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Regenbogenwald-Blog


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Schlagwort: Die Helfer_Innen und die Hilfe


Autismus, Trauma, Kommunikation #5


Das sozial mit Anstrengendste für uns ist die Wiederholung. Schlimmer noch: die Wiederholung von Wiederholungen. Am Schlimmsten: die Wiederholung von Dingen, die etwas mit gemachten Gewalterfahrungen zu tun haben.
Wir haben oft das Gefühl, uns zu wiederholen und wiederholen zu müssen, weil wir von anderen Menschen nicht oder nur teilweise, oft auch gar nicht verstanden werden.
Missverständnisse sind nur so zu lösen, das verstehen wir – und doch, es frisst einfach so viel Zeit und Kraft und Sicherheitsgefühl.
Besonders in der Traumatherapie und in nahen Beziehungen erleben wir es als belastend und merken, dass es manchmal diese Belastung ist, die an empfindlichsten Punkten fressen und zu Instabilität beitragen, dass wir bestimmte Dinge, immer wieder sagen müssen.
Für viele neurotypische Menschen bedeutet es keine Wiederholung, wenn sie das gleiche, was sie wörtlich ausgedrückt haben, auch noch in Taten und allgemeinem Gebaren kommunizieren. Im Gegenteil, die meisten Menschen glauben anderen Menschen eine Gefühlslage oder innere Haltung erst dann, wenn sie Gesagtes auch noch in irgendeiner Form selbst miterleben. Etwa, wenn sie Tränen sehen, nachdem jemand gesagt ...

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Kategorie: Ein Blog von Vielen
Tags: Asperger-Syndrom · Autismus · Autismus und DIS · Depersonalisation · Die Helfer_Innen und die Hilfe · DIS? · Dissoziation als Schutz · dissoziative Identitätsstörung · dissoziative Identitätsstruktur · Erinnern · Innenansichten · Kommunikation · Lebensrealität · Miteinander · multiple Persönlichkeit · soziale Interaktion · Trauma · Traumafolgen · Viele-sein

von EinBlogVonVielen, 13. Oktober 2018 um 21:22 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



Autismus, Trauma, Kommunikation #3


Wir arbeiteten bereits einige Zeit mit dem Begleitermenschen, als wir ihm von unserem “inneren Regal” erzählten. Das haben wir etabliert, nachdem uns jahrelang reintherapiert und rangenörgelt wurde, wir würden Lob und positive Rückmeldung nicht annehmen, aber sollten das doch mal machen. Das würde gegen Selbsthass helfen und ganz insgesamt doch ganz fein sein.
So haben wir unser Regal entwickelt. Denn mit Lob und positiver Rückmeldung ist für uns wie mit dem sinnlosen Kladderadatsch, den man von mittelnahen Freund_innen im Nanu Nana oder 1 Euro-Laden gekauft bekommt, weil man Geburtstag hat: man weiß wieso man es bekommt, versteht die Intension, freut sich über die Intension und – legt es dann in ein Regal, bis man es unbemerkt von eben jenen Freund_innen an die Straße stellt oder in den Sperrmüll gibt.
Lob und positive Rückmeldung ist eine soziale Geste.
In der Regel loben die Menschen, die an uns einen Arbeitsauftrag haben, etwas, das sie für lobenswert halten. Also eine Tat oder einen Akt, den sie als zu loben bewerten. Einem Lob geht also immer eine positive Bewertung voraus und orientiert sich darin an persönlichen (oder therapeutisch als positiv eingeordneten) Wert...

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von EinBlogVonVielen, 02. Oktober 2018 um 11:06 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



großer Bent – große Hilfe – ein Testbericht über ein schweres Faultier aus Dänemark


In diesem Text machen wir unbezahlte Werbung für ein Produkt, das uns von der Firma “Oliz” in Dänemark kostenlos zur Verfügung gestellt wurde, um über unsere Erfahrungen damit zu schreiben.
 
Neu in unserem Haushalt ist ein Stofffaultier, das “Bent” heißt. Genauer: “Großer Bent” (“Big Bent”).
Dieses Stofftier ist kein gewöhnliches Kuscheltier, wie man sofort bemerkt, wenn man ihn hochhebt.
Der große Bent wiegt 4,5kg, die gleichmäßig auf seine langen Arme und kürzeren Beine und den unteren Teil seines Rumpfes verteilt sind.
Er ist aus überwiegend weichem, kurzen Plüschstoff genäht. Seine Hände, Füße und Teile des Gesichts sind mit Flachsstoff gearbeitet. Seine Augen mit glattem Kunstleder und weichem Filz.
Diese Eigenschaft macht ihn für uns zu einer angenehmen “Befühlfläche”, was uns hilft, unsere Aufmerksamkeit von unangenehmen oder belastenden Gedanken(kreiseln) hin zum Körperempfinden zu bringen.
Der Bent ist hochwertig verarbeitet und an jeder Stelle hochzuheben. Er ist maschinenwaschbar, wenn man die Säckchen in den Gliedmaßen und dem Körper entfernt hat.
Klug angesetzte Reißverschlüsse ermöglichen leichten Zugriff.
Mit dem Be...

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Tags: Autismus und DIS · Beluga Healthcare · Bent · Beschwerungsdecken · Die Helfer_Innen und die Hilfe · Entspannung · Gewichtsstofftier · Körpereigenwahrnehmung · Momente mit Glitzer drin · Oliz · Overload · Produkttest · Sanddecken · schweres Stofftier · Testbericht · Tiefendruck · Überstimulation

von EinBlogVonVielen, 22. September 2018 um 15:18 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



Autismus, Trauma, Kommunikation #1


Vor einigen Jahren haben wir eine Artikelreihe zum Thema Schweigen und Reden geschrieben.
In diesem Text, der vielleicht auch eine Reihe wird, wird es um Kommunikation gehen.
Denn das ist unser eigentlicher Dreh- und Angelpunkt, wie wir heute wissen.
Wir haben schon immer das Problem positiver Diskriminierung, unserer Ausdruckweise und sprachlichen Fähigkeiten betreffend. Weil es das Missverständnis „Sprache“ = „Kommunikation“ gibt.
Wir sind sehr gut mit Sprache. Unser Wortschatz ist groß, unsere Metaphersammlung beeindruckend für viele Menschen. Wir lernen gerne und schnell Sprachen. Sprechen flüssig, moduliert und lang.
Wir sind allerdings eher mittelprächtig in der Kommunikation dessen, was wir eigentlich aussprechen wollen und eher untermittelprächtig gut in der Rezeption dessen, was uns andere Menschen kommunizieren wollen.
Denn Sprache ist Muster. Also: Grammatik und Wörter. Sprache ist lernbar. Das kann man sich einprägen, einüben. Sprache findet sich überall.
Kommunikation erfordert auch das, was als Intuition bezeichnet wird, weil der Lernprozess unbewusst und basierend auf neurologischem Feedback passiert. Menschen bringen einander K...

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von EinBlogVonVielen, 08. September 2018 um 12:16 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



note on: „Viele-Sein, Episode 6: „Wahrheit, Glaube und Diskurs““


Es ist das erste Mal, dass ich einen Blogartikel schreibe, statt etwas im Podcast weiter auszuführen.
Warum, frage ich mich jetzt, wo wir die Folge produziert haben und dem Uploadbalken beim Wachsen zu schauen.
In dieser Folge (Episode 6) geht darum, was es mit uns macht, wenn Menschen auf eine Bühne treten und verkünden organisierte rituelle Gewalt sei Quatsch, man solle aufhören davon zu reden und “Ach übrigens diese hier nicht persönlich anwesenden Personen sind im Grunde genommen nicht zurechnungsfähig.”
Also ja, es geht um das YouTube-Video, das vor Kurzem durch einige Verteiler ging, in dem ein Vortrag auf der Skepcon gezeigt wurde, der sich “kritisch” und “wissenschaftlich fundiert” mit ritueller Gewalt beschäftigt hat.
Weil wir uns nicht an dem Umstand, dass es diese Bühnen und Positionen überhaupt gibt nicht aufrauchen wollten, war das Ziel sich damit zu befassen, was es für uns bedeutet und ausmacht, was dort “diskutiert” wurde.
Am Ende aber zeigt sich für uns in der Aufnahme, dass es vielleicht aber doch ein Gespräch darüber wurde, dass es diese Menschen und Positionen gibt. Und dass der Diskurs einer ist, der so scharfe Kanten hat, dass es n...

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Tags: Die Helfer_Innen und die Hilfe · DIS? · Innenansichten

von EinBlogVonVielen, 16. Juli 2018 um 18:55 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



der Triebwagenführer, das große Bild und unser Regal


Wir saßen in einem überhitzten Abteil auf dem Weg vom Praktikumsort nach Hause, als der Triebwagenführer vorbei kam. Die Klimaanlagen sind ausgefallen, lasst die Fenster zu, Kinderwagen werden an die dafür vorgesehenen Plätze gestellt, Füße vom Sitz. Sein sächsischer Dialekt richtete mir den Rücken auf.
Wir sind 32 Jahre alt. Die DDR haben wir nie bewusst erlebt. Aber ihre Hinterbliebenen. Und das sind oft Menschen wie dieser Triebwagenführer gewesen. Allzeit bereit.
Mit ihnen geht es mir wie mit Leuten aus Brandenburg und Berlin: Ich weiß nie, ob sie mich gerade anscheißen oder herzlich anknuffen. Vorschriften sind ein Muss, menschliche Gesten daneben aber auch.
So kam es, dass wir alles über die Klimaanlage erfuhren, dass es Zugbegleiter gab und dass er sich darum kümmerte, es so erträglich wie möglich für alle zu machen.
Am nächsten größeren Bahnhof gab es eine Zugwechselaktion. Dort war nur noch ein Abteil überhitzt, eine Notfallflasche kaltes Waser wurde besorgt. Für Fahrgäste, die es brauchen. Das erzählte der Triebwagenführer nachdem er allen Fahrgäst_innen und seinen Zugbegleitern für ihre Zusammenarbeit bei der Aktion gedankt hatte und erneut sagte, da...

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von EinBlogVonVielen, 05. Juli 2018 um 11:45 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



von Freiräumen und der Frage, was man mit der Vergangenheit macht


Es ist ein bisschen so, als würde man Muskeln ansteuern, die noch gar nicht da sind, als die Therapeutin fragt: “Geht es ein bisschen darum, was sie damit machen? Mit ihrer rituellen Vergangenheit..?”.
Ich weiß, worum es geht. Weiß, es ist die Dissoziation, die mir alles Gesagte, Mit.geteilte und Erinnerte in dieser Stunde fremd und fern erscheinen lässt. Weiß, es geht um mich. Weiß, es geht um meine Vergangenheit.
Aber ja: Ich weiß nicht, was ich damit anfangen soll.
Was soll ich denn auch anfangen mit einem Tier, das um sich beißt. Mit einem Kind, dass blind vor Panik an Türen kratzt. Mit einem Selbst, das weder Ich noch Nichtich ist. Mit Innens, für die alles außerhalb dieses einen Ists nichts außer Lug und Trug ist.
So eine Truppe ist der Stoff aus dem abgefahrene Road-Trip-Filme sind, aber mein Leben hat keine Räume für sie.
Wir bemühen uns allgemein darum allen Innens ihre Räume zu geben und zu lassen.
Bei uns meint das nicht, dass wir schauen, dass alle von uns ihre Außenzeit haben oder bestimmte Dinge haben dürfen – es meint eher, dass wir soziale wie asoziale Räume schaffen und freihalten, in denen es nicht zwingend ist, dass ausschließlich...

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von EinBlogVonVielen, 06. Juni 2018 um 12:04 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



weirdgute Post


Wie sehr wir daran gewöhnt sind, anstrengende, schlimme, ängstigende Post zu bekommen, haben wir vorgestern gemerkt.
Da lag der Brief vom “Fonds sexueller Missbrauch” im Briefkasten.
Eigentlich hätte er an unsere gesetzliche Betreuerin geschickt werden sollen. Wurde er auch. Aber an die, die uns nicht mehr betreut und ihn deshalb an uns weitergeleitet hat.
So wurde ein Brief, auf den wir 2 Jahre gewartet haben, zu etwas mit dem wir alleine waren. Den wir alleine aufmachen mussten. Dessen Auswirkungen auf uns nicht von jemandem im Außen aufgefangen werden konnten.
Wir fanden ihn morgens im Briefkasten und ließen ihn da liegen. Gingen mit NakNak* raus. Fuhren 40 Kilometer auf dem Rad.
Wir haben da nichts beantragt, wovon unser Lebens abhängt. Eine Ablehnung hätten wir also genauso hinnehmen können, wie all die anderen Anträge auf Assistenzleistungen und finanzielle Unterstützungen, die mit der Schule zusammenhängen.
Aber eine Nichtanerkennung dessen, worauf wir unseren Antrag begründet haben, hätten wir nicht ertragen.
Nicht mehr.
Ich will es nicht so dramatisch aufschreiben, aber es ist eben doch unser Helferding. Das “Hilfetrauma” mit dem wir leben un...

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Tags: Die Helfer_Innen und die Hilfe · Fonds "sexueller Missbrauch" · Helfergewalt · Hilfe · Trauma · Traumafolgen

von EinBlogVonVielen, 31. Mai 2018 um 15:26 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



Fundstücke #62


“Werde, wer du wirklich bist”, heißt ein Buch von Alison Miller, in dem es um rituelle Gewalt und die Überwindung von Mind Control geht.
Es ist ein Selbsthilfebuch für Betroffene und steht bei uns auf der Liste der Bücher, die wir irgendwann vielleicht eventuell mal lesen wollen. Dann, wenn wir wissen, wer wir denn wirklich sind.
Diese Lücke ist mir gestern noch einmal bewusst geworden, als ich einen Artikel über narzisstische Menschen, die mit einer Borderline-Persönlichkeitsorganisation leben, las.
Seit wir als narzisstisch persönlichkeitsgestört “diagnostiziert” wurden, stolpern wir öfter über solche und ähnliche Texte. Und natürlich versuchen wir uns darin zu finden. Immer noch. Obwohl wir wissen, dass wir keine so gelagerte Persönlichkeits”störung” haben.
Aber es entstehen interessante Gedanken und Fragen.
Zum Beispiel die danach, wer wir denn nun sind. Wie es denn nun wirklich um unser Selbstwertgefühl steht. Ob, und wenn ja, inwiefern und wozu wir Menschen ausbeuten. Ob, und wenn ja, wir Kritik fürchten. Ob, und wenn ja, für wie großartig wir uns denn halten. Ob, und wenn ja, wie überzogen unsere Ansprüche und Anforderungen an unsere direkte und indirekte ...

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von EinBlogVonVielen, 10. Mai 2018 um 13:59 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



Unterstützerhunde – Assistenzhunde


(Achtung: das ist ein 360° Video. Das heißt, man kann mit dem Mauscoursor auf der Videofläche, das Bild hin- und herziehen und dann alles wie in einem Raum ansehen. Es passieren viele Eindrücke gleichzeitig. Man kann aber auch nur Jessica angucken. Dann ist es fast wie üblich, außer einer leichten Bildkrümmung.) . . . .… Weiterlesen Unterstützerhunde – Assistenzhunde

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von EinBlogVonVielen, 26. Januar 2018 um 20:41 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



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