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Regenbogenwald-Blog


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Schlagwort: Reorientierung


der Triebwagenführer, das große Bild und unser Regal


Wir saßen in einem überhitzten Abteil auf dem Weg vom Praktikumsort nach Hause, als der Triebwagenführer vorbei kam. Die Klimaanlagen sind ausgefallen, lasst die Fenster zu, Kinderwagen werden an die dafür vorgesehenen Plätze gestellt, Füße vom Sitz. Sein sächsischer Dialekt richtete mir den Rücken auf.
Wir sind 32 Jahre alt. Die DDR haben wir nie bewusst erlebt. Aber ihre Hinterbliebenen. Und das sind oft Menschen wie dieser Triebwagenführer gewesen. Allzeit bereit.
Mit ihnen geht es mir wie mit Leuten aus Brandenburg und Berlin: Ich weiß nie, ob sie mich gerade anscheißen oder herzlich anknuffen. Vorschriften sind ein Muss, menschliche Gesten daneben aber auch.
So kam es, dass wir alles über die Klimaanlage erfuhren, dass es Zugbegleiter gab und dass er sich darum kümmerte, es so erträglich wie möglich für alle zu machen.
Am nächsten größeren Bahnhof gab es eine Zugwechselaktion. Dort war nur noch ein Abteil überhitzt, eine Notfallflasche kaltes Waser wurde besorgt. Für Fahrgäste, die es brauchen. Das erzählte der Triebwagenführer nachdem er allen Fahrgäst_innen und seinen Zugbegleitern für ihre Zusammenarbeit bei der Aktion gedankt hatte und erneut sagte, da...

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Kategorie: Ein Blog von Vielen
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von EinBlogVonVielen, 05. Juli 2018 um 11:45 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



von Freiräumen und der Frage, was man mit der Vergangenheit macht


Es ist ein bisschen so, als würde man Muskeln ansteuern, die noch gar nicht da sind, als die Therapeutin fragt: “Geht es ein bisschen darum, was sie damit machen? Mit ihrer rituellen Vergangenheit..?”.
Ich weiß, worum es geht. Weiß, es ist die Dissoziation, die mir alles Gesagte, Mit.geteilte und Erinnerte in dieser Stunde fremd und fern erscheinen lässt. Weiß, es geht um mich. Weiß, es geht um meine Vergangenheit.
Aber ja: Ich weiß nicht, was ich damit anfangen soll.
Was soll ich denn auch anfangen mit einem Tier, das um sich beißt. Mit einem Kind, dass blind vor Panik an Türen kratzt. Mit einem Selbst, das weder Ich noch Nichtich ist. Mit Innens, für die alles außerhalb dieses einen Ists nichts außer Lug und Trug ist.
So eine Truppe ist der Stoff aus dem abgefahrene Road-Trip-Filme sind, aber mein Leben hat keine Räume für sie.
Wir bemühen uns allgemein darum allen Innens ihre Räume zu geben und zu lassen.
Bei uns meint das nicht, dass wir schauen, dass alle von uns ihre Außenzeit haben oder bestimmte Dinge haben dürfen – es meint eher, dass wir soziale wie asoziale Räume schaffen und freihalten, in denen es nicht zwingend ist, dass ausschließlich...

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von EinBlogVonVielen, 06. Juni 2018 um 12:04 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



note on: der Polizei die Bilder der eigenen Gewalterfahrung zugänglich machen?


Die Dokumentation von sexualisierter Gewalt am eigenen Körper, an der eigenen Seele, der Polizei übergeben, um in geschlossene Foren einzudringen und Mit.Täter_innen so ausfindig zu machen.
Das ist ein Vorschlag, den Ingo Fock, Vorsitzender von “ gegen Missbrauch e.V. ” kürzlich in einer Live-Diskussion mit der hessischen Justizministerin Eva Kühne-Hörmann aufbrachte und auch in einem Interview im Infoportal Rituelle Gewalt besprach.
Im Folgenden möchte ich beschreiben, wie ich das sehe.
Grundsätzlich: Auch Menschen, deren Gewalterfahrungen gefilmt, fotografiert, schriftlich beschrieben oder sonst wie dokumentiert wurden, haben Persönlichkeitsrechte an dem Material. Schon deshalb ist die Verbreitung von solchen Medien ein weiterer Gewaltakt, der den Gewalterfahrenen angetan wird.
Für mich: Völlig unabhängig davon, wer sie dann zu sehen bekommt.
Es stellt mich bereits vor eine enorme Hürde damit umzugehen, dass sich in meiner Therapeutin unweigerlich Bilder von mir in diesem Körper, in der von mir geschilderten Situation, entwickeln. So funktionieren Gehirne und weder ich noch sie können etwas dagegen tun.
Was wir tun können ist, diese Bilder zu ent...

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von EinBlogVonVielen, 05. Mai 2018 um 21:12 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



Fundstücke #57


Im Nachhinein merke ich, dass ich immer dachte, es gäbe so etwas wie eine Grenze des unkontrollierten Erinnerns. So, als wäre ein “nicht richtig aufwachen und in eine desorientierte Gewalt-Wiederleben-Schleife sinken” das obere Ende dessen, was unverarbeitete Erfahrungen mit sich bringen.
Vielleicht ist meine letzte Nacht auch nicht wirklich eine Steigerung dessen.
Vielleicht ist es insgesamt unsinnig Symptomatiken zu skalieren, wenn es doch mehr meine Gefühle dazu sind, die ich skalieren will, damit sie mir gleichzeitig greifbar und  entfernt von mir sind.
Dieses “Einsinken” ist grauenhaft. Mir ist dabei nicht klar, dass ich etwas erinnere bzw. erlebe, was längst vorbei ist. Selbst “Ich” ist mir in dem Moment nicht so klar. “Einsinken” ist wie eine Art Ohrwurm der Sinne, der mich total absorbiert, sich aufdrängt und nicht weggeht bis irgendein unbestimmtes Moment ihn unterbricht.
Aber wenn es einmal unterbrochen ist, dann ist es das auch.
Ich fühle mich scheiße, aber ich weiß, dass ich da bin, wo ich bin und was ich tun kann.
Heute Nacht bin ich aus etwas aufgewacht, dass ich mit “Ekel5000” überschreiben will.
Ich weiß nicht wovor, ich habe ke...

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von EinBlogVonVielen, 12. Februar 2018 um 12:26 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



von Haien und Sardinen, Ausgrenzung und Selbstvertretung


“Euer Podcast gibt mir immer weniger.”, sagte uns eine Freundin am Samstag, kurz bevor wir den Film starteten, den wir uns ausgesucht hatten. Sie sagte, sie könne für sich immer weniger rausziehen, die Folgen seien zu lang und das Geplänkel zwischendurch wäre mal ganz nett, aber …
Hm ja, dachte ich. Feedback ist wichtig, wir legen uns das mal an die Seite.
Auf dem Weg nach Hause dachte ich darüber nach, was die Dinge, die wir tun, anderen Leuten überhaupt geben soll und ob wir beeinflussen können, was sie sich nehmen wollen und was nicht.
Am Sonntag bekamen wir Besuch für ein Projekt, in dem es ums Vielesein geht.
Wenn die Person da ist, sprechen wir über uns, wie wir uns wahrnehmen, wie was bei uns funktioniert und was es bedeutet, dass es so ist, wie es ist.
Am Abend stellten wir ein Modell fertig, das unsere “innere Landkarte” symbolisiert.
Eine Arbeit, die wir schon lange für die Therapie machen wollten, aber doch nie gemacht haben.
Zum Einen, weil wir Angst davor hatten, unerwartet mit Dingen konfrontiert zu werden, auf die wir nicht vorbereitet sind. Zum Anderen, weil es in uns nachwievor Unsicherheit darüber gibt, ob das überhaupt wic...

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von EinBlogVonVielen, 11. Februar 2018 um 14:21 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



das Loch, die Dunkelbunten und “das Verleugnen der eigenen Vergangenheit”


Jane schreibt bei Twitter, dass ihr die komplette Ausblendung der früheren Leben(sumstände) von Transpersonen problematisch erscheint. Auf dieses Thema will ich hier nicht näher eingehen, aber ich empfehle sehr, den Thread dazu zu lesen, denn viele Personen, die trans* sind, haben sich dazu geäußert und ich finde, dort gibt es viel zu lernen. Woran mich… Weiterlesen das Loch, die Dunkelbunten und “das Verleugnen der eigenen Vergangenheit”

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Tags: Abgrenzung · äußerer Ausstieg · Autismus und DIS · Bewusstsein · DIS? · Dissoziation als Schutz · dissoziative Identitätsstruktur · Innenansichten · innerer Ausstieg · Lauf der Dinge · Leben · Lebensrealität · multiple Persönlichkeit · Reorientierung · täterloyale Innenpersonen · Trauma · Traumafolgen · Vermeidung · Viele-sein

von EinBlogVonVielen, 04. Januar 2018 um 23:25 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



das Loch, die Dunkelbunten und “das Verleugnen der eigenen Vergangenheit”


Jane schreibt bei Twitter, dass ihr die komplette Ausblendung der früheren Leben(sumstände) von Transpersonen problematisch erscheint. Auf dieses Thema will ich hier nicht näher eingehen, aber ich empfehle sehr, den Thread dazu zu lesen, denn viele Personen, die trans* sind, haben sich dazu geäußert und ich finde, dort gibt es viel zu lernen. Woran mich… Weiterlesen das Loch, die Dunkelbunten und “das Verleugnen der eigenen Vergangenheit”

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von EinBlogVonVielen, 04. Januar 2018 um 23:25 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



vom Schluss machen und Kontrolle


Wir schauten auf die vielen kleinen Zettel vor uns, auf denen jeweils eine Sache steht, die bei uns gerade zu tun ist. Viele kleine Zettel. Viele Dinge. Alle irgendwie gleich laut auf uns einbrüllend, gleich wichtig, gleich dringend und sowieso schon eigentlich hätte würde wenn seit gestern schon hätte müsste erledigt gewesen worden sein. “Was… Weiterlesen vom Schluss machen und Kontrolle

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Tags: Autismus · Erinnern · Freiheitspraxis · Lauf der Dinge · positive Ressourcen · Reorientierung · Selbstfürsorge · Traumafolgen

von EinBlogVonVielen, 29. Dezember 2017 um 00:56 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



vom Schluss machen und Kontrolle


Wir schauten auf die vielen kleinen Zettel vor uns, auf denen jeweils eine Sache steht, die bei uns gerade zu tun ist. Viele kleine Zettel. Viele Dinge. Alle irgendwie gleich laut auf uns einbrüllend, gleich wichtig, gleich dringend und sowieso schon eigentlich hätte würde wenn seit gestern schon hätte müsste erledigt gewesen worden sein. “Was… Weiterlesen vom Schluss machen und Kontrolle

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von EinBlogVonVielen, 29. Dezember 2017 um 00:56 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



Fundstücke #53


Und plötzlich ist Dezember. Es ist, als hätte sich der Lauf der Dinge an einer Stelle überfressen und mich hier ausgekotzt. Dinge, die ich machen wollte, sind vorbei. Dinge, die ich jetzt machen muss, fühlen sich unnatürlich gestellt und dadurch unschaffbar an. Vielem stolpere ich wieder einmal hinterher, manches fürchte ich als unausweichlich. Nach viel… Weiterlesen Fundstücke #53

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von EinBlogVonVielen, 02. Dezember 2017 um 17:52 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



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