Gedichtesammlung 64


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Verlorene Gedanken, sind noch fern, weit weg. 
Manchmal kommt einer näher, sie findet kein Versteck.

Was bleibt ist Angst, Verzweiflung, Ekel, Wut. 
Worte hallen nach in ihr. Rauben ihr den Mut.

"Das macht doch jeder. Es ist normal. 
Jetzt stell Dich nicht so an" (bis das das Mädchen nicht mehr kann)

Viele Tränen ungeweint, bei einem Mädchen das so glücklich scheint. 
Du hast Ihr alles genommen. Was hattest Du davon?

Sie kämpft für jedes kleine Stückchen Glück. 
Denkt mit grauen nur zurück. Ihr leben ist ein Überleben. 
Ein neues Leben? Dafür würd' sie alles geben.

Von Scream


SPIEL DER GEZEITEN

Wie ein Blatt im Wind

Wie ein Blatt angetrieben durch den Wind,
spielend, kreisend in der Luft schwankend, ein ständiges auf und ab, gefangen, spielerisch bewegt sich das Blatt im Wind,
wie ein Wechselbad der Gefühle

Wie die Spur im Sand

Gestern warst du noch da wir gingen gemeinsam durch den Sand,
am Meer Hand in Hand unendliche Wege legten wir zurück gemeinsam. Ich sehe die Spuren noch deutlich,
doch die Flut die Flut trägt jedes einzelne Sandkorn hinfort 
unaufhaltsam unerbittlich immer schneller und schneller.

Zuerst werden die Spuren flacher,
irgendwann erahnt man nur noch die Abdrücke im Sand 
bis sie dann endgültig verwischen und verschwinden.
Die Erinnerungen an gemeinsam Erlebtes verblassen ,
verblassen mit der Zeit

Man sagt Zeit heilt alle Wunden
tik-tak-tiktak-tiktaktiktak
Immer schneller und schneller unaufhaltsam erbarmungslos
tik-tak-tiktak-tiktaktiktak
Bald bleiben die Flut und der Wind 
als einzige Konstanten zurück
Konstanten die die Zeit nicht verändern kann.
Konstanten die nicht in Vergangenheit geraten.

so wie DU

* 17.10.2002 * -ingoha-


Blutstrom

Es ist spät und wieder sitze ich da mit der Klinge in der Hand. 
Wie oft habe ich mir gesagt, das es das letzte Mal ist ...? 
Es passiert immer wieder! Verdammt warum??? 
Schon wieder frißt sich die Klinge in meine Haut. 
Immer wieder und wieder! 
Mein Blut verlässt mich unaufhörlich. 
Ich weine, weine vor Erleichterung, weil der Schmerz,
der innere Druck endlich nachgelassen hat...

Red_Tears


ROTE TRÄNEN

Ich sehe dich lachen
Sehe in deine fröhlichen Augen.
Sehe deine Liebe. Sie gilt nicht mehr mir.
Sie galt mir doch einmal.
Oder?

Rote Tränen weine ich.
Was, du weißt nicht was das ist?
Dann sieh dir meinen Arm an,
zerschnitten, zerschunden, vernarbt.

Dein Gesicht vor Augen.
Das Messer in der Hand.
Sanfter Druck.
Die Spannung auf der Haut gibt nach.
Rote Tränen sie platzen hervor.
Ich halte den Atem an, fühle nichts mehr.
Zucke nur vor Schmerz, körperlich.

Mein Herz ist frei in diesen Momenten.
Bist du weg nur den Roten Tränen gehören sie.

Rote Tränen weine ich.
Was du weißt nicht was das ist?
Dann sieh in mein Gesicht!

*lieber nicht den Namen sagt*


Der Leuchtturm

Ein Leuchtturm steht in dunkler Nacht. Sein Licht strahlt weit und er wacht darüber, dass kein Schiff zerschellt, weil das Licht, das die Nacht erhellt dem Schiffer sagt: Hier droht Gefahr ! Meide die Felsen hier, denn es ist klar, dass Dein Schiff sonst untergeht. Das ist ein Signal, dass jeder versteht.

Das Licht leuchtet stark, es leuchtet weit, der Strahl durchschneidet die Dunkelheit. Die Stürme blasen, die Wellen toben, doch der Turm steht auf dem Felsen oben unerschütterlich und stark, dass ihn nichts zu zerstören vermag. Er trotzt jedem Angriff und leuchtet weiterhin, und erfüllt so seinen Sinn.

Er leitet die Schiffe sicher vorbei, so mancher Schiffer sagt: Ei, gut, dass es den Leuchtturm gibt! Selbst wenn ein Unwetter aufzieht, so zeigt uns immer noch das Licht den Felsen, der uns sonst zerbricht. So kamen wir sicher in den Hafen, in dem wir uns jetzt trafen.

So gern ich selbst ein Leuchtturm wär’, weiß ich doch, es ist zu schwer für mich, immer nur zu strahlen. Der Preis wäre nicht zu zahlen. Doch eines wünsch ich mir so sehr, wenn es doch nur möglich wär’, für mein Leben einen Turm zu finden, der würde dann viel Leid verhindern.

lichtpunkt


Weit wie das Meer

Leben ist ein Überleben! Einen Schritt nach vorn, 
viele Schritte auch zurück. Ich stolpere, ich falle.

Ich pralle auf den harten Boden. Den harten Boden der Vergangenheit. Doch ich stehe auf, steige Schritt für Schritt hinauf.

Ich falle immer wieder! Aber ich will oben ankommen. 
Ich will leben. Ich gebe nicht auf.

Der Weg ist steinig, Lang und hart. Es tut weh. 
Treibt nahe mich ans Grab.

Doch will ich leben. Diesen Weg gehen.
Weit wie das Meer , ist der Weg zurück ins Leben.

Von Scream


Der Regenbogenwald -----

Starke Bäume, mutig, stolz. Sie stehen unerschüttert.
Aus Tränen wächst ein helles Holz. Große bunte Blätter.

Sie atmen all die Ängste auf. Wut und auch Enttäuschung.
Liebe, Trost erwächst daraus. Ein wunderbarer Zauber

Am Boden blüht ein feines Gras. Bedeckt die harte Erde.
Wenn Du doch fällst, so fällst Du weich. Stehst auf mit neuer Stärke

Verdeckt im Wald, ein Wasserfall. Der schönste aller Orte.
Dort treffen wir uns Tag für Tag. Tauschen Trost und Worte


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