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Aspekte bei der Gewalt von und an Frauen, Männern und Kindern

COntRA Gewalt gegen Frauen

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Brauchst Du Hilfe?

Ganz wichtig: Egal, was Dir widerfahren ist - Du bist nicht daran schuld! In akuten Gefahrenlagen für Leib und Leben zögere niemals, direkt den Notruf 110 zu wählen! Ansonsten gebe einfach die Postleitzahl (im Moment nur Deutschland) ein und lasse Dir Beratungs- und Hilfsorganisationen in Deiner Nähe anzeigen:


(Achtung: Durch die Rechtssprechung wird es auch für Männer angewandt!)

Physische, psychische und sexuelle Gewalt gehören in unserer Gesellschaft zum Alltag. Die Täter gehören meist zum engen Familienkreis - sind Ehepartner, Onkel / Tante, Großeltern oder Bekannte; d.h. die Gewalt findet im sozialen Nahraum der Opfer, hinter verschlossenen Türen und der Fassade „heile Familie“ statt.

Scham, Schuldgefühle und Angst vor den Misshandelnden machen es den Opfern oftmals unmöglich, sich Hilfe von außen zu holen, um den Kreislauf der Gewalt zu durchbrechen.

Hinzu kommt, dass viele Opfer ihre rechtlichen Möglichkeiten und bestehende Hilfsangebote ihres Wohnortes nicht kennen.

Gewalt im häuslichen Bereich ist strafbar, unabhängig, in welcher Beziehung Sie zum Gewalttäter stehen! Sie und die Kinder haben ein Recht auf Schutz durch den Staat!

Es besteht das Recht, Anzeige gegen den Täter / die Täterin zu erstatten. Die BeamtInnen der Polizei, der Staatsanwaltschaft und das Amtsgericht sind verpflichtet, die Anzeige aufzunehmen und zu protokollieren.

Sie haben das Recht darauf, rücksichtsvoll und glaubwürdig als Opfer einer Straftat behandelt zu werden.

Als Frau können Sie verlangen, dass eine Beamtin die Zeugenvernehmung durchführt; als Mann steht Ihnen ebenso die Vernehmung durch einen Polizeibeamten zu. Die Polizei versucht in den Dienstplänen abzusichern, dass immer auch weibliche Beamte im Dienst sind. Sie können sich von einer Person Ihres Vertrauens, z. B. einem Freund / einer Freundin zur Zeugenvernehmung begleiten lassen.

(Hinweis: Je genauer die Aussage bei der Zeugenvernehmung, um so weniger Fragen sind vor Gericht offen!)

Sie haben die Möglichkeit, für die Kosten des Prozesses und der RechtsanwältIn Prozesskostenhilfe (PKH) zu beantragen.

Wenn Sie es wünschen, können Sie bei der Zeugenvernehmung und im Strafprozess von Ihrem Recht Gebrauch machen, nicht gegen nahe Angehörige auszusagen.

Viele Frauen erstatten Anzeige und ziehen diese kurze Zeit später wieder zurück. Die Begründung dafür liegt meist darin, dass sie entweder vom Gewalttäter massiv unter Druck gesetzt oder mit falschen Versprechungen („Ich tue es auch nie wieder ...“) dazu animiert werden.

Leider stellt sich sehr häufig heraus, dass es der falsche Weg war, den das Opfer gegangen ist. Schon in Kürze sind die Beamten wieder vor Ort, weil es erneut zu Misshandlungen gekommen ist. Ein Kreislauf?

Nicht mehr überall!

Einige Bundesländer arbeiten jetzt nach „CORA“ und sind verpflichtet, Anzeige von Amts wegen aufzunehmen. Diese ist unabhängig vom Opfer und somit kann das Opfer sie auch nicht zurück ziehen; das heißt:

· Dem Täter / Der Täterin kann der Zutritt der gemeinsamen Wohnung vorerst untersagt werden. Sofern sie nicht bei Bekannten/Verwandten unterkommen können, werden sie an Obdachlosenheime u.ä. verwiesen.

· Eine Strafverfolgung findet statt, auch wenn das Opfer keine Anzeige aufgegeben hat.

· Der Kreislauf der Gewalt wird unterbrochen.

CORA beruft sich auf das Legalitätsprinzip (§ 163 (1) STPO), womit gewährleistet ist, dass es sowohl auf männliche als auch auf weibliche Täter zutrifft.

Sobald der Staatsanwalt von einer Straftat erfährt, prüft er, ob ein öffentliches Interesse an der Verfolgung von Amts wegen besteht.

Die Ermittlungen können gegen den Willen der/des Verletzten durchgeführt werden.

Frauen als Täterinnen

Bis zu zehn Prozent aller sexuellen Übergriffe auf Kinder und Jugendliche werden von Frauen begangen.

Auch für Frauen gibt es kein eindeutiges Täterinnenprofil. Sie kommen aus allen sozialen Schichten, aus jeder Altersgruppe und zeigen keine besonderen Auffälligkeiten. Täterinnen können u.a. Mütter, Schwestern, Nonnen, Tanten, Lehrerinnen, Sozialarbeiterinnen, Babysitterinnen, Kindergärtnerinnen sein.

Frauen haben durch Fürsorge und Kinderpflege viel mehr Möglichkeiten, sexuellen Missbrauch zu tarnen. Ihnen wird traditionell mehr Körperkontakt mit Kindern zugestanden als Männern. Oftmals widmen sie ihr ganzes Leben der Betreuung von Kindern (z.B. als Nachbarin, Verwandte, Pädagogin). Sie verstecken sich hinter der „Maske der aufopfernden Helferin“ und befriedigen ihre sexuellen Bedürfnisse als z.B. „Pflege“ kaschierten Missbrauch.

Die Strategien der Täterinnen gleichen ebenfalls denen der männlichen Täter. Sie drohen Kindern u.a. mit Selbstmord, Tod eines nahe stehenden Menschen oder Haustieres, mit Liebesentzug, Strafe und Schlägen, um sie gefügig zu machen und ihren Widerstand zu brechen.

Kinder werden von Täterinnen festgehalten, während sie von Dritten missbraucht werden.

Frauen sind häufig Mehrfachtäterinnen; d.h. sie missbrauchen zwei und mehr Kinder.

Drei Profile von missbrauchenden Frauen werden unterschieden:

„Teacher/Lover“ - Missbrauch durch Verführung

Diese Täterinnen beschäftigen sich vorwiegend mit heranwachsenden Jungen. Sie geben vor, ihn „zum Mann zu machen“. Viele dieser Frauen wurden selbst von erwachsenen Partnern misshandelt. Sie suchen Beziehungen zu Männern, die nicht verletzen. Gewalt ist in solchen Beziehungen selten.

Prädisponierte Täterinnen

Sie handeln allein. Die Opfer sind meist ihre eigenen Kinder. Aggressive Methoden können angewendet werden, um sie gefügig zu machen. Dem Kind wird suggeriert, es sei selbst schuld. Viele Täterinnen haben selbst Missbrauch erlebt.

Von Männern gezwungene Täterinnen

Sie werden oft von Partnern „angeleitet“; manche führen den Missbrauch allein weiter. Im Beisein von Männern kann es zu extremen Verletzungen von Kind oder Mutter kommen.

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von Micha, 21.04.2012 10:25 Uhr · Teilen · Kommentieren · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!

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