Gedichtesammlung 46


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Ein unbekannter blonder Engel sitzt auf seiner Wolke, 
lächelt sich den Weg zu mir heimlich in mein Herz.

Schier unerreichbar weit entfernt scheint er mir zu sein. 
Doch Wunder gibt es immer wieder und ich bleib nicht allein.

Der unbekannte blonde Engel, noch immer unerreichbar fern, 
auch wenn er manchmal Blicke schickt als hätte er mich gern.

Sein Lächeln lässt mir keine Ruh und schenkt mir süße Stunden.
Ich träum mich in die Wolken hoch und bin mit ihm verbunden.

Du bist kein Engel und ich bin noch allein.
 Wo bleibt das Wunder, oh wärst du endlich mein.

Schon zu lange hoff ich auf ein Zeichen von dir
 dein Lächeln ist zwar wunderschön, doch galt es wohl nicht mir.


Der Zauberwald

Im großen dunklen Zauberwald, 
dort Wesen leben viele hundert Jahre alt. 
Hinter den Hügeln des Schweigens, 
tanzend im Licht des Elfenreigens. 
Donnervogel nimm mich doch bitte mit dorthin, 
möchte schauen dort das Land, 
vielleicht find ich dort den Sinn den ich hier,
 bis jetzt nicht fand. 
Zauberer und Feen, Sternenstaub ihr Haupt bedeckt,
Fabelwesen, Elfen unter Lichtsternen versteckt.

Gestern war ich dort, Donnervogel nahm mich mit an diesen geheimnisvollen Ort, war's ein Traum? War's Wirklichkeit? 
Ich war verloren in der Zeit, tanzte mit Zwergen im goldenen Licht trank magischen Wein, hörte Geschichten und Sagen
aus längst vergangenen Tagen, mein Herz so erfüllt von purem Glück - nein ich wollte nicht mehr zurück ... 

Aber die Stunde schlug, vorbei der Tanz das Licht erloschen Donnervogel war's der vor mir stand 
und er hielt ein Zauberschwert in der Hand
 er sprach und der Wind flüsterte in uralten Weiden 
zu mir ganz leise und tief du kannst nicht bleiben hier 
du musst zurück musst noch erfüllen und kämpfen 
und tragen musst noch Leiden und lieben und noch finden die
Antworten auf so viele Fragen ... 

War mir das Herz auch schwer, betrübt mein Blick 
ich weiß jetzt ich bin nicht allein. 
Und irgendwann komm ich zurück, aber bis dahin 
muss ich noch bleiben im Hier und im Jetzt. 
Versuchen mein Bestes zu geben, war es ein Traum? 
War es Wirklichkeit? Eins weiß ich jetzt gewiss
 "ich werde jetzt leben" und irgendwann,
 wenn meine letzte Stunde hat geschlagen
 lass ich mich vom Donnervogel in den Zauberwald tragen.


Es ist lächerlich sagt der Stolz
Es ist Unsinn sagt die Vernunft 
es ist Leichtsinn sagt die Vorsicht
Es ist nichts als Schmerz sagt die Angst
Es ist unmöglich sagt die Erfahrung
Es ist aussichtslos sagt die Einsicht
Es ist Unglück sagt die Berechnung
Es ist was es ist sagt die Liebe....

Es ist schwer jemanden so zu lieben, dass es wehtut
und es ist schwer jemanden so zu brauchen, 
dass man es ihm nicht sagen kann 
ohne in seinen Augen zu ertrinken ...


Entscheidungen

Wieder mal einer dieser dunklen Tage, 
und ich frage mich: "Was habe ich aus meinem Leben gemacht?"
Hätte ich einiges vermeiden können? 
Hätte ich nicht vieles anders machen können? 
Das Leben besteht aus vielen Fehlern, 
aber man muss hinnehmen was war. 
Man kann es nicht ändern, 
nur versuchen es künftig besser zu machen, 
aus den bisherigen Fehlern lernen.

Jede Entscheidung die man trifft,
ist in dem Moment wo man sie fällt, 
für einen selbst die Richtige. 
Dessen sollte man sich bewusst sein. 
Aber zum Glück gibt es die Möglichkeit, 
dass man sich neu entscheiden kann, 
einen anderen Weg dann gehen 
und einmal getroffene Entscheidungen zu ändern.

Die Vergangenheit wird nicht ungeschehen, 
aber die Zukunft kann besser werden.


Wo bist du

Getragen von Liebe, geborgen bei dir, doch wo bist du? 
Wo ist derjenige, der mich und den ich 
von ganzem Herzen lieben kann? 
Wo ist derjenige, dem ich wirklich vertrauen kann? 
Wo ist derjenige, bei dem ich mich einfach fallen lassen, 
Gefühle zulassen kann? 

Wo ist derjenige, der mich ohne Vorurteile akzeptiert, 
mit meiner Vergangenheit klarkommt. 
Ich weiß nicht ob es dich gibt,
oder ob es ein Wunschtraum bleibt. 
Aber ich hoffe, dass wir uns eines Tages begegnen 
und nie wieder auseinander gehn.

I.N.


Ein Engel geht heimlich und leise 
auf eine große Reise ... 
hoffentlich verfliegt er sich nicht,
 er soll dir doch sagen 
Ich liebe Dich (Ich mag Dich)


An Gott!

An dich habe ich geglaubt, habe auf dich vertraut, 
habe auf dich gebaut, habe auf deinen Segen vertraut. 
Und habe gebetet.

Und nun bin ich hier und weiß nicht mehr weiter, 
habe jeden Mut verloren und die Hoffnung aufgegeben. 
Habe aufgehört an dich zu glauben und dir zu vertrauen. 

Habe statt zu beten nur geweint! 
Mein bitten und beten ist zum flehen geworden, 
und du hast mich nicht erhört! 

von mir, jessica woytowitz


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