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Misshandelt und gefilmt: Wie russische Neonazis Jagd auf Schwule machen

Misshandelt und gefilmt: Wie russische Neonazis Jagd auf Schwule machen

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http://d1.stern.de/bilder/stern_5/lifestyle/2013/KW45/russia1_maxpane_75_50.jpg"
hspace="5" align="left" />Die Gewalt gegen Schwule in Russland reißt nicht ab: Neonazis haben erneut einen Jugendlichen in eine Falle gelockt und misshandelt. Um das Opfer zu demütigen, filmten sie ihre abscheuliche Tat.

Keine 100 Tage mehr bis zum Beginn der Olympischen Winterspiele in Sotschi. Dass Schwule dort nicht willkommen sind, hat Präsident Putin durch sein Anti-Homosexuellen-Gesetz unmissverständlich zum Ausdruck gebracht. Doch in welche Gefahr sie sich begeben, zeigt jetzt erneut ein abscheuliches Video einer russischen Neonazigruppe.

Ein südafrikanischer Austauschstudent wurde in der Großstadt Belgorod Opfer des fremden- und schwulenfeindlichen Netzwerks “Okkupaj Pedofilyaj”. Es ist berüchtigt dafür, im Internet Kontakt zu Homosexuellen aufzunehmen und sie anschließend in eine Falle zu locken. "Safari" nennen sie die Quälerei verharmlosend. Um ihre Opfer zu verhöhnen, stellen die Täter anschließend ein Video der Misshandlungen ins Netz und zwingen ihn, seinen Namen und seine Adresse zu nennen. So auch in diesem Fall. Opfer wird nackt gefilmt und verhöhnt.

Die Tortur in einer Privatwohnung dauert offenbar mehrere Stunden. Der sichtbar verstörte und verängstigte Student lässt die Demütigungen tapfer über sich ergehen. Er kommt allen Forderungen widerspruchslos nach. Doch er muss Todesängste ausgestanden haben. Die Peiniger selbst hingegen machen keinen Held daraus, dass sie Spaß an ihren Misshandlungen haben. Sie lachen, grölen und kommen sich offenbar ganz toll vor.

Besonders erschreckend: Die Täter haben offenbar keinerlei Furcht vor Strafverfolgung. Sie zeigen offen ihr Gesicht und damit ihre Identität. Mehr als 20 Menschen wurden laut der in Moskau ansässigen Nichtregierungsorganisation "Sova Center" allein im vergangenen Oktober bei rassistischen oder schwulenfeindlichen Übergriffen verletzt. Seit Anfang des Jahres seien 18 sogar dabei getötet worden.

In den Fall des missbrauchten südafrikanischen Studenten hat sich nach einem Bericht der in Pretoria erscheinenden Zeitung "The Star" der renommierte Rechtsanwalt Coenraad Kukkuk eingeschaltet. Er habe dem russischen Botschafter Mikhail Ivanovich Petrakov geschrieben und verlangt, dass die Täter zur Rechenschaft gezogen werden. Darauf habe er auch eine Antwort die erhalten, sagt Kukkuk: "Eine E-Mail mit acht Fragezeichen."


Quelle dieses Beitrags: http://www.stern.de/panorama/misshandelt-und-gefilmt-wie-russische-neonazis-jagd-auf-schwule-machen-2069801.html#utm_source=standard&utm_medium=rssfeed&utm_campaign=panorama


Da immer wieder Abmahnanwälte, Abmahnvereine und Fotografen unseren als mildtätig anerkannten Verein "Regenbogenwald e.V." mit unhaltbaren Forderungen zu schädigen versuchen, indem diese rechtlich eindeutige Grundlagen zu RSS-Feeds, geteilten Beiträgen und "Zueigenmachung" ignorieren, verweisen wir kommentarlos auf die Urteile des EuGH C-348/13 sowie des OLG Köln 6 W 72/16. Derartige Ansprüche erwidern wir eher lustlos.


Kategorie: Panorama
Tags: Neonazis · Russland · Schwule · Strafverfolgung
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von Newsfeed, 07.11.2013 20:30 Uhr · Teilen · Kommentieren · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!

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