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Flüchtlingsunglück vor Lampedusa: Wer kein Geld hat, kann nicht fliehen

Flüchtlingsunglück vor Lampedusa: Wer kein Geld hat, kann nicht fliehen

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border="0" width="152" height="76" />Mehr Entwicklungshilfe wird die Migration nach Europa nicht stoppen. Denn es sind nicht die Ärmsten der Welt, die flüchten, sondern die untere Mittelschicht.

Tatsächlich aber stammt die Mehrheit der Bootsflüchtlinge aus Ländern, mit denen gar keine Entwicklungszusammenarbeit möglich ist. „Die Forderung nach mehr Entwicklungshilfe ist eine Nebelkerze“, sagt Günter Burkhardt, Geschäftsführer von Pro Asyl. „Da wird Stimmung gemacht und suggeriert, dass die Flüchtlinge aus wirtschaftlichen Gründen kommen.“

Die EU-Grenzschutzagentur Frontex gibt an, dass die 31.000 Menschen, die allein in diesem Jahr über die zentrale Mittelmeerroute gekommen sind, größtenteils aus Eritrea, Somalia und Syrien stammen. Wobei die Syrer bereits in das in Chaos versinkende Ägypten geflohen sind und sich von dort über das Mittelmeer wagen. Somalia und Syrien kommen mangels staatlicher Strukturen und Bürgerkrieg nicht für Entwicklungshilfe infrage. Eritrea ist eine Diktatur, die ebenfalls nicht geeignet ist für wirtschaftliche Zusammenarbeit.

Doch selbst dort, wo Entwicklungshilfe möglich ist, ist der Ansatz wenig erfolgversprechend. Nach Krieg und Gewalt führen eben gerade nicht Hunger und Elend zur Migration nach Europa. Im Jahr 2012 kamen große Gruppen aus Tunesien, Algerien und Nigeria auf Lampedusa an – Länder, die nicht zu den ärmsten zählen. „Die ärmsten Menschen der Welt können gar nicht wandern, sie haben weder die Mittel noch die Kraft, auch nur 50 Kilometer weit zu kommen“, sagt Dirk Messner, Direktor des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE) in Bonn. „Es ist vor allem die untere Mittelschicht, die emigriert. Ihre Motivation ist eine ganz andere als bei den Ärmsten. Sie wollen ihr Glück woanders suchen, suchen für sich und ihre Kinder eine bessere Zukunft.“ http://www.taz.de/Fluechtlingsunglueck-vor-Lampedusa/!125292/"
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Quelle dieses Beitrags: http://www.taz.de/Fluechtlingsunglueck-vor-Lampedusa/!125292/



Flüchtlingsunglück vor Lampedusa: Wer kein Geld hat, kann nicht fliehen

Mehr Entwicklungshilfe wird die Migration nach Europa nicht stoppen. Denn es sind nicht die Ärmsten der Welt, die flüchten, sondern die untere Mittelschicht.

WWW.TAZ.DE von Silke Mertins


Da immer wieder Abmahnanwälte, Abmahnvereine und Fotografen unseren als mildtätig anerkannten Verein "Regenbogenwald e.V." mit unhaltbaren Forderungen zu schädigen versuchen, indem diese rechtlich eindeutige Grundlagen zu RSS-Feeds, geteilten Beiträgen und "Zueigenmachung" ignorieren, verweisen wir kommentarlos auf die Urteile des EuGH C-348/13 sowie des OLG Köln 6 W 72/16. Derartige Ansprüche erwidern wir eher lustlos.


Kategorie: Menschlich sein
Tags: Asyl · Entwicklungshilfe · Flüchtlinge · Lampedusa
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von Newsfeed, 11.10.2013 08:19 Uhr · Teilen · Kommentieren · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!

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