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Regenbogenwald-Blog


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Schlagwort: Kommunikation


Autismus, Trauma, Kommunikation #5


Das sozial mit Anstrengendste für uns ist die Wiederholung. Schlimmer noch: die Wiederholung von Wiederholungen. Am Schlimmsten: die Wiederholung von Dingen, die etwas mit gemachten Gewalterfahrungen zu tun haben.
Wir haben oft das Gefühl, uns zu wiederholen und wiederholen zu müssen, weil wir von anderen Menschen nicht oder nur teilweise, oft auch gar nicht verstanden werden.
Missverständnisse sind nur so zu lösen, das verstehen wir – und doch, es frisst einfach so viel Zeit und Kraft und Sicherheitsgefühl.
Besonders in der Traumatherapie und in nahen Beziehungen erleben wir es als belastend und merken, dass es manchmal diese Belastung ist, die an empfindlichsten Punkten fressen und zu Instabilität beitragen, dass wir bestimmte Dinge, immer wieder sagen müssen.
Für viele neurotypische Menschen bedeutet es keine Wiederholung, wenn sie das gleiche, was sie wörtlich ausgedrückt haben, auch noch in Taten und allgemeinem Gebaren kommunizieren. Im Gegenteil, die meisten Menschen glauben anderen Menschen eine Gefühlslage oder innere Haltung erst dann, wenn sie Gesagtes auch noch in irgendeiner Form selbst miterleben. Etwa, wenn sie Tränen sehen, nachdem jemand gesagt ...

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von EinBlogVonVielen, 13. Oktober 2018 um 21:22 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



Autismus, Trauma, Kommunikation #4


Von Menschen misshandelt zu werden, verändert den Blick der misshandelten Person auf Menschen.
Manchmal ganz pauschal, manchmal ganz spezifisch. Manchmal sehr stark und manchmal nur ein wenig.
Dass das passiert ist keine Entscheidung, sondern Glanzstück menschlicher Evolution.
Es dient der Anpassung, sich sehr genau mit allen möglichen Anzeichen tödlicher Bedrohungen zu befassen und darauf zu reagieren. Zum Beispiel, in dem man die innere Einstellung, die innere Haltung, die innere Bewertung in Bezug auf das, was einmal als (auch konkret versehrende/ traumatisierende) Bedrohung erfahren wurde, verändert.
Viele Menschen, die von Menschen misshandelt, gequält, gefoltert, ausgebeutet wurden, sind Beobachtungsspezialist_innen für das, was andere Menschen tun, sagen, machen – oder genau nicht tun, sagen und machen. Manchen Menschen hilft bei dieser Beobachtung ein erhöhtes Erregungslevel (der Hyperarousel), bei dem durch den entsprechenden Stresshormonspiegel eine zeitweise erhöhte Leistungsbereitschaft gegeben ist. Viele Menschen, die von anderen Menschen misshandelt und sogar davon traumatisiert wurden, erleben andere Menschen als Trigger (Auslöser) für das Eri...

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von EinBlogVonVielen, 06. Oktober 2018 um 09:40 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



Autismus, Trauma, Kommunikation #3


Wir arbeiteten bereits einige Zeit mit dem Begleitermenschen, als wir ihm von unserem “inneren Regal” erzählten. Das haben wir etabliert, nachdem uns jahrelang reintherapiert und rangenörgelt wurde, wir würden Lob und positive Rückmeldung nicht annehmen, aber sollten das doch mal machen. Das würde gegen Selbsthass helfen und ganz insgesamt doch ganz fein sein.
So haben wir unser Regal entwickelt. Denn mit Lob und positiver Rückmeldung ist für uns wie mit dem sinnlosen Kladderadatsch, den man von mittelnahen Freund_innen im Nanu Nana oder 1 Euro-Laden gekauft bekommt, weil man Geburtstag hat: man weiß wieso man es bekommt, versteht die Intension, freut sich über die Intension und – legt es dann in ein Regal, bis man es unbemerkt von eben jenen Freund_innen an die Straße stellt oder in den Sperrmüll gibt.
Lob und positive Rückmeldung ist eine soziale Geste.
In der Regel loben die Menschen, die an uns einen Arbeitsauftrag haben, etwas, das sie für lobenswert halten. Also eine Tat oder einen Akt, den sie als zu loben bewerten. Einem Lob geht also immer eine positive Bewertung voraus und orientiert sich darin an persönlichen (oder therapeutisch als positiv eingeordneten) Wert...

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von EinBlogVonVielen, 02. Oktober 2018 um 11:06 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



Autismus, Trauma, Kommunikation #2


Im Deutsch-Kommunikationsunterricht lernten wir das Kommunikationsmodell von Schulz von Thun kennen.
Demnach enthält jede Botschaft 4 Ebenen:

die Sachinformation
eine Beziehungsinformation
einen Appell
eine Selbstkundgabe.

Paul Watzlawik lernten wir in diesem Unterricht auch kennen. Seine 5 pragmatischen Axiome (nicht nötig zu beweisende Grundsätze) lauten:

man kann nicht nicht kommunizieren
jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt
Kommunikation ist immer Ursache und Wirkung
menschliche Kommunikation bedient sich analoger und digitaler Modalitäten
Kommunikation ist symmetrisch oder komplementär

Für uns ist nie ein Problem gewesen zu erfassen, was was ist. Wir können sehr wohl Appelle von Sachinformationen unterscheiden. Aber einen Appell, eine Selbstkundgabe und eine Beziehungsinformation in Gestalt einer Sachinformation wie “Deine Klamotte ist ganz schön verdreckt” zu finden, kommt uns vor wie ein Kreativitätswettbewerb. Denn woraus soll man das denn ableiten und wieso sollte jemand das sagen, aber eigentlich etwas anderes wissen lassen wollen?
Wir komme...

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von EinBlogVonVielen, 14. September 2018 um 10:47 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



Autismus, Trauma, Kommunikation #1


Vor einigen Jahren haben wir eine Artikelreihe zum Thema Schweigen und Reden geschrieben.
In diesem Text, der vielleicht auch eine Reihe wird, wird es um Kommunikation gehen.
Denn das ist unser eigentlicher Dreh- und Angelpunkt, wie wir heute wissen.
Wir haben schon immer das Problem positiver Diskriminierung, unserer Ausdruckweise und sprachlichen Fähigkeiten betreffend. Weil es das Missverständnis „Sprache“ = „Kommunikation“ gibt.
Wir sind sehr gut mit Sprache. Unser Wortschatz ist groß, unsere Metaphersammlung beeindruckend für viele Menschen. Wir lernen gerne und schnell Sprachen. Sprechen flüssig, moduliert und lang.
Wir sind allerdings eher mittelprächtig in der Kommunikation dessen, was wir eigentlich aussprechen wollen und eher untermittelprächtig gut in der Rezeption dessen, was uns andere Menschen kommunizieren wollen.
Denn Sprache ist Muster. Also: Grammatik und Wörter. Sprache ist lernbar. Das kann man sich einprägen, einüben. Sprache findet sich überall.
Kommunikation erfordert auch das, was als Intuition bezeichnet wird, weil der Lernprozess unbewusst und basierend auf neurologischem Feedback passiert. Menschen bringen einander K...

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von EinBlogVonVielen, 08. September 2018 um 12:16 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



Hoffnung


“Sag mal K. – worum geht es dir eigentlich?”, fragt sie mich aus einem zusammengedrückten Gesicht. Das Schleimpfeifen aus meiner Lunge führt meinen rasselnden Atem an wie eine unbeirrbare Vorhut. Dieser Spaziergang ist schon viel zu lang für mich. Die Luft zu dicht, um die Flügel in meinem Oberkörper anzuheben.
Hinter uns grollt ein Wärmegewitter den Berg hinauf, den wir gerade bestiegen haben.
Ich drücke mein Gesicht zusammen, wie ihres und frage, was sie denn mit “eigentlich” meint. Frage sie, was sie denn glaubt für wie viele Eigentlichs ich neben dem, was ich, was wir, so mühsam rausbringen, noch Kraft aufbringen würde.
Wieder bin ich da, wo ich mich frage, ob sie mich für dumm hält, oder heimlich doch nicht glaubt, dass es schwer für mich ist zu sprechen, obwohl ich es tue. Ärgere mich darüber, weil es ineffizient und doch wieder eine Etappe ist.
“Brauchst du jetzt ein Eigentlich von mir, weil dir nicht klar ist, was ich dir gesagt hab oder willst du “den einen schlimmen Aspekt” wissen?” Ich bleibe stehen, hebe die Arme über den Kopf und versuche mich zu weiten.
Sie beobachtet mich. Ich merke, wie ihr jemand ins Gesicht springen will.
Sie fragt: “...

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von EinBlogVonVielen, 13. Mai 2018 um 21:09 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



Das Leben in den Medien


Soziale Netzwerke, Chatrooms, Online-Fotoalben oder Foren: Das Internet wird zum Schauplatz permanenter Aufmerksamkeitssuche und Selbstdarstellung. Gastbeitrag von Sandra Selbach

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Tags: Cybermobbing · Gastbeiträge · Internet · Kommunikation · Medien · Parallelwelt · Seelenstrip · Smartphone

von dieKolumnisten, 13. Mai 2018 um 16:50 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



der Nichtschweigeskill


Wir gehen gerade mit einer Situation um, in der eine Person etwas über eine andere Person behauptet und sich das weiterträgt. Gossip, Klatsch, Rufschädigung, Gerüchtestreuung. Sowas in etwa.
Wir haben nicht oft mit solchen Dingen zu tun, denn die meisten Leute, die uns so etwas antragen, tun das in der Regel nur ein Mal. Mit uns macht sowas einfach keinen Spaß, denn wir reden mit möglichst mit allen Leuten gleich, sind froh, wenn wir nicht vor den Einen dieses und vor den Anderen jenes sagen müssen, um mit ihnen Zeit verbringen zu dürfen. Wir haben keine Kraft dafür, denn es kostet uns schon Kraft uns zusammenzuhalten. Mitzukriegen, wer von uns mit wem was wie laufen hat – das können wir im Außen einfach nicht tragen. Vielleicht mal kurz, wenn eine Situation das erfordert, aber selbst dann brauchen wir Leute, denen wir sagen können, dass wir da grad was tragen, damit wir das schaffen.
Jedenfalls.
Diese Situation und das was sie macht, erinnert mich an Schweigegebote.
Schweigegebote haben für uns mit “mitmachen” zu tun. Gebote sind für uns Regeln, denen man zu folgen strebt.
“Sag nichts, dann passiert irgendetwas, wofür sich das lohnt/ passiert was Gutes/Wic...

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Tags: Alltagsgewalt · Asperger-Syndrom · Ausschluss · Autismus · Gerüchte · Gewalt · Kommunikation · Lauf der Dinge · Macht · Miteinander · positive Ressourcen · Schweigegebote · Schweigen · soziale Dissoziation

von EinBlogVonVielen, 24. April 2018 um 22:05 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



Fundstücke #56


Sie sagt, wenn du magst, kannst du anrufen und mit mir reden. Ich mag das. Sie ist die einzige Person mit der ich rede. Die anderen haben Leben und Leute zum reden. Ich hab sie. Ich rede von den Gefühlen der anderen, die das gemeinsame Innen so sehr füllen, dass es mich an das Früher… Weiterlesen Fundstücke #56

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Kategorie: Ein Blog von Vielen
Tags: Autismus und DIS · DIS? · Dissoziation als Schutz · dissoziative Identiätsstruktur · Fundstücke · Gefühle · Halt · Innenansichten · Kommunikation · Vielesein

von EinBlogVonVielen, 23. Januar 2018 um 07:34 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



… und raus bist du


Das Gefühl der Ausgrenzung kennen wohl alle Menschen. Das setze ich an den Anfang des Textes, um zu zeigen: Ich weiß das. Und um anzuzeigen, dass es entsprechend keinen Grund gibt, mir zu sagen, dass meine Gefühle und Gedanken allein deshalb schon nichts besonderes sind. Wie gesagt: Ich weiß das. Es ändert meine Gefühle und… Weiterlesen … und raus bist du

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Kategorie: Ein Blog von Vielen
Tags: Arbeitslosigkeit · Asperger-Syndrom · Ausbildung · Ausgrenzung · Autismus · behindert sein - behindert werden · Diversität · Freiheitspraxis · Inklusion · Klassismus · Kommunikation · Lauf der Dinge · Leben · Leben mit Behinderung · Lebensrealität · Miteinander · Schule · Zukunft

von EinBlogVonVielen, 21. Januar 2018 um 12:48 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



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