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Regenbogenwald-Blog


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Schlagwort: Die Helfer_Innen und die Hilfe


note on: „Viele-Sein, Episode 6: „Wahrheit, Glaube und Diskurs““


Es ist das erste Mal, dass ich einen Blogartikel schreibe, statt etwas im Podcast weiter auszuführen.
Warum, frage ich mich jetzt, wo wir die Folge produziert haben und dem Uploadbalken beim Wachsen zu schauen.
In dieser Folge (Episode 6) geht darum, was es mit uns macht, wenn Menschen auf eine Bühne treten und verkünden organisierte rituelle Gewalt sei Quatsch, man solle aufhören davon zu reden und “Ach übrigens diese hier nicht persönlich anwesenden Personen sind im Grunde genommen nicht zurechnungsfähig.”
Also ja, es geht um das YouTube-Video, das vor Kurzem durch einige Verteiler ging, in dem ein Vortrag auf der Skepcon gezeigt wurde, der sich “kritisch” und “wissenschaftlich fundiert” mit ritueller Gewalt beschäftigt hat.
Weil wir uns nicht an dem Umstand, dass es diese Bühnen und Positionen überhaupt gibt nicht aufrauchen wollten, war das Ziel sich damit zu befassen, was es für uns bedeutet und ausmacht, was dort “diskutiert” wurde.
Am Ende aber zeigt sich für uns in der Aufnahme, dass es vielleicht aber doch ein Gespräch darüber wurde, dass es diese Menschen und Positionen gibt. Und dass der Diskurs einer ist, der so scharfe Kanten hat, dass es n...

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Kategorie: Ein Blog von Vielen
Tags: Die Helfer_Innen und die Hilfe · DIS? · Innenansichten

von EinBlogVonVielen, 16. Juli 2018 um 18:55 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



der Triebwagenführer, das große Bild und unser Regal


Wir saßen in einem überhitzten Abteil auf dem Weg vom Praktikumsort nach Hause, als der Triebwagenführer vorbei kam. Die Klimaanlagen sind ausgefallen, lasst die Fenster zu, Kinderwagen werden an die dafür vorgesehenen Plätze gestellt, Füße vom Sitz. Sein sächsischer Dialekt richtete mir den Rücken auf.
Wir sind 32 Jahre alt. Die DDR haben wir nie bewusst erlebt. Aber ihre Hinterbliebenen. Und das sind oft Menschen wie dieser Triebwagenführer gewesen. Allzeit bereit.
Mit ihnen geht es mir wie mit Leuten aus Brandenburg und Berlin: Ich weiß nie, ob sie mich gerade anscheißen oder herzlich anknuffen. Vorschriften sind ein Muss, menschliche Gesten daneben aber auch.
So kam es, dass wir alles über die Klimaanlage erfuhren, dass es Zugbegleiter gab und dass er sich darum kümmerte, es so erträglich wie möglich für alle zu machen.
Am nächsten größeren Bahnhof gab es eine Zugwechselaktion. Dort war nur noch ein Abteil überhitzt, eine Notfallflasche kaltes Waser wurde besorgt. Für Fahrgäste, die es brauchen. Das erzählte der Triebwagenführer nachdem er allen Fahrgäst_innen und seinen Zugbegleitern für ihre Zusammenarbeit bei der Aktion gedankt hatte und erneut sagte, da...

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Kategorie: Ein Blog von Vielen
Tags: Asperger-Syndrom · Autismus und DIS · Die Helfer_Innen und die Hilfe · DIS? · Dissoziation als Schutz · dissoziative Identitätsstörung · dissoziative Identitätsstruktur · Innenansichten · Lauf der Dinge · Miteinander · Reorientierung · Traumafolgen · Vermeidung

von EinBlogVonVielen, 05. Juli 2018 um 11:45 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



von Freiräumen und der Frage, was man mit der Vergangenheit macht


Es ist ein bisschen so, als würde man Muskeln ansteuern, die noch gar nicht da sind, als die Therapeutin fragt: “Geht es ein bisschen darum, was sie damit machen? Mit ihrer rituellen Vergangenheit..?”.
Ich weiß, worum es geht. Weiß, es ist die Dissoziation, die mir alles Gesagte, Mit.geteilte und Erinnerte in dieser Stunde fremd und fern erscheinen lässt. Weiß, es geht um mich. Weiß, es geht um meine Vergangenheit.
Aber ja: Ich weiß nicht, was ich damit anfangen soll.
Was soll ich denn auch anfangen mit einem Tier, das um sich beißt. Mit einem Kind, dass blind vor Panik an Türen kratzt. Mit einem Selbst, das weder Ich noch Nichtich ist. Mit Innens, für die alles außerhalb dieses einen Ists nichts außer Lug und Trug ist.
So eine Truppe ist der Stoff aus dem abgefahrene Road-Trip-Filme sind, aber mein Leben hat keine Räume für sie.
Wir bemühen uns allgemein darum allen Innens ihre Räume zu geben und zu lassen.
Bei uns meint das nicht, dass wir schauen, dass alle von uns ihre Außenzeit haben oder bestimmte Dinge haben dürfen – es meint eher, dass wir soziale wie asoziale Räume schaffen und freihalten, in denen es nicht zwingend ist, dass ausschließlich...

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Kategorie: Ein Blog von Vielen
Tags: Autismus und DIS · Depersonalisation · Die Helfer_Innen und die Hilfe · DIS? · Dissoziation als Schutz · dissoziative Identitätsstörung · dissoziative Identitätsstruktur · Erinnern · Innenansicht · Innenansichten · multiple Persönlichkeit · nach dem Trauma · Reorientierung · Therapie · Trauma · Traumafolgen · Vermeidung · Viele-sein

von EinBlogVonVielen, 06. Juni 2018 um 12:04 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



weirdgute Post


Wie sehr wir daran gewöhnt sind, anstrengende, schlimme, ängstigende Post zu bekommen, haben wir vorgestern gemerkt.
Da lag der Brief vom “Fonds sexueller Missbrauch” im Briefkasten.
Eigentlich hätte er an unsere gesetzliche Betreuerin geschickt werden sollen. Wurde er auch. Aber an die, die uns nicht mehr betreut und ihn deshalb an uns weitergeleitet hat.
So wurde ein Brief, auf den wir 2 Jahre gewartet haben, zu etwas mit dem wir alleine waren. Den wir alleine aufmachen mussten. Dessen Auswirkungen auf uns nicht von jemandem im Außen aufgefangen werden konnten.
Wir fanden ihn morgens im Briefkasten und ließen ihn da liegen. Gingen mit NakNak* raus. Fuhren 40 Kilometer auf dem Rad.
Wir haben da nichts beantragt, wovon unser Lebens abhängt. Eine Ablehnung hätten wir also genauso hinnehmen können, wie all die anderen Anträge auf Assistenzleistungen und finanzielle Unterstützungen, die mit der Schule zusammenhängen.
Aber eine Nichtanerkennung dessen, worauf wir unseren Antrag begründet haben, hätten wir nicht ertragen.
Nicht mehr.
Ich will es nicht so dramatisch aufschreiben, aber es ist eben doch unser Helferding. Das “Hilfetrauma” mit dem wir leben un...

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Tags: Die Helfer_Innen und die Hilfe · Fonds "sexueller Missbrauch" · Helfergewalt · Hilfe · Trauma · Traumafolgen

von EinBlogVonVielen, 31. Mai 2018 um 15:26 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



Fundstücke #62


“Werde, wer du wirklich bist”, heißt ein Buch von Alison Miller, in dem es um rituelle Gewalt und die Überwindung von Mind Control geht.
Es ist ein Selbsthilfebuch für Betroffene und steht bei uns auf der Liste der Bücher, die wir irgendwann vielleicht eventuell mal lesen wollen. Dann, wenn wir wissen, wer wir denn wirklich sind.
Diese Lücke ist mir gestern noch einmal bewusst geworden, als ich einen Artikel über narzisstische Menschen, die mit einer Borderline-Persönlichkeitsorganisation leben, las.
Seit wir als narzisstisch persönlichkeitsgestört “diagnostiziert” wurden, stolpern wir öfter über solche und ähnliche Texte. Und natürlich versuchen wir uns darin zu finden. Immer noch. Obwohl wir wissen, dass wir keine so gelagerte Persönlichkeits”störung” haben.
Aber es entstehen interessante Gedanken und Fragen.
Zum Beispiel die danach, wer wir denn nun sind. Wie es denn nun wirklich um unser Selbstwertgefühl steht. Ob, und wenn ja, inwiefern und wozu wir Menschen ausbeuten. Ob, und wenn ja, wir Kritik fürchten. Ob, und wenn ja, für wie großartig wir uns denn halten. Ob, und wenn ja, wie überzogen unsere Ansprüche und Anforderungen an unsere direkte und indirekte ...

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von EinBlogVonVielen, 10. Mai 2018 um 13:59 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



Unterstützerhunde – Assistenzhunde


(Achtung: das ist ein 360° Video. Das heißt, man kann mit dem Mauscoursor auf der Videofläche, das Bild hin- und herziehen und dann alles wie in einem Raum ansehen. Es passieren viele Eindrücke gleichzeitig. Man kann aber auch nur Jessica angucken. Dann ist es fast wie üblich, außer einer leichten Bildkrümmung.) . . . .… Weiterlesen Unterstützerhunde – Assistenzhunde

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Tags: Angst · Asperger-Syndrom · Assistenzhunde · Ausbildung · Autismus · Autismus und DIS · Die Helfer_Innen und die Hilfe · DIS? · Hilfe · Innenansichten · Momente mit Glitzer drin · Schule

von EinBlogVonVielen, 26. Januar 2018 um 20:41 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



die Ausnahmesituation


Samstagmorgen. Wir liegen im Bett und versuchen mehr als erschöpftes abgekämpft sein zu empfinden. Versuchen dem Tag einen Körper zu geben, um ihn erfassen und be_leben zu können. Ich setze Kaffee auf, gehe mit NakNak* raus in den Regen, setze ich ans Küchenfenster und betrachte die Fetzen der letzten Nacht aus über 20 jähriger Entfernung.… Weiterlesen die Ausnahmesituation

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Tags: Angst · Die Helfer_Innen und die Hilfe · Hilfe · Kontakt · Lauf der Dinge · Leben · Macht · Miteinander · Psychiatriekritik · Vermeidung

von EinBlogVonVielen, 30. Dezember 2017 um 20:41 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



die Ausnahmesituation


Samstagmorgen. Wir liegen im Bett und versuchen mehr als erschöpftes abgekämpft sein zu empfinden. Versuchen dem Tag einen Körper zu geben, um ihn erfassen und be_leben zu können. Ich setze Kaffee auf, gehe mit NakNak* raus in den Regen, setze mich ans Küchenfenster und betrachte die Fetzen der letzten Nacht aus über 20 jähriger Entfernung.… Weiterlesen die Ausnahmesituation

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von EinBlogVonVielen, 30. Dezember 2017 um 20:41 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



Zweifel


Es begann mit dem Zeitungsartikel, in dem vom Insektensterben berichtet wurde. Heute gibt es 75% weniger Insekten im Vergleich zu einem Zeitraum, der noch gar nicht so lange her ist. Es ging weiter mit Artikeln zum Klimawandel. Nicht als “könnte eventuell vielleicht”-Blablabla, wie ich es als Jugendliche in den 2000ern noch lesen durfte, sondern als… Weiterlesen Zweifel

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Tags: Ausstieg · Die Helfer_Innen und die Hilfe · DIS? · Dissoziation als Schutz · dissoziative Identitätsstörung · dissoziative Identitätsstruktur · Einsamkeit · Erinnern · Innenansicht · Innenansichten · Klimawandel · Leben · Leben mit DIS · Lebensrealität · Realität nach dem Ausstieg · Traumafolgen · Viele-sein · Zweifel

von EinBlogVonVielen, 28. November 2017 um 14:15 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



Zweifel


Es begann mit dem Zeitungsartikel, in dem vom Insektensterben berichtet wurde. Heute gibt es 75% weniger Insekten im Vergleich zu einem Zeitraum, der noch gar nicht so lange her ist. Es ging weiter mit Artikeln zum Klimawandel. Nicht als “könnte eventuell vielleicht”-Blablabla, wie ich es als Jugendliche in den 2000ern noch lesen durfte, sondern als… Weiterlesen Zweifel

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von EinBlogVonVielen, 28. November 2017 um 14:15 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



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