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Warum es so schwer ist Betroffene zu sein...

Der Brief einer Betroffenen

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Mich kotzt es an, dass Menschen meinen, die aber nicht Betroffen sind.. mir vorschreiben zu wollen, was ich fühle! Oder für Betroffene reden und jegliche andere Meinung einfach, nicht gelten lassen! Also bin ich dadurch schon entmündigt, weil ich Betroffene bin?! Ich darf nicht glücklich sein, weil ich Betroffene bin - mit welchen Recht, können diese Menschen sich so etwas heraus nehmen!

Ich bin auf meine Art glücklich! Die lasse ich mir auch nicht nehmen! Und ich wehre mich einfach sehr dagegen, dass ich Lebenslänglich habe, wird ja immer so geschrieben, Opfer haben lebenslänglich! Irrtum, klar haben Betroffene ihr Leben lang damit zu tun, dass es immer Erinnerungen gibt. Ja, aber - wenn andere hingehen und für das Opfer sprechen, werden sie automatisch wieder zurück gedrängt in die Rolle des Opfers, weil es wird über sie geschrieben, ohne sie wirklich anzuhören! Es wird vorgeschrieben, was sie denken oder fühlen! Ich bin damit nicht konform! Auch wenn ich eine Betroffene bin, mag ich es nicht, wenn man über mich redet als Opfer! Ich bin kein Opfer mehr, ich bin lediglich eine Betroffene und habe gelernt, damit zu leben. Auch als ein Opfer / Betroffene kann ich schweinische Witze machen! Was spricht dagegen? Ich bin ein Mensch und ich liebe Humor, ob er jetzt schweinisch ist oder nicht, das ist doch egal! Ich bin dadurch doch nicht aus dem Leben raus! Was aber oft "verlangt" wird , dass Opfer sowas nicht dürfen! Ich meine jetzt nicht Menschen die hier sind... oder die ich in der Freundesliste habe, weil da sind auch Betroffene sehr witzig.. die machen einfach mit! Was klasse ist!

Was ich eher meine ist , wenn man sich in einer Gruppe bewegt .. und gibst dich als Betroffene zu bekennen.. oft habe ich dann gehört, dann bist du kein richtiges Opfer! Stimmt, weil ich kein Opfer mehr bin, aber das was verlangt wird, das ich dann in Duckmäusertum mir alles gefallen lassen.. mache ich nicht! Deshalb werde ich als Betroffene angezweifelt, weil ich ich die Klappe aufreissen kann!

Ich wurde selbst als Kinderficker betitelt, nur weil ich nicht in die Rolle passe, als Opfer! Warum maßen sich Menschen an, sowas zu behaupten, haben keine Ahnung, aber meinen wie Opfer reagieren müssen! Bist du als Betroffene stark, warst du niemals Opfer, was Schwachsinn ist! Ganz stark ist es das Umfeld in dem man sich bewegt, ob du wieder Opfer wirst oder als Betroffene angesehen wirst! Das ist ein großer Unterschied!

Selbst Therapeuten schaffen den Unterschied nicht! Traurig aber wahr! Meine vorherige Therapeutin hat mir gesagt.. wortwörtlich, sie schaffen es nie!!!!! Das was sie erlebt haben ist nicht zu verarbeiten! Komisch, aber ich verarbeite! Ich wäre zu stark traumatisiert worden! Und sollte froh sein das ich überhaupt noch lebe! Mag aus ihrer Sichtweise richtig gewesen sein, aber es stimmt nicht! Fakt ist das sie es nicht mehr aushielt was ich erlebt habe! Das hat sie mir aber erst viel später gesagt.

Laut ihr, brauche ich ein Lebenlang eine Therapie. Kann sein, weiß ich nicht genau.

Was ich allerdings sagen kann, seitdem offen darüber sprechen darf, das ich Betroffene bin, geht es mir nicht besser, nein. Aber eine Last ist weg gefallen, ich muss mich nicht mehr verstecken! Darf drüber reden! Ist wie coming out!

Den Kontakt zur Familie habe ich schon seit einen Jahr abgebrochen, mir geht es gut damit! Ich bin froh darüber! Meine Mutter Mittäterin nicht mehr zu sehen, oder Kontakt zu ihr zu haben. Schwester habe ich auch nicht mehr gesehen, Schwager, Neffe und Nichte auch nicht! Wenn dann nur zufällig und da bin denen aus den Weg gegangen. Weil meine Mutter mich wieder schweigen lassen wollte.. ich durfte nichts sagen... sie weiß es.. was passiert ist.. hat es gesehen.. brachte mich ins Krankenhaus.. da wurde ich versorgt ....... stopp

Auch passend zum Thema: Das Wort zum Sonntag - Missbrauchsopfer haben kein Leben mehr

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von Strandi, 25.06.2012 03:18 Uhr · Teilen · Kommentieren · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!

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