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Frakturen in der Haasenburg GmbH: Die Akte Nora

Frakturen in der Haasenburg GmbH: Die Akte Nora

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border="0" width="152" height="76" />Ihr wurde im Heim der Arm gebrochen. Das Ministerium wollte davon nichts gewusst haben. Dokumente stellen diese Aussage nun in Frage.

HAMBURG/BERLIN taz | Erst als die taz im Sommer über drei Knochenbrüche in den Heimen der Haasenburg GmbH berichtete, nahm die Staatsanwaltschaft Cottbus die Ermittlungen auf. In Teamleitungsprotokollen, die der taz vorliegen, fanden sich Hinweise auf schwere Armverletzungen bei drei Mädchen, die offenbar bei sogenannten Antiaggressionsmaßnahmen durch Mitarbeiter entstanden waren.

Tatsächlich erlitten zwei Mädchen Brüche – der anderen Jugendlichen wurde der Arm ausgekugelt. Wie neue Recherchen der taz belegen, waren die Angaben, die das brandenburgische Bildungsministerium damals zu den Fällen machte, nicht korrekt. Sprecher Stephan Breiding schrieb Ende Juni auf die Fragen der taz, dass es „nach den im Landesjugendamt vorliegenden Meldungen nur in einem der drei beschriebenen Fälle zu einem Armbruch kam und dass dieser nicht durch Mitarbeiter der Haasenburg verursacht wurde“.

Auch die ausgekugelte Schulter des anderen Mädchens möchte das Ministerium nicht den Erziehern der Haasenburg GmbH vorwerfen: „Die Verletzung ist entstanden, nachdem die Jugendliche zuvor Erzieher mit einem Stuhl angegriffen hatte.“ Dabei hätte das Ministerium aufhorchen müssen: Kurz vor der Rechtfertigung des Vorfalls hatte die taz enthüllt, dass es in den Heimen auch zu einem Todesfall gekommen war; später wurde ein weiterer Fall bekannt.

Noch deutlicher im Widerspruch zu den Aussagen des Ministeriums steht das, was in der Akte des Mädchens Nora zu lesen ist: die Fraktur, die dem Ministerium angeblich nicht bekannt gewesen sein soll. Dazu wollte Münchs Sprecher im Juni auf erneute Nachfrage nichts mehr mitteilen. Das Ministerium berief sich nun darauf, sich „im laufenden Verfahren“ der Staatsanwaltschaft nicht mehr zu äußern. Mittlerweile wird in etwa 70 Fällen ermittelt.

Wie es die Firma sieht, war aber nicht das eigene Personal für die Fraktur verantwortlich, vielmehr habe sich das Kind den Arm allein gebrochen. In einem Teamprotokoll zu dem Vorfall steht: „es hat eine AA-Maßnahme stattgefunden, woraufhin sie sich so stark wehrte, dass sie sich ihren Arm brach -> sie kann enorme Kräfte entwickeln.“

Entweder die Kontrolle versagte. Oder aber die Behörden schauten weg und bewerteten die harschen Methoden der Haasenburg GmbH als geeignete Erziehungsmaßnahmen für vermeintlich brutale minderjährige Straftäter. Vernachlässigt wird dabei, dass Jugendliche nicht auf der Grundlage des Strafgesetzbuches in solchen Heimen sind, sondern nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch, Paragraf 1631b.

Dass dies nur wenige interessiert, weiß am besten die junge Frau, die im Juni 2013 einen Brief über ihre Erlebnisse in der Haasenburg GmbH schreibt. Sie könne nur davor warnen, Kinder dort einzusperren: „Da ich selber miterlebt habe und auch an eigenen Leibe spüren musste, wie es ist, schikaniert, niedergemacht, angeschrien, misshandelt, fixiert und eingesperrt zu werden“.

Die junge Frau schreibt, wie ihr der Arm gebrochen und eine Platte am Oberarm mit neun Schrauben eingesetzt wurde. „Ich habe wahrscheinlich mein Leben lang diese Narbe und seelische Schäden, denn dieses traumatische Erlebnis kann man nicht einfach so verarbeiten!“ Die Absenderin des Briefes heißt Nora.

* Die Namen sind geändert, http://www.taz.de/Frakturen-in-der-Haasenburg-GmbH/!126900/"
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Quelle dieses Beitrags: http://www.taz.de/Frakturen-in-der-Haasenburg-GmbH/!126900/



Frakturen in der Haasenburg GmbH: Die Akte Nora

Ihr wurde im Heim der Arm gebrochen. Das Ministerium wollte davon nichts gewusst haben. Dokumente stellen diese Aussage nun in Frage.

WWW.TAZ.DE von Kaija Kutter


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Kategorie: Panorama
Tags: Brüche · Haasenburg · Jugendamt · Ministerium · Nora · TAZ
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von Newsfeed, 06.11.2013 08:09 Uhr · Teilen · Kommentieren · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!

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