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Regenbogenwald-Blog


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Schlagwort: Dissoziation


Autismus, Trauma, Kommunikation #4


Von Menschen misshandelt zu werden, verändert den Blick der misshandelten Person auf Menschen.
Manchmal ganz pauschal, manchmal ganz spezifisch. Manchmal sehr stark und manchmal nur ein wenig.
Dass das passiert ist keine Entscheidung, sondern Glanzstück menschlicher Evolution.
Es dient der Anpassung, sich sehr genau mit allen möglichen Anzeichen tödlicher Bedrohungen zu befassen und darauf zu reagieren. Zum Beispiel, in dem man die innere Einstellung, die innere Haltung, die innere Bewertung in Bezug auf das, was einmal als (auch konkret versehrende/ traumatisierende) Bedrohung erfahren wurde, verändert.
Viele Menschen, die von Menschen misshandelt, gequält, gefoltert, ausgebeutet wurden, sind Beobachtungsspezialist_innen für das, was andere Menschen tun, sagen, machen – oder genau nicht tun, sagen und machen. Manchen Menschen hilft bei dieser Beobachtung ein erhöhtes Erregungslevel (der Hyperarousel), bei dem durch den entsprechenden Stresshormonspiegel eine zeitweise erhöhte Leistungsbereitschaft gegeben ist. Viele Menschen, die von anderen Menschen misshandelt und sogar davon traumatisiert wurden, erleben andere Menschen als Trigger (Auslöser) für das Eri...

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Tags: Asperger-Syndrom · Autismus · DIS? · Dissoziation · dissoziative Identitätsstörung · dissoziative Identitätsstruktur · Empathie · Innenansicht · Kommunikation · Lauf der Dinge · Lebensrealität · Miteinander · multiple Persönlichkeit · soziale Interaktion · theory of mind · Therapie · Traumafolgen · Traumatherapie · Vermeidung

von EinBlogVonVielen, 06. Oktober 2018 um 09:40 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



Autismus, Trauma, Kommunikation #2


Im Deutsch-Kommunikationsunterricht lernten wir das Kommunikationsmodell von Schulz von Thun kennen.
Demnach enthält jede Botschaft 4 Ebenen:

die Sachinformation
eine Beziehungsinformation
einen Appell
eine Selbstkundgabe.

Paul Watzlawik lernten wir in diesem Unterricht auch kennen. Seine 5 pragmatischen Axiome (nicht nötig zu beweisende Grundsätze) lauten:

man kann nicht nicht kommunizieren
jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt
Kommunikation ist immer Ursache und Wirkung
menschliche Kommunikation bedient sich analoger und digitaler Modalitäten
Kommunikation ist symmetrisch oder komplementär

Für uns ist nie ein Problem gewesen zu erfassen, was was ist. Wir können sehr wohl Appelle von Sachinformationen unterscheiden. Aber einen Appell, eine Selbstkundgabe und eine Beziehungsinformation in Gestalt einer Sachinformation wie “Deine Klamotte ist ganz schön verdreckt” zu finden, kommt uns vor wie ein Kreativitätswettbewerb. Denn woraus soll man das denn ableiten und wieso sollte jemand das sagen, aber eigentlich etwas anderes wissen lassen wollen?
Wir komme...

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von EinBlogVonVielen, 14. September 2018 um 10:47 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



Autismus, Trauma, Kommunikation #1


Vor einigen Jahren haben wir eine Artikelreihe zum Thema Schweigen und Reden geschrieben.
In diesem Text, der vielleicht auch eine Reihe wird, wird es um Kommunikation gehen.
Denn das ist unser eigentlicher Dreh- und Angelpunkt, wie wir heute wissen.
Wir haben schon immer das Problem positiver Diskriminierung, unserer Ausdruckweise und sprachlichen Fähigkeiten betreffend. Weil es das Missverständnis „Sprache“ = „Kommunikation“ gibt.
Wir sind sehr gut mit Sprache. Unser Wortschatz ist groß, unsere Metaphersammlung beeindruckend für viele Menschen. Wir lernen gerne und schnell Sprachen. Sprechen flüssig, moduliert und lang.
Wir sind allerdings eher mittelprächtig in der Kommunikation dessen, was wir eigentlich aussprechen wollen und eher untermittelprächtig gut in der Rezeption dessen, was uns andere Menschen kommunizieren wollen.
Denn Sprache ist Muster. Also: Grammatik und Wörter. Sprache ist lernbar. Das kann man sich einprägen, einüben. Sprache findet sich überall.
Kommunikation erfordert auch das, was als Intuition bezeichnet wird, weil der Lernprozess unbewusst und basierend auf neurologischem Feedback passiert. Menschen bringen einander K...

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von EinBlogVonVielen, 08. September 2018 um 12:16 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



Überforderung


“So ein kleines Zeltpäckchen hatten wir noch nie im Arm”, dachte ich und wappnete mich für den Weg nach Hause.
Das nächste, was ich wirklich erinnere, ist ein Sanitäter, der mich anspricht. Ich bin nicht weit weg von zu Hause, bin bei mir, bin ganz da. Ich bin da und lebe. Ich könnte zurück auf mein Rad klettern und zu meinem Abendessen fahren. Es wäre okay für mich. Das, was gerade passiert, ergibt keinen Sinn für mich. Die Fragen, die Zahlen, das Piepen des Sauerstoff-Pulsdings an meinem Finger.
Wir fahren ins Krankenhaus und warten eine Weile. Dann kommt ein Arzt und fragt, wie es mir geht. Ich sage “Besser, danke.”, obwohl ich mich frage, was er denn meint. Was von all dem, was in mir vor sich geht, geht denn gerade mit mir?
Ich würde gerne jemanden anrufen und lass es dann bleiben. Jemand hat F. abgesagt. Das Smartphone ist plötzlich nichts weiter als ein Hafen, der von niemandem benutzt wird.
Haben Sie das öfter – Ja
Kennen Sie die Auslöser – Ja
Oh hm. Ja gut. Können Sie denn jetzt nach Hause – Ja
Ich werde entlassen und fahre zu NakNak*, die auf ihr Abendessen wartet.
Als mich das scharfe heiße Curry endlich richtig aus der Diss...

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von EinBlogVonVielen, 20. Mai 2018 um 17:38 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



Fundstücke #62


“Werde, wer du wirklich bist”, heißt ein Buch von Alison Miller, in dem es um rituelle Gewalt und die Überwindung von Mind Control geht.
Es ist ein Selbsthilfebuch für Betroffene und steht bei uns auf der Liste der Bücher, die wir irgendwann vielleicht eventuell mal lesen wollen. Dann, wenn wir wissen, wer wir denn wirklich sind.
Diese Lücke ist mir gestern noch einmal bewusst geworden, als ich einen Artikel über narzisstische Menschen, die mit einer Borderline-Persönlichkeitsorganisation leben, las.
Seit wir als narzisstisch persönlichkeitsgestört “diagnostiziert” wurden, stolpern wir öfter über solche und ähnliche Texte. Und natürlich versuchen wir uns darin zu finden. Immer noch. Obwohl wir wissen, dass wir keine so gelagerte Persönlichkeits”störung” haben.
Aber es entstehen interessante Gedanken und Fragen.
Zum Beispiel die danach, wer wir denn nun sind. Wie es denn nun wirklich um unser Selbstwertgefühl steht. Ob, und wenn ja, inwiefern und wozu wir Menschen ausbeuten. Ob, und wenn ja, wir Kritik fürchten. Ob, und wenn ja, für wie großartig wir uns denn halten. Ob, und wenn ja, wie überzogen unsere Ansprüche und Anforderungen an unsere direkte und indirekte ...

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von EinBlogVonVielen, 10. Mai 2018 um 13:59 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



kreiseln


Gestern Abend bekamen wir eine Email zur Scholarship-Aktion von Ironhack und Kleiderkreisel.
Gute Nachrichten. Irgendwie.
Wir haben 2000€ zugesprochen bekommen – für ein Bootcamp, das 6500€ kostet.
Klassischer LOL-Shit, also.
Irgendwie ist es super – doch ganz praktisch kein echter Gewinn.
Außer für die Firma – bei der dürften nun einige Absagen eintrudeln und am Ende dafür sorgen, dass von den ursprünglich geplanten 100.000€ gar nicht mehr so viel ausgegeben werden muss. Kann.
Mich nervt das.
Ich bin seit Wochen genervt von genau den Gedankenkreiseln, mit denen ich mich beschäftige. Nichts ist eindeutig. Nichts ist fest. Nichts ist klar. Alles besteht nur aus Chancen auf Chancen und eventuell ja vielleicht mal sehen, kommt Zeit kommt Rat, alles bisschen Ja bisschen Nein.
Nach unserem Abschneiden für die Aktion war ja schon klar, dass wir keine Kandidatin für das Vollstipendium sind – umso schlimmer trifft es dann irgendwie keine richtige Absage zu bekommen, sondern eine, die keine ist, aber doch wie eine funktioniert, weil unsere Lebensumstände nicht passig sind.
Ich mach mir Sorgen über das nächste Jahr und das, was danach kommt...

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von EinBlogVonVielen, 03. Mai 2018 um 15:45 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



und wenn es funktioniert, ist es merkwürdig


NakNak* geht es nicht sehr gut im Moment. Über die Weihnachtsferien hat sie Gewicht verloren und ist insgesamt ziemlich schlapp. Die Lymphknoten unter ihren Ohren sind seit inzwischen 4 Wochen geschwollen. Doch Fieber hat sie nicht. Und so eine Kombination ist immer kacke. Am Montag waren wir beim Tierarzt, der von einer Tierärztin vertreten wurde.… Weiterlesen und wenn es funktioniert, ist es merkwürdig

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Tags: Autismus und DIS · Depersonalisation · Derealisation · DIS? · Dissoziation · Dissoziation als Schutz · dissoziative Identitätsstörung · dissoziative Identitätsstruktur · Erinnern · Innenansicht · Innenansichten · Innenkinder · Kommunikation · Lauf der Dinge · multiple Persönlichkeit

von EinBlogVonVielen, 11. Januar 2018 um 21:43 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



und wenn es funktioniert, ist es merkwürdig


NakNak* geht es nicht sehr gut im Moment. Über die Weihnachtsferien hat sie Gewicht verloren und ist insgesamt ziemlich schlapp. Die Lymphknoten unter ihren Ohren sind seit inzwischen 4 Wochen geschwollen. Doch Fieber hat sie nicht. So eine Kombination ist immer kacke. Am Montag waren wir beim Tierarzt, der von einer Tierärztin vertreten wurde. Und… Weiterlesen und wenn es funktioniert, ist es merkwürdig

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von EinBlogVonVielen, 11. Januar 2018 um 21:43 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



Erwartungen haben


Wir fuhren die Landstraße entlang und sahen das Auto, das uns keine 20 Sekunden später rammen würde, dem Fahrzeug vor uns ausweichen. Dann ein Knall. Rauch. Schmerzen, die sich vertraut und dennoch unangenehm ausbreiteten. Das war vor ein paar Jahren. Ein Autofahrer war zu schnell unterwegs und hatte die Kontrolle über sein Auto verloren, weil… Weiterlesen Erwartungen haben

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Tags: Angst · Depersonalisation · Die Helfer_Innen und die Hilfe · DIS? · Dissoziation · Dissoziation als Schutz · dissoziative Identitätsstörung · dissoziative Identitätsstruktur · Erwartungen · Gewalt in der Kindheit · HelferInnen · Hilfe · Innenansicht · Innenansichten · Kommunikation · Lauf der Dinge · Lebensrealität · Miteinander · multiple Persönlichkeit · positive Ressourcen · posttraumatische Belastunggsstörung · PTBS · Reorientierung · Selbstfürsorge · Therapie · Trauma · Traumafolgen · Viele-sein

von EinBlogVonVielen, 06. Oktober 2017 um 16:00 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



Erwartungen haben


Wir fuhren die Landstraße entlang und sahen das Auto, das uns keine 20 Sekunden später rammen würde, dem Fahrzeug vor uns ausweichen. Dann ein Knall. Rauch. Schmerzen, die sich vertraut und dennoch unangenehm ausbreiteten. Das war vor ein paar Jahren. Ein Autofahrer war zu schnell unterwegs und hatte die Kontrolle über sein Auto verloren, weil… Weiterlesen Erwartungen haben

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von EinBlogVonVielen, 06. Oktober 2017 um 16:00 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



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