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Die schwarz-weiße Welt der Borderline-Persönlichkeit

Buchbesprechung eines klassischen Buchs zu Borderline

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1.0 Vorwort

2.0 Entwicklungsgeschichte des Borderline-Konzeptes

3.0 Die Borderline-Störung

3.1. Die Borderline - Störung als eine Form der narzistischen Neurosen bzw. narzißtischen Persönlichkeitsstörungen

3.2. Zum Begriff des Selbst

3.3. Ursachen der Borderline-Störung

3.3.1 Exkurs: Entwicklungs- und Objektbeziehungstheorie

3.3.2 Spaltung

3.4. Charakteristiken der Borderline-Störung / Diagnostische Kriterien

3.5. Fallschilderung

4.0 Zur Begleitung von Borderline-PatientInnen

4.1. Die SET Kommunikation

5.0 Schlußwort

6.0 Anmerkungen

7.0 Literatur


1.0 Vorwort

In der praktischen Arbeit – z.B. der einer Drogenberatungsstelle - begegnen uns immer wieder Menschen, die zwar auf den ersten Blick als recht unproblematisch erscheinen, bei denen sich jedoch im Laufe der Zeit mehr und mehr Probleme herauskristallisieren. Dies sowohl bezogen auf ihre Lebensgeschichte, als auch im direkten Umgang mit ihnen, z.B. im Verlauf der Vorbereitung auf eine stationäre Drogentherapie. Besonders beeindruckend ist ihre Impulshaftigkeit, ihre Wut und Zornesausbrüche. Ihre Lebensgeschichte gleicht oft einem "Flickenteppich". Eine Unstetigkeit bezüglich zwischenmenschlicher Beziehungen, des Berufs und / oder des Wohnortes zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Leben.

Beziehungen werden oft als "super", "total gut" erlebt und beschrieben, kippen dann urplötzlich in das andere Extrem, wobei der Partner oder die Partnerin z.B. als "Drecksschlampe" oder "Sauhund" abgewertet wird.

Der Ausbildungsplatz oder der Beruf scheint nie über länger Zeit hinweg der richtige gewesen zu sein, fast immer lag es an den KollegInnen, daß ein Wechsel stattfand. Die Wohnung wird relativ häufig gewechselt, schuld waren meist die Nachbarn, die z.B. als "ständig nachspionierend" oder "Intrigen spinnend" erlebt wurden.

Im Verlauf der Arbeit kann man dann lernen, mit diesen Menschen umzugehen; auf dem schmalen Grad zwischen Selbstschutz einerseits und Achtsamkeit vor der Verletzbarkeit des Gegenübers zu balancieren andererseits.

Diese Arbeit kann man als einen Versuch verstehen, sich der schwierigen Materie der Borderline-Persönlichkeit insbesondere auf theoretischem Wege weiter anzunähern.

Bei angehenden TherapeutInnen ist es wichtig, die Achtsamkeit vor der Verletzbarkeit und der damit verbundenen Angst dieser Menschen gerade im zwischenmenschlichen Bereich ernst zu nehmen und mit dem nötigen Fachwissen ausgerüstet zu sein, um den Verletzungen, die diese Menschen erfahren haben nicht aus Unwissenheit unnötig neue Verletzungen hinzuzufügen.

Sehnsucht nach Nähe, Geborgenheit, Identität einerseits und nahezu panische Angst vor dieser Nähe, die schnell in Haß umschlagen kann, kennzeichnet die Welt der BorderlinePersönlichkeit. Der Titel des Buches von Kreisman u. Straus "Ich hasse dich, verlaß‘ mich nicht", kennzeichnet dieses Getrieben-Sein zwischen diesen beiden Polen.

Einsamkeit, Angst verlassen zu werden, stürmische Beziehungen, impulsive, selbstzerstörerische Handlungen kennen wir sicher bei uns selbst Die Borderline-Persönlichkeit jedoch lebt fast ständig mit diesen Gefühlen, erlebt sie in viel größerem Ausmaß. Wir möchten auf den folgenden Seiten, neben der Vermittlung von Theorie, auch versuchen Verständnis zu wecken, für Menschen, die unter einer Borderline-Störung leiden. Wir glauben, daß gerade ein achtsamer und einfühlsamer Umgang mit diesen Menschen eine wesentliche Grundvoraussetzung für die praktischen Arbeit, sei es in Therapie, Beratung oder Begleitung ist.


2.0 Entwicklungsgeschichte des Borderline-Konzeptes

Das Konzept der Borderline-Persönlichkeit ist im wesentlichen durch theoretische Formulierungen psychoanalytisch orientierter Autoren geprägt Die diagnostischen Kriterien, wie sie im DSM III R (vergl. Kap. 3.4) festgelegt sind, stammen aus den Schriften psychoanalytischer Autoren der letzten Jahrzehnte, wobei der Begriff "borderline" zum ersten mal 1938 von Adolph Stern geprägt wurde, um eine Gruppe von PatientInnen zu beschreiben, die nicht in die damaligen Klassifikationen von "neurotischen" oder "psychotischen" PatientInnen paßten.

Bereits bei Freud und Wilhelm Reich finden sich Beschreibungen von PatientInnen, auf die die heutige Diagnose "borderline" zutreffen würde. Wesentliche Beiträge kamen von Melanie Klein (1946) und Helene Deutsch (1934), die sich auf PatientInnen mit Spaltung als primären Abwehrmechanismus bezogen.

Großen Einfluß auf das Konzept der Borderline-Störung hatten auch Erik H. Erikson (1956), durch seine Veröffentlichung zur Identitätsdiffusion, sowie Edith Jacobson (1964) durch ihre Beiträge zur Pathologie verinnerlichter Objektbeziehungen.

Auf diese Veröffentlichungen und Studien aufbauend wurden dann von anderen Autoren, z.B. von H. Kohut (1968, 1973) oder Otto Kernberg (1975) Konzepte des pathologischen Narzißmus bzw. der Borderline-Störung entwickelt. Die Konzepte von Kohut und Kernberg unterscheiden sich dabei z.T. sowohl in der Analyse der Ursachen als auch im Vorgehen der Behandlung von Borderline-PatientInnen (Kernberg, 1979, 5. 302 ff).

Neuere Literatur, wie z.B. von Masterson (1980) und Christa Rhode-Dachser (1979) können als Vertiefung und Differenzierung der Konzepte von Kohut und Kernberg gesehen werden.

In den nachfolgenden Darlegungen beziehen wir uns im wesentlichen auf die Literatur von Kohut und Kernberg, sowie auf eine Veröffentlichung von Kreismann und Straus, die nach unserem Dafürhalten einen sehr guten Leitfaden für den praktischen Umgang mit Borderline-PatientInnen bieten.


3.0 Die Borderline-Störung

3.1 Die Borderline-Störung als eine Form der narzißtischen Neurose bzw. narzißtischen Persönlichkeitsstörung

In der modernen Literatur wird die Borderline-Störung als eine Erscheinungsform der narzißtischen Neurosen bzw. narzißtischen Persönlichkeitsstörungen angesehen. Es erscheint daher wichtig, kurz auf den Begriff der Neurose einzugehen, bevor die spezielle Form der Borderline-Störung detaillierter beschrieben wird.

Der Begriff Neurose kann wie folgt definiert werden:

"Unter einer Neurose verstehen wir eine in affektiv und kognitiv belastenden und / oder insuffizienten Milieuverhältnissen, meist in der Kindheit, wurzelnde, unbewußte psychische Fehlentwicklung, bei der sich entweder ein unlösbarer Konflikt zwischen Triebregung einerseits und Über-Ich-Entwicklung andererseits verselbständigt (...), aus dem Bewußtsein - durch das ICH - abgewehrt wird oder bei der sich eine ungenügende Entwicklung der Selbstidentität, des Narzißmus (...) ergibt und sich in störenden psychischen und / oder körperlichen Symptomen (...) äußert."

(Battegay, R., u.a., 1984, S. 319)

In einer Grafik läßt sich dies vereinfacht darstellen:

Psychoneurosen

/                    \

Abwehrneurosen        Narzißtische Neurosen

Narzißtische Neurosen stellen in diesem Schema eine Kategorie der Psychoneurosen dar, die sich in fundamentalen Bereichen von den Abwehrneurosen unterscheidet.

Den Abwehrneurosen ist gemeinsam, daß das ICH bei einer emotionalen Belastungssituation dekompensiert, d.h. das ICH kann Impulse des ES nicht mehr genügend unter Kontrolle halten, es entsteht, quasi als Kompromiß, ein neurotisches Symptom. Das Symptom kann als Kompromißbildung zwischen Wunsch und gleichzeitiger Abwehr gesehen werden. Sind die Abwehrneurosen in erster Linie durch einen Konflikt zwischen ES und ICH gekennzeichnet, zeichnen sich die narzißtischen Neurosen (= Narzißtische Persönlichkeitsstörungen), so die Auffassung von Kohut, durch ein inkonsistentes SELBST aus. Wesentlich bei der Entstehung narzißtischer Persönlichkeitsstörungen ist in der Sichtweise Kohuts der starke Mangel an Zuwendung, Bestätigung und emotionaler Wärme in der frühen Kindheit.

Kernberg unterstreicht hingegen, daß es Personen gibt, die auf Grund sehr früher Störungen überhaupt nicht in der Lage sind, die Zuwendung und Wärme der Bezugsperson anzunehmen, und daher kein entsprechendes gesundes SELBST ausbilden können.

(Zur Auffassung von Kernberg vergl. Anmerkung 1, zur Definition im Rahmen der Gestalttherapie Anmerkung 2)

Der Begriff des SELBST spielt in den theoretischen Erläuterungen der narzißtischen Persönlichkeitsstörungen eine wesentliche Rolle und soll daher an dieser Stelle etwas näher erläutert werden. Wir gehen dabei von der Definition Kohuts aus. Anzumerken an dieser Stelle ist, daß es nahezu soviel Definitionen wie Autoren gibt, wobei z.T. starke Unterschiede zwischen den einzelnen Autoren bestehen, insbesondere, wenn sie verschiedenen Schulen angehören.


3.2. Zum Begriff des SELBST

Das ES, ICH und ÜBER-ICH gehören nach Kohut zu den psychischen Instanzen, die zusammen die psychische Struktur des Menschen bilden.

Das SELBST ist jedoch nicht diesen Instanzen hinzuzuzählen. Es stellt vielmehr eine in allen drei Instanzen wurzelnde zentrale Repräsentanz des Individuums dar.

Das SELBST ist jener Inhalt im ES, ICH und ÜBER-ICH, der dem Individuum eine dauerhafte Richtung und eine konstante Selbstrepräsentanz vermittelt Das SELBST ist in dieser Sichtweise der Sitz der Eigenliebe, des Narzißmus.

In diesem Bild ist ein gesunder Narzißmus die Voraussetzung für die psychische Gesundheit. Eine psychische Fehlentwicklung in Richtung narzißtischer Persönlichkeitsstörung kommt dann zustande, wenn das SELBST infolge ungenügender Erfahrung von frühkindlicher Zuwendung, Akzeptanz und Wärme rudimentär bleibt und daher entsprechende Abwehrvorgänge und Kompensationen notwendig werden.


3.3. Ursachen der Borderline-Störung

Die Forschung hinsichtlich der Ursachen der Borderline-Störung beruht nahezu ausschließlich auf Fallstudien, bei denen die Lebensgeschichte der PatientInnen rekonstruiert wurde und in vergleichenden Studien Rückschlüsse gezogen wurden. Neben möglichen anlage-bedingten Faktoren und gesellschaftlichen Ursachen (vergl. Kreismann u. Straus, 1992) hat sich in erster Linie der Einfluß frühkindlicher Erfahrungen als wesentliche Ursache für die mögliche Herausbildung einer Borderline-Störung erwiesen.

Neuere Untersuchungen zeigen, daß neben unzureichender Zuwendung, fehlender emotionaler Wärme im frühkindlichen Stadium auch schwere Traumata, wie z.B. Verlust der Eltern, körperlicher und / oder sexueller Mißbrauch in den ersten Jahren der Entwicklung die Wahrscheinlichkeit, daß sich eine Borderline-Persönlichkeitsstörung entwickelt, deutlich erhöhen kann.

Als Hauptursache für die Borderline-Störung wird jedoch bei den bekannteren Autoren eine gravierende Störung in der frühkindlichen Lebensphase geltend gemacht.

An dieser Stelle soll daher kurz auf die Theorie frühkindlicher Entwicklung eingegangen werden. Wir beziehen uns dabei auf die Veröffentlichung von Kreismann u. Straus (1992), die sich wiederum auf die Arbeiten von Margaret Mahler u.a. (1978) stützen.


3.3.1. Exkurs: Entwicklungs- und Objektbeziehungstheorie

Die Objektbeziehungstheorie ist ein Modell der kindlichen Entwicklung und betont die Bedeutung der Interaktion des Kindes mit seiner Umgebung im Gegensatz zu inneren psychischen Instinkten und biologischen Trieben, die mit Empfindungen von außen nicht in Beziehung stehen.

Ein wesentlicher Beitrag zum Objektbeziehungsmodell wurde von Margaret Mahler (1978) und ihren Mitarbeitern geleistet. Die Autoren gehen davon aus, daß die ersten beiden Lebensmonate des Kindes durch Vergeblichkeit gegenüber allem außer sich selbst gekennzeichnet sind (autistische Phase). Während der nächsten vier bis fünf Monate beginnt das Kind, andere in seiner Umgebung zu erkennen, aber nicht als getrennte Wesen, sondern als Erweiterung seiner selbst (symbiotische Phase).

In der Zeit zwischen fünftem und achtem Monat wird sich das Kind einer Welt bewußt, die getrennt von seiner Mutter besteht (Differenzierungsphase). Wenn die Beziehung zur Bezugsperson unterstützend und tröstlich ist, ist die Reaktion auf Fremdes geprägt durch ein neugieriges Wundern. Wenn die Beziehung nicht unterstützend ist, herrscht eher Angst vor. Das Kind beginnt, positive und negative Emotionen anderen gegenüber zu unterscheiden und verläßt sich dabei hauptsächlich auf die Spaltung, um mit diesen widersprüchlichen Empfindungen zurechtzukommen.

Die nachfolgenden Monate bis ca. zum 16 Monat (Übungsphase) sind gekennzeichnet durch die Zunahme der Fähigkeit, sich von der Bezugsperson weg zu bewegen, nach kurzer Zeit jedoch zurückzukehren um emotional aufzutanken, sich zu vergewissern, daß die Bezugsperson noch da ist.

Zwischen dem 16. und 25. Monat (Phase der Wiederannäherung) erfährt das Kind zunehmend, daß es eine eigene Identität besitzt, getrennt von den Menschen seiner Umwelt besteht. Rückkehr zur Bezugsperson und das Bedürfnis nach Zustimmung führen zunehmend zur Erkenntnis, daß die Bezugsperson und die Menschen in der Umwelt andere, reale und getrennte Wesen sind.

Beginnend mit dem 2. Lebensjahr entwickelt das Kind die Fähigkeit, daß das Fehlen der Bezugsperson nicht automatisch deren Vernichtung bedeutet. Das Kind lernt Ambivalenz und Frustration zu ertragen, es erkennt, daß der Zorn der Bezugsperson nur vorübergehender Natur sein kann. Es lernt auch begreifen, daß sein eigener Zorn nicht die Vernichtung der Bezugsperson bedeutet (Phase der Objektkonstanz).

Wesentliche Unterstützung, neben konstanter Zuwendung und emotionaler Wärme, spielen beim Lernen des Umgangs mit Nähe und Distanz, Zuneigung und Zorn sogenannte Übergangsobjekte. Übergangsobjekte (Teddybären, Puppen, Schmusedecke) repräsentieren dabei die Bezugsperson, die vom Kind überall hin mitgenommen werden können, um den Trennungsschmerz zu verringern. Übergangsobjekte können als Kompromiß gesehen werden, den das Kind mit sich selbst eingeht, um den konträren Bestrebungen (Bedürfnis nach Nähe und Geborgenheit einerseits und Autonomie und Entdeckungslust andererseits) nachkommen zu können. In der normalen Entwicklung wird das Übergangsobjekt nach und nach aufgegeben, wenn es dem Kind gelingt, das permanente Bild einer beruhigenden, beschützenden Bezugsperson zu verinnerlichen.

Den Entwicklungstheorien zufolge ist eine Borderline-Persönlichkeit nie in der Lage gewesen, diese Phase der Objektkonstanz zu erreichen.

Sehr vereinfacht kann man sagen, daß es den Borderline-PatientInnen nicht gelang , das in den ersten Kindheitsmonaten erfahrene Bild das in die "gute Mutter" und "böse Mutter" gespaltene Bild der Bezugsperson in sich zu einem realistischen, einheitlichen Bild der Bezugsperson zu verschmelzen. Dem entsprechend existieren diese Bilder affektbesetzt auch im späteren Leben weiter. Einer der Grundmechanismen von Borderline-PatientInnen bleibt somit die Spaltung.

Wesentlich zum Verständnis der Mechanismen, die die Borderline-PatientInnen gerade im Bereich der zwischenmenschlichen Beziehungen einsetzen, erscheint das Verständnis des Spaltungsvorganges. Wir möchten daher an dieser Stelle kurz auf diesen grundlegenden Vorgang eingehen.


3.3.2 Spaltung

Die Welt der Borderline-PatientInnen ähnelt der des Kindes. Es gibt "gut" und "böse, "Helden" und "Bösewichter" und dazwischen nichts. Borderline-PatientInnen sind nicht in der Lage, die guten und schlechten Eigenschaften eines Menschen in einen beständigen Zusammenhang zu bringen. Dabei herrscht die Tendenz vor, die guten Seiten eines Menschen zu übersteigern, diesen Menschen zu idealisieren (da es nicht möglich ist, sie durch das Zulassen gleichzeitig vorhandener negativer Seiten zu relativieren).

Jedoch gilt auch die Umkehrung; negative Seiten werden überzeichnet, die gesamte Person abgewertet, weil es nicht möglich ist, positive Aspekte dieses Menschen als mäßigenden Faktor mit in das verinnerlichte Bild dieses Menschen einzubeziehen.

Die Spaltung in "gut" und "böse", ohne versöhnliche Mittelwerte ist der primäre Verteidigungsmechanismus dieser Menschen. Spaltung ist die starre Trennung positiver und negativer Gedanken sich selbst und anderen gegenüber, d.h. die Unfähigkeit, bei diesen Gefühlen sich oder einer anderen Person gegenüber zu einer Synthese zu kommen. Für die Borderline-Persönlichkeit ist es kennzeichnend, sich zwischen diesen Extremen hin- und herzubewegen, wobei sie den einen Gefühlszustand vergißt, wenn sie sich gerade im anderen befindet.


3.4. Charakteristiken der Borderline-Störung / Diagnostische Kriterien

Charakteristisch für eine Borderline-Persönlichkeit sind verschiedene Verhaltensmuster, die letztlich die Grundproblematik (mangelnde Selbstliebe, Spaltung als vorherrschende Abwehr) der Borderline-Persönlichkeiten widerspiegeln.

Nachfolgend sollen die Merkmale beschrieben werden, die nach dem DSM III R (Internationales Kategoriensystem psychischer Störungen) als Kriterien für die Diagnose Borderline-Störung aufgeführt sind.

Anzumerken ist, daß sie sich in einigen Punkten von den Kriterien Kernbergs unterscheiden, worauf jedoch an dieser Stelle nicht näher eingegangen werden soll; dies würde den Rahmen dieses Reports sprengen.

"Hauptmerkmal der Störung ist ein durchgängiges Muster von Instabilität hinsichtlich des Selbstbildes, der zwischenmenschlichen Beziehungen und der Stimmung. (...)

In fast allen Fällen tritt eine ausgeprägte und andauernde Identitätsstörung auf. Diese ist häufig massiv ausgeprägt und manifestiert sich in Form von Unsicherheit in den verschiedensten Lebensbereichen wie z.B. Selbstbild, der sexuellen Orientierung, den langfristigen Zielen und Berufswünschen in der Art der Freunde oder Partner oder in den persönlichen Wertvorstellungen. Der Betroffene empfindet diese Instabilität des Selbstbildes häufig als ein chronisches Gefühl der Leere oder Langeweile. (...)

Gewöhnlich zeigt sich eine affektive Instabilität. Diese Instabilität findet ihren Ausdruck in ausgeprägten Stimmungsänderungen der Grundstimmung zu Depression, Reizbarkeit oder Angst, wobei die Verstimmungen gewöhnlich einige Stunden, in seltenen Fällen, länger als einige Tage andauern. Weiterhin sind die Betroffenen häufig übermäßig zornig oder können ihren Zorn nicht kontrollieren, was häufig zu Wutausbrüchen oder Prügeleien führt. Sie neigen zu impulsiven Handlungen, insbesondere im Rahmen von Aktivitäten, die potentiell selbstschädigend sind, z.B. verschwenderisches Einkaufen, Mißbrauch psychotroper Substanzen, rücksichtsloses Fahren, wahlloser Geschlechtsverkehr, Ladendiebstahl und Freßanfälle.

Bei schweren Formen treten häufig wiederholte Selbstmorddrohungen- andeutungen oder -versuche oder andere selbstverstümmelnde Verhaltensweisen (...) auf".

(H.U. Wittchen, 1989, S. 418 f)

Weiterhin zeigt sich, daß die soziale Anpassung und die berufliche Leistungsfähigkeit oft erheblich eingeschränkt ist. Die Borderline-Störung ist eine anhaltende, nicht episodenhafte Störung. Von mehreren Autoren wird das Auftreten vorübergehender psychotischer Symptome beschrieben, die jedoch nur ein geringes Ausmaß erreichen oder nur von zeitlich kurzer Dauer sind.

Um die Diagnose Borderline-Persönlichkeitsstörung zu stellen, müssen (gem. DSM III R) fünf der folgenden acht Kriterien erfüllt sein:

1) Ein Muster von instabilen, aber intensiven zwischenmenschlichen Beziehungen, die sich durch einen Wechsel zwischen beiden Extremen der Überidealisierung und Abwertung auszeichnet;

2) Impulsivität bei mindestens zwei potentiell selbstschädigenden Aktivitäten, z.B. Geldausgeben, Sexualität, Substanzmißbrauch, Ladendiebstahl, rücksichtsloses Fahren und Freßanfälle (außer Suizid und Selbstverstümmelung siehe dazu 5.)

3) Instabilität im affektiven Bereich, z.B. ausgeprägte Stimmungsänderungen von der Grundstimmung zu Depression, Reizbarkeit oder Angst, wobei diese Zustände gewöhnlich einige Stunden oder, in seltenen Fällen, länger als einige Tage andauern;

4) Übermäßige, starke Wut oder Unfähigkeit die Wut zu kontrollieren, z.B. häufige Wutausbrüche, andauernde Wut oder Prügeleien;

5) Wiederholte Suiziddrohungen, -andeutungen oder -versuche oder andere selbstverstümmelnde Verhaltensweisen;

6) Ausgeprägte und andauernde Identitätsstörungen, die sich in Form von Unsicherheit in mindestens zwei der folgenden Lebensbereiche manifestieren; dem Selbstbild, der sexuellen Orientierung, den langfristigen Zielen oder Berufswünschen, in der Art der Freunde oder Partner oder in den persönlichen Wertvorstellungen;

7) Chronisches Gefühl der Leere oder Langeweile;

8) Verzweifeltes Bemühen, ein reales oder imaginäres Alleinsein zu verhindern (außer Suizid oder Selbstverstümmelung, siehe dazu 5)

Im DSM III R wird anhand der jeweiligen Kriterien zwar deutlich unterschieden zwischen der Borderline-Persönlichkeitsstörung und der narzißtischen Persönlichkeitsstörung, aber darauf hingewiesen, daß die Diagnose oft überlappend ist, ein und dieselbe Person sowohl als Borderline-Persönlichkeit als auch gleichzeitig als narzißtisch gestörte Persönlichkeit eingeordnet werden kann.

Erschwert wird die Diagnose insbesondere dadurch, daß die Borderline-Persönlichkeitsstörung gleichzeitig mit anderen Zustandsstörungen, z.B. Angst- oder Eßstörungen, Schlafstörungen etc., auftreten kann, oder die Person vordergründig einer Neurose aus dem Formenkreis der Abwehrneurosen zuzuordnen ist, erst bei sehr differenzierter Betrachtung eine Borderline-Störung zutage tritt. Die Borderline-Störung wird sozusagen von einer Abwehrneurose, z.B. Zwangsneurose, "ummantelt", die für die Borderline-PatientInnen dann durchaus stabilisierenden Charakter hat!


3.5. Fallschilderung

Wir möchten diese formalen Kriterien anhand einer Fallschilderung konkretisieren:

Petras Eltern hatten sich scheiden lassen, als sie noch ein Baby war. Bis zum 11. Lebensjahr wuchs sie bei ihrer Mutter auf, wobei sie häufig über mehrere Tage von ihrer Oma mütterlicherseits betreut wurde, da ihre Mutter Alkohol- und Tablettenabhängig war. Ab dem 12. Lebensjahr kam sie zu Verwandten, wo sie bis zum 18. Lebensjahr blieb.

Die Grundschule meisterte sie relativ problemlos, besuchte sogar das Gymnasium, das sie mit dem Abitur abschloß. Bereits mit 14 hatte sie eine Phase, in der sie relativ häufig im Übermaß Alkohol konsumierte, gelegentlich Haschisch rauchte, öfters Beruhigungsmittel nahm. Sie begann Soziologie zu studieren, konnte sich aber nie so recht mit ganzem Herzen für dieses Studium entscheiden, wählte dieses Studium, wie sie schildert, eher zufällig. Mit 21 bekam sie starke Depressionen und begann daraufhin eine Psychotherapie. Sie wurde als depressiv eingestuft und dementsprechend behandelt Während dieser Zeit versuchte sie drei Mal, sich mit einer Überdosis Medikamente das Leben zu nehmen.

Sie schildert, daß es immer wieder Zeiten gab, in denen sie sich regelrechten Freßgelagen hingab, kurz darauf extreme Fastenkuren einlegte.

Nach dem Abitur lebte sie eine Zeitlang in einem möblierten Zimmer, zog dann in ein Studentenwohnheim, von dort nach 5 Monaten in eine WG. Ständige Streitereien, bei denen sie, wie sie sagte, "regelrecht ausflippte" führten dazu, daß sie auszog und sich ein eigenes Zimmer suchte. Öfters fiel ihr, nach ihren Schilderungen, "die Decke auf den Kopf‘. Angst und Leere überfielen sie urplötzlich. Sie begann wieder Tabletten zu nehmen, konsumierte immer öfters große Mengen von Alkohol und Codein-Produkten. Ein Arzt hatte ihr bei einer starken Erkältung einmal Codein verschrieben, und sie hatte bemerkt, daß dieses, zusammen mit Alkohol genommen, eine für sie sehr angenehme, "wärmende und beruhigende" Wirkung hatte.

Persönliche Beziehungen zu Männern waren meist von kurzer Dauer; auf eine Phase "totaler Verliebtheit" folgte relativ schnell eine Serie intensiver Streitereien, wobei sie einmal in einem Wutausbruch mit einem Messer auf ihren damaligen Freund losgegangen war.

Von sich selbst erzählte sie, daß ihre Verhaltensweisen sie selbst verwirren würden, daß sie manchmal nicht wüßte wer sie sei, kein Gefühl für sich selbst hätte, nicht sagen könne, wer sie sei. Sie schilderte sich als "Gefäß, das innen eigentlich ganz leer ist", und von dem sie das Gefühl hätte, es füllen zu wollen, aber nichts zu finden, was dieses wirklich ausfüllen würde.


4.0 Zur Begleitung von Borderline-PatientInnen

Die Therapie von Borderline-PatientInnen erweist sich meist als sehr schwierig, ist oft von Rückschlägen und Beziehungsabbrüchen gekennzeichnet. Ein wichtiges Ziel ist eine Stufe zu erreichen, in der die PatientInnen die starre Trennung von "gut" und "böse" zumindest ein Stück weit überwinden können. Der Weg dorthin dauert in der Regel Jahre. Für den therapeutischen Umgang gibt es, je nach AutorIn, verschiedene Ansätze, verschiedene Empfehlungen, die das setting und das Verhalten der TherapeutInnen betreffen.

Für die Therapie von Borderline-PatientInnen hat Rhode-Dachser (1979) einige Kriterien aufgestellt, die sich auf eine Modifikation der klassischen Psychoanalyse beziehen, und die wir hier auszugsweise wiedergeben möchten, da einige Punkte nicht nur in der Therapie mit Borderline-PatientInnen, sondern z.B. auch in der Arbeit einer Beratungsstelle Beachtung finden können.

1.) Variables, den Bedürfnissen der PatientInnen angepaßtes setting; die klassisch analytische Form "liegend, auf der Couch"" hat sich für diese PatientInnengruppe nicht bewährt, insbesondere, da der visuelle Kontakt zum Therapeuten/zur Therapeutin nicht möglich ist, was diffuse Ängste auslösen kann, die die Therapie stark beeinträchtigen.

2.) Relativ schnelles Unterbrechen von Schweigepausen; hiermit sollen wenig Freiräume für Phantasien "was jetzt wohl gerade beim Therapeuten / bei der Therapeutin abläuft" gelassen werden.

3.) Wiederkehrende verbale Bestätigung, daß die Abstinenz des Therapeuten / der Therapeutin keine Ablehnung des Patienten / der Patientin bedeutet, wiederkehrende verbale Versicherung, daß der Therapeut / die Therapeutin die Integrität des Patienten / der Patientin respektiert

4.) Deutungen sollen zunächst auf die Verbesserung des Realitätsbezuges der PatientInnen zielen, Deutung der pathologischen Abwehrmechanismen in ihrer destruktiven Auswirkung auf diesen Realitätsbezug.

5.) Offenes Mitteilen von Gegenübertragungsgefühlen, durch die der Therapeut / die Therapeutin, damit er / sie für die PatientInnen als eigenständiges Individuum erlebbar wird. Richtigstellung der verzerrten, oft paranoid getönten Wahrnehmung der Person des Therapeuten / der Therapeutin.

6.) Wiederkehrende Bestätigung der grundsätzlichen Liebesfähigkeit der Patientinnen. (Auszugsweise aus: R. Adler, 1968, S. 234 f)

Kreismann und Straus (1992) sehen als geeignete Therapieformen nahezu alle zugelassenen Therapieformen an, wobei sie diejenigen Therapieverfahren als weniger günstig einstufen (z.B. Hypnotherapie), bei denen z.B. durch Trance-artige Zustände latent vorhandene Psychosen aktiviert werden können, zu denen Borderline-PatientInnen wohl durchaus neigen.

Von MitarbeiterInnen des Comprehensive Treatment Unit am Samt John‘s Mercy Medical Center in St. Louis wurde speziell für Borderline-PatientInnen ein strukturierter Kommunikationsrahmen entwickelt, den wir hier abschließend kurz vorstellen möchten, und der ausführlich in der Arbeit von Kreismann und Straus (1992), auch mit Beispielen, vorgestellt, wird. Er eignet sich nach unserer Erfahrung ganz gut, um z.B. im Rahmen einer Beratungsstelle mit Borderline-PatientInnen umzugehen.


4.1. Die SET Kommunikation

SET steht für Support (Unterstützung), Empathy (Mitgefühl), Truth (Wahrheit). Will man sich mit destruktivem Verhalten der PatientInnen auseinandersetzen, sollen wichtige Entscheidungen getroffen werden, oder auch in Krisensituationen sollte die Interaktion mit Borderline-PatientInnen alle drei Elemente beinhalten.

Die S-Stufe dieses Systems, die Unterstützung, beinhaltet eine persönliche Stellungnahme, die Sorge ausdrückt. Die Betonung liegt dabei auf den Gefühlen des Sprechenden, und ist ein persönliches Bekenntnis, helfen zu wollen. Wichtig dabei ist, das es um das echt empfundene Gefühl der TherapeutInnen geht, so daß nicht ausgedrückt wird, was eigentlich gar nicht ist. Dies setzt ein wirkliches Betroffensein voraus.

Ein Beispiel wäre: "Ich mache mir wirklich Gedanken um Dich!"

Mit dem E-Teil (Mitgefühl) wird versucht, die oft chaotischen Gefühle der BorderlinePatientInnen anzuerkennen. Das Mitgefühl sollte möglichst neutral ausgedrückt werden und möglichst wenig Bezug auf die eigenen Gefühle der TherapeutInnen nehmen. Mitgefühl sollte nicht mit Mitleid verwechselt werden.

Beispiel: "Du mußt Dich wirklich schrecklich fühlen".

Sätze wie: "Du tust mir leid...", können leicht zu einem Zornesausbruch führen, da sich die Betroffenen herablassend behandelt fühlen.

"Ich weiß genau, wie schlecht Du Dich fühlst" rufen leicht die spöttische Antwort hervor, daß das ja gar nicht stimme, was zu einer Verstärkung des Konfliktes führen kann.

Die T-Aussage, die die Wahrheit bzw. Realität repräsentiert, betont, daß die Borderline-Persönlichkeit zu guter letzt für ihr Leben selbst verantwortlich ist, und daß die Hilfeversuche anderer den PatientInnen diese Eigenverantwortung nicht abnehmen können.

z.B. "Das ist geschehen..." oder: "So sehen die Folgen aus..." bzw. "Das kann ich dazu beitragen..."

Es würde zu weit führen, hier tiefer in diese Kommunikationsregeln einzusteigen, wir möchten hier der Einfachheit halber auf die entsprechende Literatur verweisen. (Kreismann u. Straus, 1992, S. 147-172)

Es ist wichtig, gerade im persönlichen Kontakt mit Borderline-PatientInnen möglichst nah am eigenen Gefühl zu bleiben und dennoch sehr konzentriert beim Gegenüber zu sein. Als sehr hilfreich kann empfunden werden, wenn es gelingt, am Gegenüber etwas Liebenswertes zu entdecken, was als inneres Bild dienen kann, an das man sich erinnern kann, gerade im Fall von Wut- und Zornausbrüchen des Gegenübers.


5.0 Schlußwort

Auch wir "normalen Menschen" leben in einer Welt, die meist in "gut" und "böse", in "schwarz" und "weiß" gespalten ist.

Die Welt der Borderline-Persönlichkeit ist also gar nicht so weit weg von unserer "normalen" Welt. All zu schnell sind auch wir versucht, unzulässig zu vereinfachen, das Verhalten eines Menschen, einer Bevölkerungsgruppe als grundsätzlich falsch oder gar bösartig zu verurteilen. Meist, weil es schwer fällt, uns mit den Anteilen in uns auseinanderzusetzen, die wir - ungelebt und ungeliebt - selbst verachten und die von anderen Menschen repräsentiert werden.

Es geht somit auch darum, unser eigenes "Schwarz-Weiß-Denken" zu hinterfragen und so auch fähiger zu werden, Menschen mit andere Wertvorstellungen oder anderen Lebensformen besser zu akzeptieren.


6.0 Anmerkungen

1)

Kernberg grenzt die Borderline-Störung gegenüber den Neurosen einerseits und Psychosen andererseits ab. Der Unterschied zwischen narzißtischen Persönlichkeitsstörungen ( als eine Form des Kreises der Neurosen) und Borderline-Störungen besteht für ihn darin, daß die narzißtisch gestörten Persönlichkeiten für ihn ein deutlich kohärenteres SELBST besitzen, als dies bei Borderline-Persönlichkeiten zutrifft. Nach seiner Auffassung kann zwischen einer Borderline-Störung im eigentlichen Sinne (borderline lower level) einerseits und einer Borderline-Persönlichkeit mit stark narzißtischen Anteilen (borderline higher level) unterschieden werden. Personen des Formenkreises "higher level" sind i.A. sozial stabiler, da ihnen, paradoxerweise, der große Anteil an pathologischem Narzißmus mehr Stabilität innerhalb des sozialen Gefüges gibt, als dies bei den lower-borderline-Persönlichkeiten der Fall ist

(Kernberg, 1975)

2)

In der Gestalttherapie wird narzißtisches Verhalten als "Egotismus" bezeichnet. Die Störung ist dadurch gekennzeichnet, daß der Kontaktzyklus Vorkontakt-Hauptkontakt-Nachkontakt zwar durchlaufen wird, in der Nachkontaktphase kommt es jedoch nicht zur Assimilation des im Kontakt Erfahrenen. Die im Kontakt gemachten Erfahrungen werden nicht in das SELBST (hier im Sinnen der Gestalttherapie!) aufgenommen.


7.0 Literatur

Adler, R, u.a. (Hrsg.); Psychosomatische Medizin; Urban und Schwarzenberg, München-Wien-Baltimore, 1986

Battegay, R., u.a.. (Hrsg.); Handwörterbuch der Psychiatrie; Enke, Stuttgart, 1984

Deutsch, H. (1934); Uber einen Typus der Pseudoaffektivität; Veröffentlicht in engl. Sprache in: Psychoanalytic Quarterly, 11, 5. 301 - 321, 1942

Erikson, E.H. (1956); Das Problem der Identität; In: Identität und Lebenszyklus; S. 123 - 212, Suhrkamp, Frankfurt, 1966

Jacobson, E. (1964); Das Selbst und die Welt der Objekte; Suhrkamp, Frankfurt, 1973

Kernberg, O.F. (1975); Borderline-Störungen und pathologischer Narzißmus; Suhrkamp, Frankfurt a. M., 1979

Klein, M. (1946); Bemerkungen über einige schizoide Mechanismen. In: Klein, M.: Das Seelenleben des Kleinkindes; S. 101 - 126, Klett, Stuttgart, 1962

Kohut, H. (1968); Die psychoanalytische Behandlung narzißtischer Persönlichkeitsstörungen, Psyche, 23, S. 321 -248,1969

Kohut, H. Narzißmus - Eine Theorie der Behandlung narzißtischer Persönlichkeitsstörungen; Suhrkamp, Frankfurt, 1973

Kreismann, J.J.; Straus, H.; Ich hasse dich - verlaß‘ mich nicht; Kösel, Kempten, 1992

Mahler, M.S., u.a.; Die psychische Geburt des Menschen; Fischer, Frankfurt a. M., 1978

Masterson, J. F.; Psychotherapie bei Borderline-Patienten; Klett-Cotta, Stuttgart, 1980

Rhode- Dachser, Ch; Das Borderline-Syndrom; Huber, Bern-Stuttgart-Wien, 1979

Stern, A.; Psychoanalytic Investigation of Therapy in the Border Line Group of Neuroses; The Psychoanalytic Quarterly 7, S. 467 - 489, 1938

Wittchen, H. U., u.a.; Diagnostisches und Statistisches Manual Psychischer Störungen DSM III R; Belz, Weinheim und Basel, 1989

Autor: Andreas Gruber, Freiburg

 

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von Micha, 21.04.2012 00:14 Uhr · Teilen · Kommentieren · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!

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