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Keine Hilfe für Opfer von Missbrauch

Keine Hilfe für Opfer von Missbrauch

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Es klingt ungeheuerlich: Rot-Grün verweigert den Opfern sexuellen Missbrauchs jede finanzielle Unterstützung. Keinen Cent stellt die Landesregierung bereit, um minderjährigen Opfern zum Beispiel schnelle und langfristige Therapien zu ermöglichen. Dabei haben Vertreter von Bundesministerien, Betroffenen und Experten längst empfohlen, einen Fonds zu gründen, um jungen Opfern familiären Missbrauchs unkonventionell und langfristig helfen zu können. 100 Millionen Euro sollten Bund und Länder dafür aufbringen. Doch während Schwarz-Gelb seine 50 Millionen bereitstellte, sieht Rot-Grün in NRW bis heute keine Notwendigkeit, seinen Anteil auch nur verbindlich zuzusagen. Worauf diese Woche auch Johannes-Wilhelm Rörig, der Bundesbeauftragte für sexuellen Missbrauch, voll Verdruss hinwies.

Das klingt nicht nur, das ist auch ungeheuerlich, intonierte sogleich die CDU-Landtagsfraktion. Die konnte sich rühmen, schon zuvor beantragt zu haben, dass NRW seine zehn Millionen überweisen möge – worüber die Regierung hinwegging. Ganz so ungeheuerlich ist dies womöglich aber doch nicht. Immerhin hat, von Mecklenburg-Vorpommern abgesehen, kein einziges Land seinen Beitrag überwiesen oder verbindlich zugesagt. Und dafür gibt es Gründe. Solange nicht entschieden sei, wie genau das Geld verwendet werde, könne man nicht Millionen in einen Fonds stecken, der fast einem schwarzen Loch ähnele, argumentieren Familienpolitiker der Länder. Man kann das als Beleg rigider Sparpolitik deuten – oder als kapitales Misstrauensvotum gegen den Sinn langfristiger Therapien für Missbrauchsopfer. Auch das müsste nicht zwingend von dumpfer Ignoranz zeugen, schließlich wird sogar unter Therapeuten die Gefahr einer Übertherapierung diskutiert. Sollte aber ein derartiges Misstrauen Rot-Grün motivieren, müsste das Land gefälligst eine offene Diskussion über Sinn oder Unsinn mancher Therapien anstoßen. Sonst bliebe der Verdacht, dass Rot-Grün schlicht unbarmherzig spart.


Der Autor ist Politikredakteur der "Welt am Sonntag" in NRW


Quelle: http://www.welt.de/print/wams/nrw/article119582980/Keine-Hilfe-fuer-Opfer-von-Missbrauch.html
Kategorie: Opferhilfe
Tags: Missbrauch · Opferhilfe · Rörig
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Über Micha:
Jahrgang 1961 arbeite ich über 35 Jahre lang in der Softwareentwicklung mit dem Schwerpunkt Datenbanken und Problemanalysen. Ende 1999 wurde die Webseite des Regenbogenwalds von mir erschaffen und bin seit der Vereinsgründung 2012 auch dessen ehrenamtlicher Vorstand.
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von Micha, 02.09.2013 18:08 Uhr · Teilen · Kommentieren · Gefällt mir · sei der Erste, dem das gefällt!

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