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Regenbogenwald-Blog


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Schlagwort: Lebensrealität


über reine Nervensachen, Traumastille und gedrückt werden


“Alles Nervensache”, denke ich und schiebe uns durch den Verkehr.
Ich habe Schmerzen und das, was Alltags ist, strömt zäh_flüssig mit mir wie einem Korken draufdrin dem Tick-Tack nach.
Später zu Hause eingeklemmt zwischen Schrank und Wand denke ich: “Ja, alles Nervensache” und erinnere mich an die eine Gruppentherapie vor was weiß ich nicht wie vielen Jahren. Wo eine Person versucht hatte zu erklären, wie sehr es weh tun kann, depressiv zu sein und die Therapeutin fragte, was genau denn da weh tun würde.
Das ist mein Schmerz im Alltag, denk ich. Das ist der gleiche Schmerz, wie der, der mich quält, wenn ich so runter bin – weil der Zug rumpelt, Leute reden, atmen, Kleidung bewegen, Zeitungen, Handtaschen oder Rucksäcke durchkruscheln, weil sich alles bewegt, Aufmerksamkeit, Reaktion und Einordnung verlangt. Wenn einfach nur die Welt passiert und der Platz dafür in sich drin, nicht mehr gepolstert ist.
Nachdem wir in Biologie etwas über Zellkerne gelernt hatten, hab ich sie mir dann manchmal in das Wortbild vom “Laufen auf dem Zahnfleisch” eingebaut und mir gedacht, dass es vielleicht deshalb wehtut, weil die Zellkerne wie Legosteine da liegen und es dann natür...

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Kategorie: Ein Blog von Vielen
Tags: Asperger-Syndrom · Autismus · Autismus und DIS · Depersonalisation · DIS? · dissoziative Identitätsstörung · dissoziative Identitätsstruktur · Innenansichten · Lebensrealität · Miteinander · multiple Persönlichkeit · positive Ressourcen · Schmerz · Schmerzgedächtnis · Selbstfürsorge · Therapie · Tiefendruck · Trauma · Traumafolgen · Viele-sein

von EinBlogVonVielen, 24. August 2018 um 18:16 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



Sternschnuppenwünsche


„Schlafen“, denke ich und schaue dem kleinen Flitz am Nachthimmel nach. „Schlafen.“ Nächster Flitz.
Irgendwann höre ich auf, mir Schlaf zu wünschen und setze mich an den Schreibtisch.
Wieso das alles schon wieder so zäh ist, möcht ich mal wissen. Was um alles in der Welt ist denn jetzt schon wieder nicht richtig, irgendwie kaputt, schief gerutscht, angetickt?
Wir schlafen schlecht ein, sind früh wach, aber nicht ausgeschlafen. Manchmal fühle ich mich, als hätten wir die meiste Zeit irgendwie doch mehr der Dunkelheit ins offene Maul geglotzt, als wirklich geschlafen.
Gut, da war der Geburtstag, da ist das Praktikum, da ist J. und das ganze ungewohnte Gute an ihm, da sind die Projekte, die wir jetzt irgendwie halbwegs stabil anfangen, damit wir sie übers nächste Schuljahr locker fertigstellen können. Das ist alles nicht wenig, aber außer dem Umstand, dass wir noch ein Monsterschuljahr vor uns haben und gleichzeitig gerade denken, dass wir am Ende doch eigentlich so gar nichts davon haben, belastet uns nichts.
Ich klemme mich wieder aus dem Klofenster, um den Perseiden nachzuschauen.
„Schlafen“, denke ich. Diesmal ist da kein Flitz am Himmel, aber e...

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Tags: Depersonalisation · DIS? · dissoziative Identitätsstörung · dissoziative Identitätsstruktur · Fundstücke · Innenansicht · Lauf der Dinge · Lebensrealität · multiple Persönlichkeit · Traumafolgen · Viele-sein

von EinBlogVonVielen, 13. August 2018 um 13:52 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



note on: der Polizei die Bilder der eigenen Gewalterfahrung zugänglich machen?


Die Dokumentation von sexualisierter Gewalt am eigenen Körper, an der eigenen Seele, der Polizei übergeben, um in geschlossene Foren einzudringen und Mit.Täter_innen so ausfindig zu machen.
Das ist ein Vorschlag, den Ingo Fock, Vorsitzender von “ gegen Missbrauch e.V. ” kürzlich in einer Live-Diskussion mit der hessischen Justizministerin Eva Kühne-Hörmann aufbrachte und auch in einem Interview im Infoportal Rituelle Gewalt besprach.
Im Folgenden möchte ich beschreiben, wie ich das sehe.
Grundsätzlich: Auch Menschen, deren Gewalterfahrungen gefilmt, fotografiert, schriftlich beschrieben oder sonst wie dokumentiert wurden, haben Persönlichkeitsrechte an dem Material. Schon deshalb ist die Verbreitung von solchen Medien ein weiterer Gewaltakt, der den Gewalterfahrenen angetan wird.
Für mich: Völlig unabhängig davon, wer sie dann zu sehen bekommt.
Es stellt mich bereits vor eine enorme Hürde damit umzugehen, dass sich in meiner Therapeutin unweigerlich Bilder von mir in diesem Körper, in der von mir geschilderten Situation, entwickeln. So funktionieren Gehirne und weder ich noch sie können etwas dagegen tun.
Was wir tun können ist, diese Bilder zu ent...

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Tags: Gewalt · Justiz · Kinderfolterdokumentation · Kinderpornografie · Lauf der Dinge · Lebensrealität · Macht · Reframing · Reorientierung · sexualisierte Gewalt · Strafverfolgung · Trauma · Traumafolgen

von EinBlogVonVielen, 05. Mai 2018 um 21:12 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



Fundstücke #61


Als der Wecker klingelt, baut er sich selbst in mein ZwischendenZeiten ein.
Ich öffne die Stundenplan-App auf dem Handy. Die erste Stunde fällt aus, wir können noch eine Stunde schlafen.
Ich schlafe nicht, ich flashbackintrusioniere bis der Wecker ein zweites Mal klingelt. Jemand richtet uns auf. Trinkt Wasser. Wir loben es fürs Anziehen der Strickjacke. Rufen Ansporn und Versicherung von einer Zuschauertribüne jenseits von ihm. Oder ihr?
Als es aus dem Bett klettert, denke ich noch, dass wir es schaffen können. Kaffee, Beerenbrei, Dusche, Ranzen schnappen und los. Kurvendiskussion üben, den Lehrer um Hilfe bei der Photoshophausaufgabe bitten, Wirtschaft lernen, KeineAngstvorderWirtschaftslehrerinhaben trainieren.
Als ich im Bad stehe und mich nicht ausziehen kann, weiß ich, dass wir es nicht schaffen. Nicht jetzt. Wir sind heute nicht schnell genug. Nicht genug genug für Schulhier, Straßenbahnda oder MitdemFahrradunterwegs.
Das kann ich der Schulsekretärin nicht sagen. Der kann ich nur sagen: „Ich kann heute nicht kommen“ und hoffen, dass es nicht sehr schlimm ist. Denn noch mehr Dramen rund um die Schule packe ich einfach nicht mehr.
Jetzt sind ...

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Tags: Depersonalisation · DIS? · dissoziative Identitätsstörung · dissoziative Identitätsstruktur · Erinnern · Freiheitspraxis · Fundstücke · Innenansicht · Innenansichten · Lauf der Dinge · Lebensrealität · Miteinander · multiple Persönlichkeit · Selbstfürsorge · Traumafolgen · Viele-sein

von EinBlogVonVielen, 20. April 2018 um 18:33 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



<!–kaskadierende Traumascheiße–>


disclaimer: Für uns sind Gleichsetzungen mit Maschinen und ihren Funktionen okay. Das gilt nicht für alle Menschen, die mit Traumafolgen leben.
Wenn ich versuche Menschen zu erklären, was Vielesein ist und wie es bei uns funktioniert, greife ich gerne auf folgendes Bild zurück.
Gegeben sei ein Mensch als Computer.
Es gibt Inputkanäle (Tastatur, Maus, USB und sonstige Anschlüsse für Kamera und Mikrophon, CD/Diskettenlaufwerke) und Outputkanäle (Bildschirm, Drucker, Lautsprecher). Es gibt ein Gedächtnis (die Festplatte), es gibt Verarbeitungssysteme (Prozessoren und der ganze Kladderadatsch, der mit dazu gehört). Es gibt verschiedene Selbst-Schutzmechanismen (mechanisch: die Kühlung, digital: Codeangaben, die Prozesse beenden, die zu lange dauern oder zu viel abverlangen).
Es gibt bestimmte grundlegende Dinge, die gegeben sein müssen (Strom, Unversehrtheit, Code, der wenigstens Hardware und Betriebssystem richtig zusammenbringt (Informatiker_innen, die ihr das lest, bitte nehmt das jetzt einfach so hin  ^__^’ ).
Menschen, die in ihrem Leben wohl auch schwierige und belastende Erfahrungen gemacht haben, jedoch nicht davon traumatisiert wurden, finden in ihre...

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von EinBlogVonVielen, 18. Februar 2018 um 14:23 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



von Haien und Sardinen, Ausgrenzung und Selbstvertretung


“Euer Podcast gibt mir immer weniger.”, sagte uns eine Freundin am Samstag, kurz bevor wir den Film starteten, den wir uns ausgesucht hatten. Sie sagte, sie könne für sich immer weniger rausziehen, die Folgen seien zu lang und das Geplänkel zwischendurch wäre mal ganz nett, aber …
Hm ja, dachte ich. Feedback ist wichtig, wir legen uns das mal an die Seite.
Auf dem Weg nach Hause dachte ich darüber nach, was die Dinge, die wir tun, anderen Leuten überhaupt geben soll und ob wir beeinflussen können, was sie sich nehmen wollen und was nicht.
Am Sonntag bekamen wir Besuch für ein Projekt, in dem es ums Vielesein geht.
Wenn die Person da ist, sprechen wir über uns, wie wir uns wahrnehmen, wie was bei uns funktioniert und was es bedeutet, dass es so ist, wie es ist.
Am Abend stellten wir ein Modell fertig, das unsere “innere Landkarte” symbolisiert.
Eine Arbeit, die wir schon lange für die Therapie machen wollten, aber doch nie gemacht haben.
Zum Einen, weil wir Angst davor hatten, unerwartet mit Dingen konfrontiert zu werden, auf die wir nicht vorbereitet sind. Zum Anderen, weil es in uns nachwievor Unsicherheit darüber gibt, ob das überhaupt wic...

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Tags: anders · Asperger-Syndrom · Ausgrenzung · Autismus · Autismus und DIS · behindert sein - behindert werden · DIS? · dissoziative Identitätsstörung · dissoziative Identitätsstruktur · Inklusion · Innenansichten · Lauf der Dinge · Leben mit Behinderung · Lebensrealität · Miteinander · multiple Persönlichkeit · Reorientierung · Selbstvertretung · soziale Interaktion · Viele-sein

von EinBlogVonVielen, 11. Februar 2018 um 14:21 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



… und raus bist du


Das Gefühl der Ausgrenzung kennen wohl alle Menschen. Das setze ich an den Anfang des Textes, um zu zeigen: Ich weiß das. Und um anzuzeigen, dass es entsprechend keinen Grund gibt, mir zu sagen, dass meine Gefühle und Gedanken allein deshalb schon nichts besonderes sind. Wie gesagt: Ich weiß das. Es ändert meine Gefühle und… Weiterlesen … und raus bist du

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Tags: Arbeitslosigkeit · Asperger-Syndrom · Ausbildung · Ausgrenzung · Autismus · behindert sein - behindert werden · Diversität · Freiheitspraxis · Inklusion · Klassismus · Kommunikation · Lauf der Dinge · Leben · Leben mit Behinderung · Lebensrealität · Miteinander · Schule · Zukunft

von EinBlogVonVielen, 21. Januar 2018 um 12:48 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



… und raus bist du


Das Gefühl der Ausgrenzung kennen wohl alle Menschen. Das setze ich an den Anfang des Textes, um zu zeigen: Ich weiß das. Und um anzuzeigen, dass es entsprechend keinen Grund gibt, mir zu sagen, dass meine Gefühle und Gedanken allein deshalb schon nichts besonderes sind. Wie gesagt: Ich weiß das. Es ändert meine Gefühle und… Weiterlesen … und raus bist du

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von EinBlogVonVielen, 21. Januar 2018 um 12:48 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



das Loch, die Dunkelbunten und “das Verleugnen der eigenen Vergangenheit”


Jane schreibt bei Twitter, dass ihr die komplette Ausblendung der früheren Leben(sumstände) von Transpersonen problematisch erscheint. Auf dieses Thema will ich hier nicht näher eingehen, aber ich empfehle sehr, den Thread dazu zu lesen, denn viele Personen, die trans* sind, haben sich dazu geäußert und ich finde, dort gibt es viel zu lernen. Woran mich… Weiterlesen das Loch, die Dunkelbunten und “das Verleugnen der eigenen Vergangenheit”

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von EinBlogVonVielen, 04. Januar 2018 um 23:25 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



das Loch, die Dunkelbunten und “das Verleugnen der eigenen Vergangenheit”


Jane schreibt bei Twitter, dass ihr die komplette Ausblendung der früheren Leben(sumstände) von Transpersonen problematisch erscheint. Auf dieses Thema will ich hier nicht näher eingehen, aber ich empfehle sehr, den Thread dazu zu lesen, denn viele Personen, die trans* sind, haben sich dazu geäußert und ich finde, dort gibt es viel zu lernen. Woran mich… Weiterlesen das Loch, die Dunkelbunten und “das Verleugnen der eigenen Vergangenheit”

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von EinBlogVonVielen, 04. Januar 2018 um 23:25 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



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