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vielleicht für andere


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Ich habe mich gefragt, ob ich vielleicht doch konkreter oder anders konkret über meine dissoziative Identitätsstruktur schreiben möchte.


Es war mir am Anfang mal ein Wunsch andere Menschen verstehen zu lassen, wie es ist und was es für mich bedeutet. Aber ich hatte nie das Gefühl, dass ich es kann. Daneben halte ich Aufklärung an sich auch für ein Akt der Ignoranz und Überheblichkeit. Wer bin ich denn anderen Menschen etwas zu sagen, dass meiner Ansicht nach wahrer, besser, richtiger ist? Aufgrund von wessen Aufklärung glaube ich denn an das, was ich so glaube und meine und zu wissen denke?


So ist es irgendwie das Blog von Vielen geworden, das es heute ist. Wir schreiben, was wir er-leben, immer so wie wir jeweils aufeinander drauf, durcheinander hindurch schauen. Es ist kein missionierendes Handeln und eher ein Stück Erklärung, die da ist, wenn man danach sucht, als Aufklärung, die sich aufdrängt, ohne, dass jemand darum gebeten hätte.


Was wir möchten ist, unser viele sein in einen Kontext zu stellen. Und zwar immer wieder in den gesamtgesellschaftlichen Kontext, der uns zum Einen hat viele werden lassen, in dem wir uns zum Anderen aber auch bewegen, um einander in diesem unserem Leben zu einen. Beziehungsweise – um zu sehen, ob diese Ver-eins-barkeit in diesem unseren Leben überhaupt möglich oder nötig ist. Das tun wir, weil wir den Wunsch danach in uns haben, nicht unser Sein oder die Gewalt, an die wir uns anpassen mussten um sie zu überleben, in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit oder auch allgemeiner Widmung zu stellen.


http://vieleineinemblog.files.wordpress.com/2015/03/pb150059.jpg?w=240&h=180"
alt="PB150059" width="240" height="180" align="right" border="0" />Ich habe gestern den Gedanken gehabt, dass ich selten über meine dissoziierte Identität und die dissoziierten Teile meines Lebens schreibe.

Selbstverständlich kann ich auch nur schwerlich über Identitäten und Leben schreiben, für die ich amnestisch bin aufgrund der Dissoziation. Aber ich sehe mich und die Anderen schon nicht mehr ausschließlich amnestisch füreinander, wie es noch war, als wir das Blog begannen.


Wir haben nachwievor unsere verschiedenen Leben nebeneinander her und haben darin jeweils unsere Aufgaben und Rollen zu tragen, aber wir wissen davon und bemühen uns noch einmal neu und anders darum diese miteinander zu balancieren. Wir haben aufgehört zu glauben, dass wir einander im Innen ersetzen könnten, oder, dass künstlich gemachte Verbindungen nötig seien um Schwierigkeiten oder auch Unfähigkeiten aufzufüllen oder verschwinden zu lassen. Wir schauen im Moment mehr darauf, den Faden zu den Kontexten, in denen wir leben zu halten und bewusst zu machen.


Diese Art Faden ermöglicht es uns Schritte zu tun, Wege zu betrachten und bewusst zu erleben.

Ich erlebe uns im Moment häufig als eine Person gesehen, die stark und kräftig ist. Die sich selbst sicher ist und vielen Belastungen standhalten kann.

Vielleicht stimmt das. Vielleicht findet man in meinem Leben und meinem Handeln viele Hinweise darauf, dass in mir eine Kraft ist, die andere Personen so nicht sichtbar machen (können, möchten, dürfen, sollen, spüren, haben).

Vielleicht sind diese Hinweise aber nur dann zu finden, wenn man danach sucht. Wenn man eine Erklärung dafür sucht, weshalb ich tue, was ich tue, so wie ich es tue. Vielleicht gibt es diese Hinweise durch die Augen anderer Personen gar nicht und vielleicht ist die Suche nach einer Erklärung für mein Handeln und Sein, ein Grenzübertritt, der mich berührt und bewegt.


Vielleicht, weil ich in all den Jahren nie eine Erklärung gefunden habe, sondern immer viele, die sich oft auch noch widersprechen, Werte verqueren und Selbst-Bilder verzerren.

Ich möchte mich dieser Bewegung gegenüber nicht versperren, um ein vermeintliches “Ich” zu bewahren.


Ich weiß nicht wer “ich” bin. “Ich” ist “wir”. Wir sind viele.


Über das Leben mit dissoziativer Identitätsstruktur zu schreiben bedeutet für uns, Kluften und Risse, Reflektionen und Zustände zu beschreiben, um an Verbindungen, Erkenntnisse und Möglichkeiten heranzufühlen. Wir haben uns mit jedem Artikel einander angenähert und werden das wohl immer tun, denn das Blog von Vielen ist ein Knotenpunkt in unserem Leben. Eine kleine Kreuzung, ein stetiger Pol der Interaktion mit verschiedenen Menschen, der inzwischen nicht mehr wegzudenken ist.


Nun werden wir versuchen, auch für andere Menschen über das viele sein zu schreiben. Ein bisschen anders. Ein bisschen konkreter vielleicht. Vielleicht nur für einen oder zwei Artikel. Vielleicht bleibt es auch nur bei dem Vorsatz und wird nie umgesetzt.

Aber ich fühle mich irgendwie bereit dafür, über manches einfach anders zu schreiben als bisher und vielleicht ist das schon alles, was ich für heute hier stehen lassen möchte.


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Quelle dieses Beitrags: http://einblogvonvielen.org/2015/03/12/vielleicht-fr-andere/


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Kategorie: Ein Blog von Vielen
Tags: Aufklärung · Blog · Bloggen · die Anderen · DIS? · dissoziative Identitätsstörung · dissoziative Identitätsstruktur · Erklärung · Freiheitspraxis · Gedanken · Identität · Identitätsstruktur · Lauf der Dinge · Lebensrealität · Miteinander · multiple Persönlichkeit · Selbstwirksamkeit · Sprache · Viele-sein
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von EinBlogVonVielen, 12.03.2015 14:56 Uhr · Teilen · Kommentieren · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!

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