Gedichtesammlung 62


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Wenn deine Seele ein See ist, 
möchte ich der Stein sein, den eine leichte Hand warf.

Versinken möchte ich 
in den unergründeten Tiefen deines schwarzen Wassers.

Endlos fallen möchte ich in dir 
und für Minuten mit zarten Ringen dein Schweigen brechen.

Auf deinem Grund liegen will ich ewig um dort, in deinem Wasser,


Ich hatte ihn vergessen, 
aus meinen Gedanken gedrängt, 
er war nur noch der Umriss eines Bildes aus der Vergangenheit.
 Und dann steht er da, und das Bild wird wieder klar, 
das Bild, das ich von Anfang an mit ihm verbunden habe: Liebe

Wieso kann ich nicht vergessen, was war 
und mein Leben endlich mit Blick in die Ferne 
und nicht auf den Boden oder hinter mich leben? 
Wenn meine Liebe nicht sein kann, dann will ich sie nicht.

Mein Herz blutet

Löwenfreundin


Tränen auf meiner Haut!

Wo bin ich? Was bin ich? Wer bin ich? Warum bin ich? 
Diese Fragen stelle ich mir sooft, 
aber eine eine Antwort bekomme ich net. 
Es gibt Tage, da spüre ich mich net, 
dann ist mein Körper wie taub, 
spüre keine Berührungen, keinen Schmerz, nichts! 
Dann weiß ich, die Zeit ist wieder gekommen 
um rote Tränen zu weinen, damit ich mich wieder spüren kann! 
Wenn dann die Tränen über meine Haut gleiten, 
einen kleinen Rinnsal bildend mich verlassen, 
fühle ich Erleichterung, spüre ich, ich lebe noch.
Es ist noch ein Funken Leben irgendwo tief in mir ...!

Red_Tears

 


Der Tod!

Er ist fern und doch so nah! 
Erwarte ihn, kann ohne ihn nicht leben da, 
mag es nicht mehr mich nach Licht zu regen, 
bevorzuge es lieber mich nach der Dunkelheit zu sehnen. 
Das Leben hat für mich keinen Sinn 
ich schwör ihn herbei, gib mich ihm hin, 
er reißt mich entzwei was ist schon dabei? 
Meine Schreie, meine Worte in der Dunkelheit verdorrte, 
nun bin ich frei und hab kein Leid 
muss nicht diesen Schrecken erleben, 
kann mich jetzt ruhig der Finsternis hingeben! 
Bin umhüllt von ihr 
und mein Todesschrei in der Dunkelheit verhallt... 
Der Tod in meiner Hand, es ist das Gefühl, 
das Gefühl das mich an ihn band. 
Nun bin nicht mehr da 
und weinen tut trotzdem keiner um mich. 
Die Erlösung ist da, 
sie ist gekommen und hat mich mitgenommen. 
Endlich, mein Traum wurde wahr!

Satrinah


 "Hast du schon einmal beobachtet, 
wie Kinder auf einem Karussell spielen, 
oder gelauscht, wie der Regen auf das Dach prasselt?
Hast du schon einen fröhlich umherflatternden Schmetterling beobachtet oder einen Sonnenuntergang? 
Du solltest einmal anhalten. 
Tanze nicht so schnell, denn das Leben ist kurz. 
Die Musik dauert nicht ewig. 
Bist du den ganzen Tag in Eile? Sobald du jemanden fragst
"Wie geht es?", nimmst du dir auch die Zeit 
und hörst seine Antwort an? 
Wenn der Tag um ist, und du gehst zu Bett,
gehen dir dann auch noch 100.000 Sachen,
die noch zu erledigen sind, im Kopf herum? 
Du solltest ein wenig bremsen. 
Hast du schon mal jemanden verletzt, 
nur weil dir die Zeit fehlte, über deine Worte, 
über dein Handeln nachzudenken? 
Fehlte dir vielleicht sogar die Zeit, dich zu entschuldigen? 
Schon einmal den Kontakt zu einem Freund verloren, 
weil du nie Zeit fandest, ihm einmal "Hallo" zu sagen? 
Es wäre besser, du trittst langsamer, tanze nicht so schnell, 
die Musik hört auf zu spielen, das Leben ist so kurz. 
Wenn du so schnell durchs Leben läufst, 
wirst du die Hälfte versäumen.
Das Leben ist kein Wettlauf, verlangsame deinen Rhythmus, 
nimm dir die Zeit die Musik anzuhören, bevor das Lied zu Ende ist."

Mit vielen Dank an meine Schwester die mir dies als Mail geschickt hat.

Gruß Ina


Das Fest ist aus, die beiden sind alleine, mit all den Blumen 
und den Gläsern, den Girlanden an der Wand.
Und er steht regungslos am Fenster, sie fragt, was ist mit dir?
Er lächelt schief und sieht sie an:

Ich hab es nie gebaut, dein weißes Haus am See.
Ich hab dich nie im offenen Wagen, durch Hollywood gefahren.
Ich hab so viel gewollt, die Jahre geh'n vorbei, 
und ich hab nichts von alledem getan

Und sie geht hin, nimmt seine Hand in ihre.
 Die ersten Vögel sind zu hören, und die Sterne werden blass.
Sie nimmt sein Glas und hebt es hoch, und sagt: sieh her, 
ich trink auf dich, auf all die Dinge, die du nie getan hast:

 Du hast mich nie verletzt, du hast mich nie verlassen .
Hast mich nie darin beirrt, die einzige zu sein.
 In all der Zeit mit mir, der guten und der schlechten,
hast du nichts von alledem getan

Du warst mir niemals fremd, hast nie an mir gezweifelt.
 Hast dich nie vor mir verschlossen, was immer mit uns war.
Da ist ein Liebespaar im Fensterscheibenspiegel.
Denn du hast nichts von alledem getan

(Text:Wolfgang Petry)

*lieber anonym bleib*


Streit

Das Schlimmste ist, wenn zwei Seelen sich bekriegen. 
Auf einmal miteinander im Argen liegen. 
Meist ist der Grund dafür sehr klein, 
doch der Schmerz daraus kann riesig sein. 
Viele Leute auch dann darunter leiden, 
solche Leute sind nicht zu beneiden. 
Die Pein die bei ihnen durch dieses im Argen liegen entsteht,
ist doch meist nicht selbst gewählt. 
Bricht aus einem nun dann die Trauer heraus, 
flippt der Rest womöglich auch noch aus. 
Gut wenn man nun Freunde da hat, 
die einem Helfen in dieser Not, 
selbst wenn die Hoffnung ist anscheinend tot. 
Aus solcherlei Pannen lernen sie dann, 
das man sich auf andere auch verlassen kann.

(DrizztDoUrden1)


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