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Regenbogenwald-Blog


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Schlagwort: Gewalt


note on: Nazis boxen


Irgendwo zwischen dem 14ten und 15ten, vielleicht auch noch 16tem Lebensjahr war ich ein Naziklatscher.
Das war nichts Besonderes. Da, wo ich gelebt hab, hängen die NPD-Plakate auch heute noch kilometerweit und über 3 Meter hoch an den Straßenlaternen.
Nazis klatschen war wichtig und richtig. Egal, ob man nun in irgendeiner Form politisiert war oder nicht.
Ich saß mit den Leuten aus der örtlichen sozialistischen Jugendorganisation zusammen, rauchte meine ersten Zigaretten, versuchte mich in dem ganzen Ding zu finden, obwohl nicht mal wusste, wer ich bin.
Dann ist mein Leben zerbrochen in Vorher und Nachher.
10 Jahre später saß ich in einem Leben, in dem Nazis klatschen keine Rolle mehr spielte.
Wir wohnen in einer Stadt, in der es normal ist, wenn Leute nicht in Deutschland geboren wurden oder deren Eltern gerade neu nach Deutschland gezogen sind. Hier ist die MLPD radikal, die Sticker der Identitären eine jugendliche Verirrung und die Antifa die Leute, mit denen man sich verbündet, wenn eine Demo für mehr Vielfalt passieren soll.
In den 10 Jahren, die mir mehr oder weniger fehlen, hat sich das, was in meinem Leben eine total banale Rolle ges...

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Kategorie: Ein Blog von Vielen
Tags: Aktivismus · Ausschluss in linken Kreisen · gegen Nazis · Gewalt · Lauf der Dinge · Links · Nazis boxen · politisch sein - politisch handeln · Traumafolgen · Viele-sein

von EinBlogVonVielen, 31. August 2018 um 11:08 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



Der zensierte Zensor – zur Neuauflage von Pascual Duartes Familie


Mit "Pascual Duartes Familie" erscheint ein faszinierender Roman in neuer deutschsprachiger Auflage. Doch warum verkauft man den Autor als Franco-Gegner?

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Tags: Ästhetik · Franco · Gewalt · HeimSpiel · Literatur · Nobelpreis · Spaninen · Tremendismo

von dieKolumnisten, 19. August 2018 um 08:56 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



gelb, weiß, lila, schwarz / lila, weiß, grün








Vor einiger Zeit erhielt ich immer wieder Emails, in denen wir als “Herr Rosenblatt” angeschrieben wurden.
Es ging um eines dieser unsinnigen Marketing/Verkaufs… irgendwas mit kapitalistischer Verwertungslogik-Dinger. Kennen wir. Machen wir nicht. Ignorieren wir.
Aber das “Herr Rosenblatt” saß.
Nicht nur, weil es mal wieder eine Anfrage an uns als Blogger_in ist, der so offensichtlich anzusehen ist, dass man sich absolut gar nicht damit befasst hat, was das hier ist, sondern, weil man obendrein nicht eine Sekunde überlegt hat, was für eine Person diese Inhalte produziert hat.  Sowas nervt.
Und schmerzt.
Misgendering ist, neben unausweichlicher Reizkakophonie und der ständigen Konfrontation mit dem, was unsere Traumatisierungen ausmacht, der tägliche Schmerz mit dem wir umgehen. Die Welt um uns herum ist entlang von Männern und Frauen strukturiert, die sich selbst übereinstimmend mit dieser Einordnung empfinden (also cis sind) und wir werden dort mit hineingequetscht, ganz egal, wie wir das finden, ob wir passen oder nicht. Und völlig gleich, wie wir selbst uns sehen. Denn jemand, die_r so empfindet, gibt es schlicht ni...

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Tags: Diskriminierung · Gender · Geschlechtidentität · Gewalt · Lauf der Dinge · nonbinary · queer · Therapiefortschritte

von EinBlogVonVielen, 14. August 2018 um 13:38 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



note on: der Polizei die Bilder der eigenen Gewalterfahrung zugänglich machen?


Die Dokumentation von sexualisierter Gewalt am eigenen Körper, an der eigenen Seele, der Polizei übergeben, um in geschlossene Foren einzudringen und Mit.Täter_innen so ausfindig zu machen.
Das ist ein Vorschlag, den Ingo Fock, Vorsitzender von “ gegen Missbrauch e.V. ” kürzlich in einer Live-Diskussion mit der hessischen Justizministerin Eva Kühne-Hörmann aufbrachte und auch in einem Interview im Infoportal Rituelle Gewalt besprach.
Im Folgenden möchte ich beschreiben, wie ich das sehe.
Grundsätzlich: Auch Menschen, deren Gewalterfahrungen gefilmt, fotografiert, schriftlich beschrieben oder sonst wie dokumentiert wurden, haben Persönlichkeitsrechte an dem Material. Schon deshalb ist die Verbreitung von solchen Medien ein weiterer Gewaltakt, der den Gewalterfahrenen angetan wird.
Für mich: Völlig unabhängig davon, wer sie dann zu sehen bekommt.
Es stellt mich bereits vor eine enorme Hürde damit umzugehen, dass sich in meiner Therapeutin unweigerlich Bilder von mir in diesem Körper, in der von mir geschilderten Situation, entwickeln. So funktionieren Gehirne und weder ich noch sie können etwas dagegen tun.
Was wir tun können ist, diese Bilder zu ent...

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Tags: Gewalt · Justiz · Kinderfolterdokumentation · Kinderpornografie · Lauf der Dinge · Lebensrealität · Macht · Reframing · Reorientierung · sexualisierte Gewalt · Strafverfolgung · Trauma · Traumafolgen

von EinBlogVonVielen, 05. Mai 2018 um 21:12 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



der Nichtschweigeskill


Wir gehen gerade mit einer Situation um, in der eine Person etwas über eine andere Person behauptet und sich das weiterträgt. Gossip, Klatsch, Rufschädigung, Gerüchtestreuung. Sowas in etwa.
Wir haben nicht oft mit solchen Dingen zu tun, denn die meisten Leute, die uns so etwas antragen, tun das in der Regel nur ein Mal. Mit uns macht sowas einfach keinen Spaß, denn wir reden mit möglichst mit allen Leuten gleich, sind froh, wenn wir nicht vor den Einen dieses und vor den Anderen jenes sagen müssen, um mit ihnen Zeit verbringen zu dürfen. Wir haben keine Kraft dafür, denn es kostet uns schon Kraft uns zusammenzuhalten. Mitzukriegen, wer von uns mit wem was wie laufen hat – das können wir im Außen einfach nicht tragen. Vielleicht mal kurz, wenn eine Situation das erfordert, aber selbst dann brauchen wir Leute, denen wir sagen können, dass wir da grad was tragen, damit wir das schaffen.
Jedenfalls.
Diese Situation und das was sie macht, erinnert mich an Schweigegebote.
Schweigegebote haben für uns mit “mitmachen” zu tun. Gebote sind für uns Regeln, denen man zu folgen strebt.
“Sag nichts, dann passiert irgendetwas, wofür sich das lohnt/ passiert was Gutes/Wic...

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Tags: Alltagsgewalt · Asperger-Syndrom · Ausschluss · Autismus · Gerüchte · Gewalt · Kommunikation · Lauf der Dinge · Macht · Miteinander · positive Ressourcen · Schweigegebote · Schweigen · soziale Dissoziation

von EinBlogVonVielen, 24. April 2018 um 22:05 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



der Unterschied zwischen Gefängniszelle und Akutpsychiatriezimmer


erstmals erschienen auf Maedchenmannschaft.net, 20. 4. 2018
 
“Depressive sollen wie Straftäter behandelt werden” hieß es in dieser Woche mehrfach in großen Medien, als es um den Gesetzesentwurf eines neues “Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz” ging.
Die Kritik kam schnell und laut. Fachverbände, Interessenvertretungen und Parteien äußerten sich negativ dazu. Auf Change.org gibt es inzwischen sogar eine Petition. Zahlreiche Demonstrationen wurden angekündigt.
Nun gut. Besser als nix, denke ich und bin doch einmal mehr enttäuscht von der scheinbar vergangenen Chance einer umfassenden Systemkritik.
Das bin ich aus Gründen der eigenen Psychiatrieerfahrung und aus Gründen, die etwas mit Menschenrechten zu tun haben.
Zu Beginn ein Beginn:
Was zeichnet Menschen aus, die gesellschaftlich akzeptiert und juristisch legitimiert in totalitär organisierten Kontexten verwahrt, beheimatet, versorgt, am Leben gehalten, bestraft werden?
In aller Regel sind es Menschen, die in irgendeiner Form divergent, also “abweichend” sind. Wovon sie abweichen, ist meistens eine oder sind mehrere gesellschaftliche, kulturelle, medizinisch definierte Norm.en.
Manche s...

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Tags: Antipsychiatrie · Ausgrenzung · Ausschluss · Gewalt · Lauf der Dinge · Psychiatrie · soziale Dissoziation · Vermeidung · Würde

von EinBlogVonVielen, 24. April 2018 um 07:29 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



Hilfe ablehnen


Einer meiner Texte wurde in unter einem Text verlinkt, in dem es darum ging, dass “die Traumatisierten” “die Hilfe” “so ungern annehmen können”. Über die Verlinkung habe ich mich gefreut. Dafür sind die Texte ja hier und haben unten die Sharebuttons. Zum Thema “Hilfe gar nicht so gern annehmen können”, will ich aber noch einmal… Weiterlesen Hilfe ablehnen

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Tags: Die Helfer_Innen und die Hilfe · DIS? · dissoziative Identitätsstörung · dissoziative Identitätsstruktur · Gewalt · HelferInnen · Hilfe · Hilfe ablehnen · Miteinander · multiple Persönlichkeit · Reorientierung · Therapie · Traumafolgen

von EinBlogVonVielen, 16. September 2017 um 14:32 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



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Einer meiner Texte wurde in unter einem Text verlinkt, in dem es darum ging, dass “die Traumatisierten” “die Hilfe” “so ungern annehmen können”. Über die Verlinkung habe ich mich gefreut. Dafür sind die Texte ja hier und haben unten die Sharebuttons. Zum Thema “Hilfe gar nicht so gern annehmen können”, will ich aber noch einmal… Weiterlesen Hilfe ablehnen

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Tags: Die Helfer_Innen und die Hilfe · DIS? · dissoziative Identitätsstörung · dissoziative Identitätsstruktur · Gewalt · HelferInnen · Hilfe · Hilfe ablehnen · Miteinander · multiple Persönlichkeit · Reorientierung · Therapie · Traumafolgen

von EinBlogVonVielen, 16. September 2017 um 14:32 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



Spiegelneuronen und eine lange Warteschleife


Seit dem Podstock lächle ich mehr oder weniger durchgehend Kringel in die Luft und fühl mich irgendwie düselig. Wenn ich so durch die Straßen gehe, werde ich oft angelächelt. Denn Spiegelneuronen sind etwas Geniales. Und verliebt sein. Verliebt sein auch. Als Spiegelneurone werden Hirnzellen bezeichnet, die bereits dann Signale aussenden, wenn man (in diesem Fall… Weiterlesen Spiegelneuronen und eine lange Warteschleife

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Tags: Autismus · Autismus und DIS · Depersonalisation · DIS? · Dissoziation · Dissoziation als Schutz · dissoziative Identitätsstörung · dissoziative Identitätsstruktur · Einsamkeit · Erinnern · Gewalt · Innenansicht · Lauf der Dinge · multiple Persönlichkeit · Spiegelneurone · Therapie · Trauma · Traumafolgen · Verarbeitung · Viele-sein

von EinBlogVonVielen, 09. September 2017 um 09:00 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



Spiegelneuronen und eine lange Warteschleife


Seit dem Podstock lächle ich mehr oder weniger durchgehend Kringel in die Luft und fühl mich irgendwie düselig. Wenn ich so durch die Straßen gehe, werde ich oft angelächelt. Denn Spiegelneuronen sind etwas Geniales. Und verliebt sein. Verliebt sein auch. Als Spiegelneurone werden Hirnzellen bezeichnet, die bereits dann Signale aussenden, wenn man (in diesem Fall… Weiterlesen Spiegelneuronen und eine lange Warteschleife

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von EinBlogVonVielen, 09. September 2017 um 09:00 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



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