Gedichtesammlung 71


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Blutschuld

 Vergangenheit geifert mich an, schreit nach Rache. 
Das Kainsmal leuchtet, auf der Stirn mir Blutschuld, 
klebt wie Teer an meinen Füßen. 
Die Klinge leuchtet, lockt wie ein Magnet. 
Ich bin schuld, ich bin schuld. sie taucht ein, 
Rinnsale fließen zur Erde, so soll es sein. 
Ich übe meine Rache an meiner schmutzigen Hülle. 
Das Zeichen, es glüht und ich will nicht mehr sein, vergehen will ich und mit mir die Schuld. 
( Susanne) die nicht mehr leben will und schon etliche Selbstmordversuche hinter sich hat
 aber erst 13 Jahre alt ist und sehr viel durchmacht.


Der 11. September

Nach Haus gekommen, Fernseh angemacht 
Doch dann ne Zeit lang nicht gelacht 
Was ich in den Nachrichten sah. 
War so unbegreiflich, ging mir so nah.
Das kann doch nicht wahr sein.
Nicht auf unserer Welt

Das kann doch nicht wahr sein, 
wie kann es das nur geben? 
Da spielen Menschen mit Menschenleben.
Bin gegen Gewalt und Terror, 
egal in welchem Land.
Doch da sprechen wir wohl alle mit ner Wand


September

Kleine einsame Bank, von Efeu und wildem Wein umrankt. 
Kleines Spinnchen zarte Fäden webt, 
fein schillernd im Sonnenlicht und süßer Duft meine Sinne umweht.
September, ich schickte alle meine Hoffnungen zu Dir, 
nun habe ich mich gefunden: in mir.

Wenn der Sommer sich dem Ende neigt, 
kein Vogel mehr singt, alles versonnen schweigt, 
dann schnell noch einmal tief Luft holen ... 
Mein Blick sucht verstohlen in der Ferne den Horizont. 
Würde gerne wissen, wer am Ende der Welt wohnt :-)

Der September ist eine gute Zeit um durch die Welt zu reisen. 
Wenn erst mal im Winternebel die Pfützen vereisen 
und sich am Himmel dunkle Wolken aufbauschen 
dann sehnt sich das Herz so sehr nach Pinienduft und Wellenrauschen. Oh süßer Traum vom Mittelmeer!

Yvonne

http://www.jupitermond.org


Sascha

Warum nur machst du dich so klein?? 
Wird das denn immer nur so sein?? 
Wir sind gern für dich da egal was ist 
und was war (diese Zeilen geklaut bei dir)

Mit ein bisschen mehr Lebensmut 
wird auch für dich sicher vieles wieder gut.
Deine Angst vor vielen Dingen,
werden wir gemeinsam noch bezwingen.

Zu leben ist oft wirklich schwer 
und glaubst du auch du erträgst es nimmermehr.
Wir schaffen es gemeinsam 
und du bist niemals mehr einsam.

Ein Blick in deine Augen zeigt,
was dein Mund so beharrlich verschweigt.
 Ist es für dich auch sicher noch sehr schwer, 
wir brauchen dich doch so sehr.

Bin gegenüber dir nur ein armer Wicht
und darum zum Ende von Gedicht.
Diese Zeilen sind von mir für dich 
werd bloß jetzt nicht ärgerlich.

von Rosi 


Weihnachten - Fest des Heuchelns

Weihnachten - das "Fest der Liebe" steht vor der Tür.
 Doch ich frage mich: Wofür? 
Hat das Ganze einen Sinn.
Wenn ich sonst auch nicht so gut drauf bin?

Was ist an Weihnachten so schön? 
Nur, den Weihnachtsbaum zu sehen? 
Selbst die Kirchen sind brechend voll.
Das ist doch alles andere als toll.

Die Leute zum Geschenke kaufen.
Auf den letzten Drücker noch in Geschäfte laufen.
Die langen Schlangen an den Kassen
Leute stehen dort in Massen.

Wo liegt der Sinn in diesem Stress? 
Das wirklich nur zum Weihnachtsfest? 
Selbst Kinder werden noch betrogen
"Das Christkind kommt" - mit dem Quatsch werden sie belogen

Ich frag mich was das alles soll.
Das ist nicht schön, das ist nicht toll.
Wo ist das Liebe? Nur Hektik und Stress.
An diesem "schönen Liebesfest".

Das ist doch alles Lügerei .
Nur Lügerei und Heuchelei 
Weihnachten - das Fest der Liebe? 
Wohl eher das Fest der Heucheltriebe!

(C) by Sascha


Der Regenbogenwald

Fühlst Du Dich einsam und allein? 
Oder fühlst Du Dich zu klein? 
Dann komm zum Regenbogenwald!
Dort gibt man Dir auch wieder Halt!

Hast Du Sorgen und Probleme im Leben?
Suchst Du einen Ort zum Reden?
 Fühlst Dich einsam oder kalt?
Es gibt den Regenbogenwald!

Dort kannst Du über alles reden.
 Man findet auch wieder den Mut zu leben.
 Zumindest kannst Du es versuchen.
Wieder den Lebensmut zu suchen.

Auf der Page gibt's auch einen Chat.
Die Leute dort sind auch sehr nett.
Auch dort hört man Dir gern zu.
Komme zum Chat, gehöre dazu!


Marius, ein besonderes Kind

2 Jahre alt, blonde Locken, Du bist wirklich ein hübscher kleiner Mann; strahlst mich aus wunderschönen braunen Augen freundlich an.
Ich seh' Dich liebevoll an, recht nachdenklich und lang; 
jeden Tag und jede Nacht ist mir im Herzen um Dich bang.

Oft packt Dich aus heiterem Himmel einfach so die Wut, 
das tut weder Dir noch den Menschen die Dich so sehr lieben gut.
Schreien, treten, beissen, schlagen und kratzen; das sind der Krankheit häßlichsten Fratzen. Mit Absicht tust Du das alles ganz sicher nicht, 
auch Dir stehen danach Verzweiflung, Angst und Entsetzen im Gesicht.

Man grenzt Dich mit jedem Tag immer mehr aus, nur wenige Menschen sehen Dich noch gern in ihrem Haus. Und die anderen? - sie tuscheln, reden schlecht über Dich; glauben, wenn wir davon erzählen, uns Dein Leiden nicht. Sie nennen Dich schlecht erzogen, ein Monster , ein böses aufsässiges Gör; unsere Erklärungen stoßen auf taube Ohren, finden bei vielen Leuten kein Gehör.

Die Herausforderung *Gewitter im Kopf* sie erscheint unüberwindbar groß; die Epilepsie ist wahrlich ein hartes, fast unerträgliches Los.
Mein geliebtes Kind; so hart und ungerecht auch manchmal ist das Leben, wir werden versuchen Dir immer nur unser Bestes zu geben.

Wir lassen Dich mit Deinen Ängsten niemals allein, werden immer, 
wenn Du uns brauchst in Deiner Nähe sein. 
Marius, wir lieben Dich aus tiefstem Herzen sehr; 
mit jedem Augenblick um vieles, vieles mehr.

In Liebe, Deine Mama 02. Dezember 2002

(Kerstin P.)


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