Smilies  Color  Logout  Hilfe     

Regenbogenwald-Blog


Diese Webseite ist eine Community, erfahre mehr darüber!


Schlagwort: Behinderung


nach der Operation


Ich wachte auf, sah einen Blitz, schaute einem durch mich hindurch schießendem Innen in die Gefühle und hörte das Rütteln des Bettes unter mir.
Da war ein Impuls, auf den ich mit einer reflexhaften NEINhärte reagierte.
Und als ich das nächste Mal die Augen öffnete, sah ich die Gemögte vor uns sitzen. Ich dachte darüber nach, wie okay es wäre zu weinen. Wusste aber, dass ich, wenn ich darüber nachdenke, den Punkt verpasst habe.
Ich verpasse eigentlich immer diesen Punkt und weiß doch, dass mein Ich genau diesen Punkt markiert.
Es ist einfach das vor Schmerzen nichts mehr zu fühlen, der Durst, der geschwollene Mund, der raue Hals. Das Wimmern und das dumpfe Stumpfsinnen, die eine Armlänge hinter mir sieden. Das Gefühl der Schwäche, die überwunden werden muss, wenn man  et_Wasser haben will.
Das bin ich. Auch.
Für die Gemögte bin ich das nicht. Ich weiß nicht, wer ich für sie bin. Vielleicht findet sie mich auch monströs und beängstigend.
Es irritiert mich, dass sie da so sitzt und okay mit mir ist. Und ich fühle mich unterlegen, weil sie Wasser hat und ich nicht. Sie gibt mir ein nasses Tuch. Würde sie da nicht sitzen, würde ich es mir in den M...

Ganzen Beitrag anzeigen
Kategorie: Ein Blog von Vielen
Tags: Angst · Behinderung · Das Gefühl der Schwäche · Die Helfer_Innen und die Hilfe · DIS? · Dissoziation · dissoziative Identitätsstörung · dissoziative Identitätsstruktur · dissoziative Krampfanfälle · Erinnern · Imaginationen · Innenansicht · innere Helfer · innere Kommunikation · Körper · Leben · Macht · Medizin · medizinische Hilfe · Miteinander · multiple Persönlichkeit · nach dem Trauma · positive Ressourcen · Reorientierung · Selbstfürsorge · Traumafolgen · Trigger · Vermeidung · Viele-sein

von EinBlogVonVielen, 17. März 2015 um 20:24 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



0:30 Uhr


Ich sollte schlafen.
Aber.
Manche Trigger funktionieren so in mir. Sie bohren sich in meine Seele und vergiften mir mit jedem Tag mehr die Substanz in mir drin.
Viele Menschen leben mit solchen Triggern.
Viele Motivationstrainings basieren darauf.
Für viele Menschen, und ich habe mich lange auch dazu gezählt, fühlt es sich mitunter sogar belebend an, wenn der Puls unter der Haut am Hals pocht und so viel Adrenalin durch den Körper schießt, dass man aktiv ist, wie nie zuvor.
Man ist produktiv, schnell, wuchtig, direkt. In tieferen Lagen funktioniert der Charme dann noch und man macht sich sogar richtig beliebt mit seiner “Kraft” und seinem “Willen”. Seiner “Energie” und “Entschlossenheit”.
Das ist eben das Problem: Man kann den Menschen nur vor den Kopf gucken und eben nicht auf das, was ihnen im Nacken sitzt.
Angst, Erinnern, Horror sitzen in meinem Nacken und ich kann nicht einmal vor mir selbst formulieren, was das für mich bedeutet.
Genau jetzt in diesem Moment.
Ich denke, dass ich am Besten einfach immer alles alleine mache.
Niemanden brauchen, niemanden wollen.
Meine ganze (wirklich verdammt beschissene, schmerzr...

Ganzen Beitrag anzeigen
Kategorie: Ein Blog von Vielen
Tags: Abwertung von Opferschaft · Behinderung · Die Helfer_Innen und die Hilfe · DIS? · dissoziative Identitätsstörung · dissoziative Identitätsstruktur · Einsamkeit · Erinnern · Freiheitspraxis · Gewaltfolgen · Hyperarousel · Lauf der Dinge · Leben · Leben mit seelischer Behinderung · Lebensrealität · multiple Persönlichkeit · nach dem Trauma · Opfer · Selbstwirksamkeit · Trauma · Traumafolgen · Übererregung · Viele-sein

von EinBlogVonVielen, 06. März 2015 um 11:00 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



das Gespräch


Was ich immer wieder auch spannend finde – und ja tatsächlich auf die Art spannend, wie sie zum Streichen eines langen weißen Bartes Anlass gäbe, besäße ich einen solchen – ist die Art Beschämung oder auch peinlich berührt seins von Menschen, denen ich von meiner Behinderung erzähle, mit der Intension gemeinsam zu einem Umgang zu kommen, der weder für mich erniedrigend und schlicht nicht hinnehmbar ist (wie etwa die Notwendigkeit sich auf den Boden eines Schulklos legen zu müssen, weil sich auf die Schnelle kein anderer Ort finden lässt, an dem es einem einigermaßen privat grottenschlecht gehen kann) noch für andere Personen mit Überforderung oder auch dem Eindruck verbunden ist, irgendwie benachteiligt oder gestört zu werden.
Dass ich mit dem Lehrer, dessen Verhalten am Vortag massiv dazu beigetragen hatte, nicht zu sagen: “Äh – du ich kriege gleich einen Krampfanfall – wo ist bitte ein ruhiger Raum/eine stille Ecke/ eine Möglichkeit das hier nicht zu einem riesen Ding werden zu lassen?” , noch nicht gleich reden konnte, war mir klar. Vielleicht, werde ich das erst nächste Woche können, oder in zwei Monaten. Mir ist das erst einmal egal, weil ich weder den Lehrer noch den Kurs...

Ganzen Beitrag anzeigen
Kategorie: Ein Blog von Vielen
Tags: Barrieren · Behinderung · Behinderung Gleichstellung · Derailing · dissoziative Krampfanfälle · Forderungen · Hartz-4 · Inklusion · Kommunikation · Lauf der Dinge · Leben mit Behinderung · Lernen · Miteinander · Schule · seelische Behinderung · soziale Rollen · Sprache · Vermeidung

von EinBlogVonVielen, 14. Februar 2015 um 07:55 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



K.r.ämpfe


Es ist eine Autoritätsperson, die ihr etwas beibringen soll.
Sie möchte das. Fragt an dem Kloß im Hals vorbei. Wird losgeschickt. Ohne Zielangabe. Um der Erfahrung Willen. Natürlich. Wozu auch sagen, was auf sie zu kommt? Wozu auch vorbereiten – das Leben fragt auch nicht.
Die schwarze klebrige Farbe schwemmt Ekel hoch. Sie soll sie auf der Platte verteilen, mit Gaze in die Rillen drücken und vom Rest abwischen. Sie reibt und schiebt gegen das Erbrechen an. Ist still, wie die Jugendlichen um sie herum.
Es redet ein Junge im Kumpelton. Unter Kumpels ekelhaftes Zeugs anfassen, nicht wissen worum es geht – irgendwo wird nach Wörtern gejagt, um Luft gekämpft.
“Oh G’tt heute wurde so viel um irgendwas zum Festhalten, um Klarheit, um ein Später gekämpft.”. Die Welten krachen kreischend ineinander.
Es wird immer mehr ekelerregende klebrige Schwärze. Sie schaut hoch. Sieht in ein leeres Gesicht, das sie betrachtet. Erschrickt. Macht ihr verqueres Lächelgesicht. Reibt weiter. Die Autorität guckt. “Ich glaub, ich hab zu viel Farbe genommen – kann ich was tun, um…?” – “Ja ist gut, dass du zuviel genommen hast- das ist ne Erfahrung. Ohne gehts nicht.” umgeht er ihre...

Ganzen Beitrag anzeigen
Kategorie: Ein Blog von Vielen
Tags: Barrieren · Behinderung · Die Helfer_Innen und die Hilfe · DIS? · dissoziative Identitätsströung · dissoziative Identitätsstruktur · dissoziative Krampfanfälle · Flashback · Inklusion · Innenansicht · Krampfanfall · Leben mit Behinderung · Leben mit seelischer Behinderung · Lebensrealität · Lernen · Miteinander · multiple Persönlichkeit · Ohnmacht · Schule · soziale Rollen · Stress · Trigger

von EinBlogVonVielen, 12. Februar 2015 um 10:59 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



und in 10 Jahren? #Inklusion2025



Die “Aktion Mensch” hat eine Blogparade ausgerufen, in der es heißt: “Mit unserer Blogparade #INKLUSION2025 suchen wir … Ihre Ideen dazu, wie unsere Welt in zehn Jahren aussehen wird und was nötig ist, damit daraus eine inklusivere Gesellschaft wird.”.
“Was sollte sich ändern?”, fragst du “Aktion Mensch”
Ich denke: Vielleicht muss man aufhören eine Rederunde nach der anderen zur der Frage “Was muss sich verändern?” zu machen. Vielleicht muss man aufhören so zu tun, als müssten wir jedes Jahr neu darüber nachdenken und verhandeln “Ist das Mensch oder kann das weg?”, sondern loslegen, alle bisher aufgebrachten Vorschläge und Ideen, auf ihre Umsetzbarkeit zu prüfen. In Testläufen, kleinen und größeren Projekten, mit Freiwilligen, mit Lernenden, mit Wachsenden, die unser 2025 mitbestimmen werden.
Was war denn mit dem Zukunftsdialog 2012 – was passiert in jeder Vereinigung, jedem Verband, jeder Mitarbeiter_Innenversammlung, jeder Interessenvertretung, jeder sozialen Einrichtung, die sich um Menschen kümmert bzw. diese im Fokus hat, die mit Behinderungen jeder Art leben?
Jedes Jahr gibt es neue Ideen, jede Woche wird überall geäußert, was sich ändern müsste,...

Ganzen Beitrag anzeigen
Kategorie: Ein Blog von Vielen
Tags: Aktion Mensch · Behinderung · Blogparade #Inklusion2025 · die Gesellschaft · DIS? · Diskriminierung · dissoziative Identitätsstörung · Freiheit · Gesellschaft · Inklusion · Kapialimus · Kinderwunsch · Lauf der Dinge · Leben · Leben mit DIS · Leben mit seelischer Behinderung · Menschen mit Behinderungen · Menschenrechte · Miteinander · Mode · multiple Persönlichkeit · soziale Arbeit · Was ist Inklusion? · Zukunft

von EinBlogVonVielen, 12. November 2014 um 12:59 Uhr · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!



Behinderungsmerkmal “mehrfachdiskriminiert”


Eine umfassende Reform der Teilhabeleistungen für Menschen mit Behinderungen soll es geben und die Lösung soll “Bundesteilhabegesetz” heißen.
Verschiedene Punkte der Reformpläne wurden gestern in der Anhörung des Ausschusses für Arbeit und Soziales hinterfragt.
Dabei zeichnete sich ab, dass über die Wege zur Reform des § 9 SGB IX keineswegs nur Einigkeit herrscht, grundsätzlich aber die Notwendigkeit gesehen wird, Menschen mit Behinderungen in ihrem Wunsch- und Wahlrecht zu stärken, den Zugang und die Möglichkeiten der Beratung auszubauen und auch die Durchlässigkeit von Werkstätten zu verbessern.
Bisher werden nicht alle Personen mit Behinderungen gleichgestellt, was sie in ihrem Recht auf Einforderung von Leistungen zur Teilhabe  einschränkt.
So wurde von der Universität Kassel das Bundesgleichstellungsgesetz (kurz BGG) evaluiert, die zu dem Ergebnis kam, dass nicht alle Gruppen der Menschen mit Behinderungen berücksichtigt wurde.
Waltraud Wolff (SPD) führte an, dass Menschen mit “schlechten Kenntnissen der deutschen Sprache”, hörgeschädigte Menschen, Frauen mit Behinderungen, aber auch Menschen mit “geistigen und Lernbehinderungen” betroffen seien und richtete di...

Ganzen Beitrag anzeigen
Kategorie: Ein Blog von Vielen
Tags: Behinderung · Diskriminierung · Hartz-4 · Lauf der Dinge · Leben mit Behinderungen · Menschen mit Behinderungen · Teilhabe · Teilhabegesetz

von EinBlogVonVielen, 11. November 2014 um 19:18 Uhr · Gefällt mir · 1 anderen gefällt das



Kinderbücher mit Behinderung


Ich kann es so gut verstehen, wenn Kinder und ihre Eltern sich mehr Vielfalt in Büchern wünschen, wie Mareike das bei sich im Blog tut.
Für mich fängt es schon bei den Namen, der Hautfarbe und spezifischen Kultur- und/oder Religionseinflüssen in verschiedenen Alltagen an, die mir oft fehlen, aber natürlich fehlen auch die Leben von Kindern, die mit zum Beispiel Down Syndrom und und und und auf die Welt gekommen sind, in aller Regel in Kinderbüchern.
Für meine Eulengeschichte suche ich noch immer einen Verlag und arbeite nebenbei als kleines Ausruh-Eskapismus-Novemberüberstehdings an einer anderen Kindergeschichte. Deshalb stecke meine Nase gerade verstärkt in diese Szene und mir fallen da ein paar Dinge auf, die mitverantwortlich für wenig Diversität in Kinderbüchern sein könnten.
Meine Eulengeschichte ist so ein typisches Stück in Sachen “ein Kind bekommt etwas von einem Erwachsenen erklärt”. Davon gibt es ziemlich viele Kinderbücher, finde ich. Eigentlich kommt kaum ein Kind in Geschichten ohne elterliche/erwachsene Erklärung weg, was auf adultistischen Gesellschaftsstrukturen beruht. Erwachsene denken (und bekommen immer wieder von allen Seiten präsentiert), dass Ki...

Ganzen Beitrag anzeigen
Kategorie: Ein Blog von Vielen
Tags: Abhängigkeit · Adultismus · Barrierefreiheit · Bedürfnisse der Kinder · behindert werdende Menschen · Behinderung · Die Helfer und die Hilfe · Diversität · Heidi · Inklusion · Kinder · Kinderbücher · Kindergeschichte · Lauf der Dinge · Leben mit seelischer Behinderung · Menschen mit Behinderungen · Reflektion · Rollstuhl Barriere im Kopf · schreiben

von EinBlogVonVielen, 29. Oktober 2014 um 13:27 Uhr · Gefällt mir · 2 anderen gefällt das



Freunde Online

Feedback zur Seite
Ich möchte etwas zum Inhalt mitteilen
Ich möchte einen Rechtsverstoß anzeigen
Ich möchte eine mißbräuchliche Nutzung melden
Ich möchte etwas anderes mitteilen


Infos zum Regen­bogenwald

Das neue Design:
Eine wirklich kleine Umfrage

regenbogenwald.de ist die seit Sep­tem­ber 1999 bestehende, nicht kom­mer­ziel­le Com­mu­nity für Jeder­mann!

Neben Informationen, aktuellen News, Er­fahrungs­austausch und Unter­haltung im Chat und Foren, findest Du hier zahl­reiche Gedichte, Geschich­ten, Song­texte, Tage­bücher und vieles mehr.

Die gesamte Webseite ist werbefrei und dennoch kostenlos zu nutzen. Ermöglicht wird das durch den vom Finanzamt Essen als mildtätig aner­kannten Verein Regen­bogen­wald - Hilfe zur Selbst­hilfe e.V.

Du kannst Dich jederzeit kostenlos und ohne jegliche Verpflichtungen regis­trieren und ein­loggen, um das gesamte Angebot dieser Webseite nutzen zu können, indem Du oben auf das Symbol klickst.

Natürlich freuen wir uns über jede Spende für die Projekte des Vereins und zum Unterhalt der Webseite. Die Konto­ver­bin­dung dazu findest Du im Impressum.

Viel Freude beim Stöbern auf diesen Seiten wünscht Dir das Regenbogenwald-Team

Das Layout von regenbogenwald.de hat sich gravierend verändert. Bewerte es bitte nach Schulnoten:

(Ø = 2.5)

Und die Bedienbarkeit / Übersichtlichkeit? Bewerte es bitte nach Schulnoten:

(Ø = 2.6)

Möchtest Du uns dazu noch etwas sagen?

Zurück