Tagebuch-Eintrag


Home nach oben Orientierung im Regenbogenwald Sitemap / Seitenübersicht

"Spurensuche"

08.06.2010  |  weiter schreiben |  Einstellungen Kommentare: 1
Ich bin genervt von meiner inneren Hab-Acht-Stellung, so sehr ich mich auch bemühe, ich kann sie nicht abschütteln.
Immer diese Angst, was kommt als nächstes.
Ich genieße zwar das endlich schöne Wetter und die Fortschritte die meine Kleine macht, doch irgendwas drückt in meinem Nacken.
Nicht das ich mich beschwere, so ist es alle mal besser als vor ein paar Wochen noch.
Doch ich möchte diese Zeit endlich abschütteln können und nur noch Leben.

27.05.2010 Kommentare: 1
Habe seid ein paar Tagen wieder nachdenklich - nachdenklich nicht depressiv!

Wenn mich jemand Anfang des Jahres gefragt hätte, was ich mir fürs neue Jahr wünsche, hätte ich gesagt - nichts, ich habe alles was ich mir wünschte-.
Im nachhinein hätte ich mir Gesundheit und Wohlergehen, für alle Menschen gewünscht die mir etwas bedeuten.
Für mich waren die vergangenen Monate wie ein Dejavu und doch wieder ganz anders.
Uns hat niemand gefragt, werdet ihr das schaffen kann man euch solch etwas auflasten? Aber wer soll schon Fragen, das Leben ist nun einmal wie es ist und bringt einfach Dinge mit sich die geplant sind.
Ein Kind zu wollen kannst du planen, aber nicht das du es verlierst.
Ein Leben zusammen kannst du planen, aber wie lange ihr Zeit zusammen habt nicht.
Den Alltag kannst du planen, aber nicht das was im Umfeld geschieht.
Am Ende haben wir diese ungeplante Lebensaufgabe überstanden, aber für welchen Preis.
Mal davon abgesehen, das er seine Haare verloren hatte (die wachsen wieder), mal davon abgesehen das er die Chemo gut verkraftet hat, mal davon abgesehn das es mir anzusehen ist wie viel Streß ich hatte.
Gibt es im nachhinein innere Wunden und Spuren bei ihm, bei der Kleinen, bei mir?
Ist es nun vorbei, werden wir nur noch einmal im Jahr bangen wenn er zur großen Nachkontrolle muss, oder wird es noch lange present bleiben.
Keine Frage wir haben begonnen unser Leben nun endlich zu leben, und wachsen wieder zu einer Familie, zu einem Wiralltag zusammen.
Und doch ist da ein kleiner bitterer Beigeschmack.
Die Frage wieviel ein Mensch verkraften kann oder muss, und ob man nicht doch endlich raltiv sorgenfrei leben darf, mal abgesehen von alltägluichen Sorgen.
Ich für meinen Teil habe mich in der ganzen Zeit wieder bis an meine Grenzen gebracht, aber das möchte ich nicht mehr, denn es ist nicht gut , nicht für mich nicht für den Zwerg und nicht für ihn!
In wie weit wird das alles unser Leben noch bestimmen, Stichwort weiterer Kinderwunsch.
Bei mir selbst merke ich das ich sehr ängstlich geworden bin was die Kleine angeht, ich war vor der Diagnose viel gelassener, wenn sich sich gestoßen hat oder sonst was, und heute bekomme ich fast Panik, was bei nem Kind im Krabbel und hochziehalter nicht von Vorteil ist.
Ich habe erneut enorme Verlustängste, doch ich hoffe das diese sich legen.
Die akute Zeit ist vorbei und zum Glück kann ich mit ihm über die kleinen Nachbeben in meinem Kopf reden, doch tut er das auch mit mir, ist da nichts mehr in seinem Kopf was ihn diesbezüglich zermürbt?
Es ist alles komisch und trotzdem erhellt sich der Horizent!
Und alle Götter dieser Welt würd ich gerne anflehen, das es nun reicht das ich und auch er genug Prüfungen in unserem Leben bestanden haben und wir nun endlich Ruhe haben!

30.04.2010 Kommentare: 0
Endlich aufatmen, ein erlösender Anruf "rettete" unser Leben.
Das CT zeigt das bei F. nichts bedenkliches mehr nachweisbar ist.
Ich bin vor lauter Erleichterung den Tränen sehr nahe, doch jetzt mag ich sie nicht mehr weinen.
Viel zu viele wurden vergossen.
Wir wissen er gilt nicht als gehelt und die Genesung von all den Nebenwirkungen wird noch andauern, aber das wichtigste ist für uns alle, wir dürfen nun enldich Familie sein ohne solch eine Last.
und zu dieser Freude kommt auch die Freude, das unsere kleine ab Sommer wirklich in die Kita darf und somit ein kindgerechtes Leben hat auch wenn ich arbeiten bin, und es F. dann doch mal nicht so gut geht. und sie muss mit ihm dann nicht zweimal die Woche zum Arzt mit.
Auch wir haben endlich Glück und ich hoffe sehr das wir nun wirklich und endgültig eine Familie sein können und niemand mehr in diesem Hause hier etwas schlimmes passiert, denn es reicht.
Alles wird besser werden!
*
Jetzt will ich Familie ohne Sorgen!

Weiter  |  Übersicht einblenden

Hast Du einen Fehler auf dieser Seite entdeckt? Bitte informiere den Webmaster, damit der Fehler schnellstens behoben wird!
Regenbogenwald e.V. i.G. - Impressum - Vereinssatzungen - Datenschutz - Datensicherheit - Web hosted by MW-Internet

Benötigte Verarbeitungszeit: 0.27857780456543 Sekunden