, andere ruhig, dritte enttäuscht, vierte verzweifelt), zeigt uns, dass nicht die Situation uns depressiv macht, sondern unsere Sichtweise der Situation.

Quelle: http://www.psychotipps.com/Depressionen.html

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von Micha, 21.04.2012 00:59 Uhr · Teilen · Kommentieren · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!

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