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Helden im Krieg sind keine Kriegshelden - Und kaum jemand kennt sie

Helden im Krieg sind keine Kriegshelden - Und kaum jemand kennt sie

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heldentaten

Während des 2. Weltkriegs sorgte die immense Propagandamaschinerie Adolf Hitlers immer wieder dafür, Soldaten, Generäle und Minister mit den höchsten Zahlen an Tötungen und Morden als Kriegshelden zu präsentieren. Wer kennt sie nicht, diese zahllosen Kriegshelden mit den Namen wie Göbbels, Göring, Mengele oder Herrmann und allen voran Hitler, um nur ganz wenige Beispiele anzuführen. Umso mehr Menschenleben sie vernichteten, desto berühmter und gefeierter waren sie und die Namen sind bis heute geläufig. Ihnen sind allein auf Wikipedia Einträge gewidmet, die selten weniger als 100-150 Verweise zu weiteren Quellen enthalten.

Das sind oder waren so genannte Kriegshelden und sicher keine Helden des Krieges!

Aber es gab sie auch, mit wenigen Ausnahmen bleiben sie aber für immer unbekannt. Manchesmal ist oder war es ihr eigener Wunsch, oft wurden sie als Verräter und Verbrecher selbst in der Bevölkerung geächtet, eben die Bevölkerung, die von den Greueltaten ihrer Kriegshelden plötzlich  nichts gewusst haben wollten. Zu wahrem Weltruhm haben es nur wenige geschafft: Graf von Stauffenberg, Beck und Schindler, bei Wikipedia meist kaum mehr als 10 Verweise und Schindler wäre wohl ohne den mutigen Einsatz von Steven Spielberg und dessen Verfilmung von "Schindlers Liste" eher in Vergessenheit geraten. Sie haben oder haben zumindest versucht, unter der Gefahr für ihr eigenes Leben das Leben anderer zu retten.

 

Der Holocaust und die wahren Helden des Krieges


Neben Schindler gab es noch weitere Personen, die sich nachhaltig für die Rettung von vor allem jüdischen Männern, Frauen und insbesondere Kindern verdient machten. Kaum jemand kennt sie, doch ohne sie hätte es tausende weitere Mordopfer im 2. Weltkrieg gegeben. Da war zum Beispiel die Schwester von Oskar Schindler, Irena Sendler. Sie verhalf im Alter von 29 Jahren über 2.000 Jungen und Mädchen zur Flucht aus dem Warschauer Ghetto und rettete damit ihr Leben. Sie überlebte selbst den 2. Weltkrieg trotz schwerer Folter durch die SS nur knapp und wurde erst 2007 in Warschau dafür geehrt, wo die dann 97-Jährige ein Jahr später verstarb.

Der Japaner Chiune Sugihara, im 2. Weltkrieg als Konsul in Litauen tätig, verschaffte tausenden Juden gefälschte Pässe, mit denen diese dann ausreisen konnten und damit in Sicherheit waren. Über 2.000 gerettete Menschen sind belegt, Schätzungen reichen aber zwischen 10.000 und 20.000 ausgestellter Pässe. Im Jahre 1985 ehrte der Staat Israel Sugihara mit dem Yad-Vashem-Preis und er wurde zum „Gerechten unter den Völkern“ ernannt. Auch er verstarb ein Jahr nach dieser Ehrung im Alter von 86 Jahren.

Ohne diplomatische Immunität und in Gefahr, jederzeit verhaftet zu werden, nahm Francis Edward Foley größte persönliche Gefahren auf sich, um deutsche Juden vor der NS-Verfolgung zu beschützen. Foley besuchte Internierungslager, um die Freilassung von Gefangenen zu erwirken, versteckte jüdische Flüchtlinge bei sich zu Hause und verhalf Flüchtlingen zu gefälschten Pässen. Nach Schätzung eines jüdischen Sozialarbeiters soll er ‚Zehntausende‘ vor dem Holocaust bewahrt haben. Foley verstarb 1958, ein Jahr vor der ersten Ehrung.

Sir Nicholas George Winton ist ein britischer Staatsbürger, der kurz vor Beginn des 2. Weltkriegs die Rettung von 669 meist jüdischen tschechischen Kindern vor dem Holocaust organisierte. Diese Aktion wurde als der tschechische Kindertransport bekannt. Winton, der selbst jüdischer Abstammung ist, erhielt am 29.10.2014 im Alter von 105 Jahren die Ehrung durch den tschechischen Präsidenten Milos Zehman für seine Heldentaten, die er selbst jahrzehntelang verschwieg. Erst seine Frau fand 1988 in einem Koffer auf dem Speicher des Wohnhauses mit Material über seine Taten und brachte die Sache an die Öffentlichkeit.

Und es wird zahlreich weitere Personen geben, die es verdient haben, "Helden des Krieges" genannt zu werden, von denen wir wahrscheinlich nie erfahren werden!

 

Feierlaune


Die Kriegshelden kennt jeder, doch ihre wahren "Mords"-Taten werden oft geleugnet oder gar gut geheissen. Es darf nie vergessen werden, dass der Holocaust ca. 6 Millionen Menschen das Leben kostete. Die Neonazis leugnen heute den Holocaust, feiern Hitler, Göbbels, Göring und andere Kriegsverbrecher immer noch als Helden und offenbaren ihre menschenverachtende Gesinnung lautstark und unverholen. Für sie sind Personen, die sich für ein friedliches Miteinander in der globalisierten Welt einsetzen, "Gutmenschen" und verhöhnen diese. Doch wirklich "gute Menschen" sind und waren solche wie Schindler, Sendler, Sugihara, Foley, Winton und viele Unbekannte. Wenn jeder von ihnen auch nur ein Menschenleben gerettet hätten, so haben sie die Menschheit gerettet! Und dafür sind und sollten wir dankbar sein!

 

Auf die Frage "Wie sollte ich allein schon die Welt retten können?" gibt es nur eine Antwort: "Indem Du mit gutem Beispiel voran gehst!"
Kategorie: Menschlich sein
Tags: 2. Weltkrieg · Helden · Holocaust · Juden · Neonazis
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Über Micha:
Jahrgang 1961 arbeite ich über 35 Jahre lang in der Softwareentwicklung mit dem Schwerpunkt Datenbanken und Problemanalysen. Ende 1999 wurde die Webseite des Regenbogenwalds von mir erschaffen und bin seit der Vereinsgründung 2012 auch dessen ehrenamtlicher Vorstand.
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von Micha, 30.10.2014 12:03 Uhr · Teilen · Kommentieren · Gefällt mir · 2 anderen gefällt das

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