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Zahlreiche Organisationen, Vereine, Gruppen und Aktivisten wurden nach monatelangem Kampf endlich belohnt

NPD-Aktion Keine Gnade für Kinderschänder auf Facebook gelöscht

Zahlreiche Organisationen, Vereine, Gruppen und Aktivisten wurden nach monatelangem Kampf endlich belohnt

NPD-Aktion Keine Gnade für Kinderschänder auf Facebook gelöscht

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Die Facebook-Aktionsseite "Keine Gnade für Kinderschänder" der rechtsextremen NPD-Gefolgschaft war schon viel zu lang im Netz. Sie diente ausschliesslich dem Zweck, als Symphatieträger neue Wähler für die Nationaldemokratische Partei Deutschlands zu gewinnen und machte dies auf eine besonders perfide Weise: Durch Mißbrauch mit dem (Kindes-) Mißbrauch. Jetzt wurde diese Seite am frühen Nachmittag des 7. November 2011 endlich gelöscht!

Unter dem Vorwand sich für die Belange der Opfer von sexuellem Mißbrauch einzusetzen, gelang letztlich den Administratoren, die sich in der Anonymität verborgen immer sicher fühlten, zuletzt über 77.000 "Fans" für die NPD-Aktivitäten zu gewinnen. Selbstverständlich sind diese Fans nicht automatisch auch NPD-Wähler, aber boten doch mit ihren eigenen Pinwänden auf Facebook mit jedem "Like" und jedem Kommentar eine schon unheimliche Verbreitung ihrer Ideologien. Diese wechselten ständig je nach zeitlichen Notwendigkeiten und der Stimmung auf der Fan-Page der NPD: Rufe nach Wiedereinführung der Todesstrafe, Aufrufe zur Selbstjustiz inkl. Erhebung der verurteilten Mörderin Marianne Bachmeier zu einer Heldin, immer wieder vermischt mit Haß gegen Ausländer und insbesondere muslimische Mitbürger, programmatisches Posten von Rechtsrock-Liedern wechselte sich zu gegebenen Zeiten ab mit politischer Wahlpropaganda der NPD-Funktionäre. Selbst was die Frage "Soll der Euro in Deutschland abgeschafft werden" im entferntesten mit Kinderschutz zu tun haben soll konnte nie geklärt werden.

"Keine Gnade für Kinderschänder" fiel besonders dadurch auf, daß nicht konforme Meinungen umgehend gelöscht wurden. Zuletzt machten die Administratoren noch Schlagzeilen, weil sie unerwünschte Verlinkungen auf Webseiten von Kinderschutz-Vereinen uind -Organisationen postete und damit einen seriösen Anstrich geben wollten. Die Vereine hatten danach alle Hände voll zu tun, um die Verlinkungen wieder entfernt zu bekommen und sich ausdrücklich von jeglicher Nähe zu der NPD zu distanzieren.

Aber zahlreiche Organisationen, Vereine sowie Gruppen und Aktivisten auf Facebook kämpften monatelang und unermüdlich darum, daß Facebook diese Seite endlich löschen möge. Die Vereine "Laut gegen Nazis e.V." genauso wie "Regenbogenwald - Hilfe zur Selbsthilfe e.V. i.G." hatten zwar völlig unterschiedliche Motivationen, sind aber zusammen mit vielen Interessengruppen auf Facebook völlig einig: rechtsextreme Propaganda hat in Social-Networks wie Facebook nichts zu suchen!

Der Verein Regenbogenwald befasst sich vor allem aus der Sicht der Opfer sexuellen Mißbrauchs mit solchen rechtsextremen Aktionsseiten. "Es kann nicht sein, daß die Mißbrauchsopfer für solche Zwecke erneut mißbraucht werden. Kinder- und Opferschutz in der Hand von Rechtsextremen, denen es letztlich sowieso nur um die 'etnische Reinheit des Deutschen Volkes' geht, ist ein absolutes No-Go!", ist die Grundhaltung des erst jüngst gegründeten Vereins, dessen Internet-Projekt aber schon seit über 10 Jahren im Netz aktiv ist. "Wenn Opfer sexuellen Mißbrauchs zudem systematisch von den Rechtsradikalen zum Schweigen gebracht werden, die NPD sich bis heute nicht einmal von den Verbrechen an Kindern, Jugendlichen und Frauen in der NS-Zeit zu distanzieren vermag, dann fehlt denen auch jegliche moralische Legitimation dazu!". In einem Offenen Brief an Facebook, der pünktlich zum Weltkindertag am 20.09.2011 zugestellt wurde, verlieh der Regenbogenwald den Forderungen zur Löschung der Seite "Keine Gnade für Kinderschänder" sowie Vorkehrungen seitens Facebook zu treffen, damit ein solcher Mißbrauch wie durch die rechtsextreme NPD zukünftig zu unterbinden ist, besonderen Nachdruck. Knapp 6 Wochen später hat dies nun wohl Auswirkungen gezeigt.

"Laut gegen Nazis" hingegen engagiert sich gegen jegliches rechte Gedankengut im Netz und setzt sich erfolgreich für die Löschung rechtsextremer Profile und Symbole im Social-Network ein. Schon allein aus dieser Sichtweise war die NPD-Aktionsseite "Keine Gnade für Kinderschänder" schon immer ein Dorn im Auge.

Zeit zum Ausruhen gibt es nicht: Die jetzt gelöschte Fanpage auf Facebook war zwar die mit Abstand größte Seite ihrer Art, aber es gibt noch unzählige "Abkömmlinge" davon.

Quelle: von Micha

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von Micha, 08.11.2011 08:23 Uhr · Teilen · Kommentieren · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!

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