|
Die Seele brennt
Jule Neigel
(Herzlich willkommen) |

|
 |
Komm' ein bißchen näher
Und hab' keine Furcht vor mir
Schau' genauer hin,
Denn ich zeig' Dir eine Tür
Ich gebe Dir den Schlüssel,
Schließ' sie auf, geh' ruhig hinein
Das, was Du bald sehen kannst,
Wird mein Inn'res sein
Gehe durch die Kammern
Des Gewissens und Verstands
Folge meiner Weisung und Du
Betrittst den Raum der Angst
Hörst Du meine Stimme,
Bist Du im Zimmer der Musik
Und nur ein Stückchen weiter
Und Du stehst im Saal des Glücks
Besteig' die Stufen des Vertrauens
- zu dem Turm des Angesichts
Hoch oben steht die Kerze,
Die Flamme meines Lebenslichts
Die Seele brennt,
Die Seele brennt,
Tief in mir ist ein Feuer,
Das niemand außer Dir sonst kennt,
Oh, meine Seele, meine Seele brennt
Unten in den Tälern
Läuft der Fluß der Zeit
Er fließt den Lauf der Dinge
Und der Vergangenheit
Und erkennst Du auch
Die Berge der Zufriedenheit,
Dort tosen stets die Stürme
Von Hoffnung und von Leid
Doch hier oben stehst Du sicher -
Auf Mauern voller Zuversicht
Und suchst Du meine Nähe,
Dann schaue nur - schaue nur ins Licht
Die Seele brennt...
Alle Türen schließen sich,
Wenn laute Schritte nah'n
Viel Wind um nichts -
Viel Wind um nichts
Bis die Kerze dann erlischt
Du kamst auf leisen Sohlen,
Auf leisen Sohlen an,
Oh, weil Du so behutsam bist |