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Für das kleine Kind in mir
Johanna Lantana
(zur Musik "Israel" von Daliah Lavi)
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Wenn das Schweigen zu laut
wird,
und das Glück mich traurig
macht,
auch, wenn ich nicht allein
bin,
fühl‘ ich zwischen Traum
und Nacht.
Sehnsucht, die mir das Herz
zerreißt,
nach einem Ort, der zu Hause
heißt,
ein Gefühl, dass ich kaum
beschreiben kann.
Bilder aus Kindertagen
steh‘n vor mir, hell und
klar.
Traum aus dunklen Farben,
ist er falsch oder wahr.
Geräusche, die mich
aufschrecken lassen,
bizarre Schatten im Licht des
Morgens,
wenn die Erinnerung mich
einholt
will ich hier raus.
In mir leben zwei Seelen.
Einer ist kein Weg zu schwer,
doch die andere sehnt sich
dahin,
wo ich hin gehör.
Wo ich wirklich Freunde fand,
wo ich weinend an Gräbern
stand,
wo ich schrie in die Stille:
Seht her, ich leb!
Denn mein kleines Kind,
kleines Kind,
du bist wie die Blume in der
Wüste
zwischen Eis und Glut, Sand
und Flut
blühst du allem zum Trotz,
kleines Kind. |