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Teilhabe am gesellschaftlichen Leben

Teilhabe am gesellschaftlichen Leben

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Der Weg zum ersten Mal auf diese Art teilzuhaben war toll.

Ich machte einfach, http://maedchenmannschaft.net/mein-drittes-auge/"
>was ich immer mache um mir die Welt anzusehen, in Bildsprache auszudrücken, was mir in dem Berg auf meinem Herzen liegt und irgendjemand anderes nennt das dann Kultur. Dann werden die Bilder in schöne schwere Rahmen – sogar mit Glas drin! – gelegt und eine Ausstellung wird organisiert.


Und dann kommen Menschen und schauen sich meine Sprache über ihre Welt an. Verleben ein paar Stunden unter anderen Menschen und gehen vielleicht bereichert, inspiriert, erfreut, satt, müde wieder nach Hause.

Und ich würde lieber russischen Zupfkuchen backen. Lieber Skypen und nebenbei Zeichnen üben. Über Ideen und Gedanken reden.

Mein kleines soziales Nest besetzen und irgendwann Rücken an Bauch mit NakNak* einschlafen.


Früher bin ich schon oft allein gewesen, wenn es etwas zum Vorzeigen gab oder jemand bestimmte, es sei ein guter Moment um etwas vom Geschafften zu zeigen. Wir waren eine aktive Jugendliche und hätten wir nur en bisschen länger durchgehalten, vielleicht wären wir weniger oft allein zu einem Auftritt der Band, des Zirkus, der Tanzgruppe, der Chöre aufgetaucht, um während der ganzen Zeit auf die Tür und ins Publikum zu schauen, ob jemand dort ist, der mit uns verbunden ist.


Wir haben seit Jahren kein Instrument angefasst, keine Tanz- oder Sportgruppe besucht. Einmal haben versucht wieder in einen Chor zu kommen.

Und gemerkt, dass uns heterosexistische Performances nicht mehr nur nerven und ein Gefühl aufbauen falsch zu sein, sondern auch unbemerkt bleiben.


Und heute? Heute könnten wir unsere Familie anrufen und sagen: “Hey ich bins – ja ich hab immer noch keinen Job, bin immer noch krank, bin immer noch ganz die, die man besser verschwinden lässt – aber in der Welt, wo man so tut, als wäre das kein Problem – da durfte ich Fotos machen und diese Fotos findet jemand so gut, dass er sie unter Glas legt und in einen Gang mit noch ganz vielen anderen Arbeiten von Menschen hängt und Leuten sagt, sie sollen sich das mal anschauen. Guck mal, was ich gemacht hab!” und sie würden nicht kommen.

Und selbst wenn sie doch kämen, stünde neben dem Machwerk “Hannah C. Rosenblatt”. Sie würden unsere Werke nicht uns zuordnen.

Und selbst wenn doch, würden sie etwas von mir erwarten, dass ich nicht erfüllen kann. Weil ich immer noch ohne Ausbildung, ohne Job, immer noch krank, immer noch so eine verkrachte peinliche Existenz bin, die einfach froh um jeden erträglichen Tag ist und blind drauf los versucht etwas zu tun.


Es heißt “Teilhabe am gesellschaftlichen Leben” und meint für mich immer wieder die Erkenntnis: “Hey, du bist ohne Gesellschaft hier.”.

Es meint, dass ich lächle, meine Muskulatur einrasten lasse und zu arbeiten anfange, um mir ein Gefühl der Berechtigung zu produzieren.

Und ich bin dankbar dafür, bemerkt zu haben, dass ich Arbeitsaufträge brauche, um mir Dinge, wie die Anwesenheit bei der Ausstellung meiner eigenen Arbeiten, erlauben zu können.

Vor ein paar Jahren noch musste ich mich für sowas mit Schnitten in die Haut, Hunger über Tage, Schlafentzug bestrafen.

Heute ist diese Strafe ausgelagert an meine Armut, meine Gefühle der Nullposition in dieser Gesellschaft.

Dass ich noch lebe ist die Strafe und kaum etwas kann das überbieten.


Nach zwei belichteten Filmen fuhr ich nach Hause. Erst als die Tür hinter mir ins Schloss fiel, fühlte ich mich wieder gemeinsam. Da waren die Buchstaben im Handymessenger, da war ein Leuchtturmlicht in Emails.

Geweint habe ich natürlich wieder nicht und vielleicht ist das so, weil ich schon vor 13, 12, 11, 10 … Jahren so viel im Voraus darüber geweint habe, dass ich ein http://einblogvonvielen.org/2013/02/16/erwachsenes-waisenkind/"
>erwachsenes Waisenkind bin, das niemanden so nah an sich hat, dass es glaubt, Grund zu Stolz oder auch Zufriedenheit über sich und sein Handeln zu haben.


Unsere Gesellschaft kennt Existenzen wie meine nicht. Sie kennt mich nicht, sie will mich nicht, sie braucht mich nicht und es gibts nichts, was mich mehr entlastet, um mein eigenes Dasein zu ertragen

Und trotz dem das so ist, ist es traurig für mich nur neben ihr zu stehen und zu denken: “Wenn ich nicht ich wäre, dann könnte ich ein jemand, wie diese dort sein. Oder wenigstens überzeugend so tun, als ob.”.


http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/vieleineinemblog.wordpress.com/5985/"
> http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/vieleineinemblog.wordpress.com/5985/"
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Quelle dieses Beitrags: http://einblogvonvielen.org/2015/04/26/teilhabe-am-gesellschaftlichen-leben/



Mein „drittes Auge“

Sich ein Bild von der Welt zu machen, kann bedeuten zu einer inneren Haltung, einer Meinung zu kommen. „Wie stehe ich eigentlich zu…?“, „Was halte ich eigentlich von…?“ Um sich selbst verorten zu k…

Mädchenmannschaft


Da immer wieder Abmahnanwälte, Abmahnvereine und Fotografen unseren als mildtätig anerkannten Verein "Regenbogenwald e.V." mit unhaltbaren Forderungen zu schädigen versuchen, indem diese rechtlich eindeutige Grundlagen zu RSS-Feeds, geteilten Beiträgen und "Zueigenmachung" ignorieren, verweisen wir kommentarlos auf die Urteile des EuGH C-348/13 sowie des OLG Köln 6 W 72/16. Derartige Ansprüche erwidern wir eher lustlos.


Kategorie: Ein Blog von Vielen
Tags: DIS? · dissoziative Identitätsstörung · dissoziative Identitätsstruktur · Einsamkeit · erwachsenes Waisenkind · Folgen von Gewalt · Freiheitspraxis · Gesellschaft · Heimkind · Lauf der Dinge · Lebensrealität · Misshandlungsfamilie · multiple Persönlichkeit · nach dem Ausstieg · nach dem Trauma · selbstverletzendes Verhalten · soziale Interaktion · Teilhabe am gesellschaftlichen Leben · Traumafolgen · Viele-sein
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von EinBlogVonVielen, 26.04.2015 12:17 Uhr · Teilen · Kommentieren · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!

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