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Gegen die Waffen einer 14-Jährigen sind selbst die Kugeln nutzlos

Taliban-Terroristen gegen Malala Yousafzai

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Taliban-Terroristen gegen Malala Yousafzai

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Die Taliban führen Krieg - gegen die 14-jährige pakistanische Schülerin Malala Yousafzai - einen für die Taliban aussichtslosen Kampf. Am 9. Oktober 2012 wurde das Mädchen dabei schwer verletzt, von je einer Kugel in Hals und Kopf getroffen und nach einer Notoperation inzwischen wieder ausser Lebensgefahr. Eine Mitschülerin wurde bei diesem Anschlag ebenfalls getroffen. Es war ein Attentat der Taliban, wie man es sonst nur gegen "echte" Gegner kannte, doch Malala Yousafzai wurde ihnen jetzt schon zu gefährlich. Spätestens mit diesem Attentat hat sie aber gesiegt: über die Herzen der gesamten Welt!

Malala Yousafzai wurde in Pakistan zu einer Berühmtheit, als sie im vergangenen Dezember vom damaligen Regierungschef Yousuf Raza Gilani für ihr Engagement für das Recht auf Bildung von Mädchen mit dem nationalen Friedenspreis ausgezeichnet wurde, den die Regierung erstmalig vergab.

Das Swat-Tal, nur 150 Kilometer von der Hauptstadt Islamabad entfernt, war bis zu einer Militäroffensive im Frühjahr 2009 in der Hand der Taliban. Die Extremisten wollten damals eine Herrschaft in der Region nach den Regeln des Islam durchsetzen, sie verboten Musik und Filme, Friseursalons wurden geschlossen, Menschen, die den Taliban nicht passten, wurden öffentlich hingerichtet.

Malala Yousafzai, damals neun Jahre alt, erlebte, wie sie und ihre Freundinnen plötzlich nicht mehr zur Schule gehen durften - nur weil sie Mädchen waren. Sie begann, sich für die Rechte von Mädchen zu engagieren, trat zunächst bei kleineren öffentlichen Veranstaltungen auf und forderte, wieder zur Schule gehen zu dürfen, später dann auch vor größerem Publikum. Malala weigerte sich, ihren Körper zu verhüllen. Sie trug weiterhin ihre normale Kleidung, versteckte Bücher unter einem Tuch und ging nach wie vor zur Schule.

Nach Angaben von Regierung und Militär gilt das Swat-Tal seit Herbst 2009, nach Beendigung der Militäroperation, als "befreit" von Taliban. Tatsächlich aber ist die Region nach wie vor durchsetzt von Extremisten, immer wieder kommt es zu Anschlägen. Führende Taliban-Kommandeure sind aus der Region geflohen, aber der Armee ist es nicht gelungen, sie festzunehmen oder zu töten. Während des Krieges waren insgesamt mehr als zwei Millionen Menschen auf der Flucht.

Aus eben dieser Region berichtete Malala Yousafzai in einem Blog der BBC. Sie schrieb über die Explosionen, die sie hörte, über die Körper, die in den Straßen lagen und über die Plünderungen der vermeintlich so gottesfürchtigen Männer. Später, nach dem Vorgehen der pakistanischen Armee, wurde sie zur Sprecherin des Kinderparlaments im Swat-Tal gewählt, das sich für die Rechte von Kindern einsetzt. Ihre Familie, berichtete das Mädchen damals, habe sie immer unterstützt.

Doch ihr Leben war in Gefahr. Die Taliban warnten sie, die damals noch Neunjährige, über ihren eigenen Sender, den sie im Swat-Tal betrieben, sie solle endlich schweigen. Der Friedenspreis brachte sie erneut ins Visier der Extremisten: Anfang dieses Jahres sagte ein Sprecher der pakistanischen Extremisten zu Journalisten, Malala Yousafzai sei auf ihrer Liste, weil sie "im Interesse des Westens" agiere und "sich für eine säkulare Herrschaft im Swat-Tal" einsetze.

Das 14-jährige Mädchen Malala Yousufzai, Ziel eines Attentats der Taliban
Das 14-jährige Mädchen Malala Yousafzai, Ziel eines Attentats der Taliban

Nach dem Attentat ordnete Pakistans Premierminister Raja Ashraf Pervez an, dass die Verletzten zur optimalen Versorgung per Hubschrauber in ein Krankenhaus nach Peschawar geflogen werden sollten. In Mingora, Heimat der Mädchen und Nachbarstadt von Saidu Sharif, versammelten sich mehrere Menschen, um Blut für die Mädchen zu spenden.

Malala Yousafzai wurde inzwischen in eine Klinik nach England gebracht, wo sie weiter behandelt wird. Menschen in aller Welt wünschen ihr eine gute Genesung.

Update 21.12.2012

Malala Yousafzai vorgeschlagen für den Kinder-FriedensnobelpreisAbgesehen von einer Namenskorrektur, das junge Mädchen heisst Malala Yousafzai und nicht wie anfänglich falsch wiedergegeben Malala Yousufzai, so ist inzwischen zu vernehmen, daß sie offiziell für den Friedensnobelpreis für Kinder vorgeschlagen wurde.

Inzwischen mehr als 270.000 Unterschriften fordern dazu auf, dass Malala Yousafzai für diesen Preis norminiert wird. Bei change.org kann jeder an der Petition teilnehmen.

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von Micha, 18.10.2012 00:00 Uhr · Teilen · Kommentieren · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!

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