Gedichtesammlung 45


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Träume im Wind

Fort weht er sie geschwind, 
wo sind sie geblieben wann 
und wo läßt er sie liegen? 
Und, wird sie jemand finden 
oder werden sie einfach so verschwinden?

Es sind gute und schlechte, grausame und gerechte 
und auch wunderschöne Träume
sag, ist oder wird es wahr? Träume sind Schäume? 
Nein, das darf nicht sein auch nicht geschehen, 
Träume dürfen nicht einfach vergehen.

Eine Welt ohne Träume und ohne Sehnsucht 
ist wie eine Meer ohne Bucht. 
Wie Nike ohne Air, wie ein Gummi ohne Bär! 
Die Kinder werden weinen,
denn wie wird eine Welt ohne Träume sein?

SISSY


Der Zauberwald

 Im großen dunklen Zauberwald 
dort Wesen leben viele hundert Jahre alt.
Hinter den Hügeln des Schweigens, 
tanzend im Licht des Elfenreigens. 
Donnervogel nimm mich doch bitte mit dort hin, 
möchte schauen dort das Land, 
vielleicht find ich dort den Sinn,
 den ich hier bis jetzt nicht fand.

Zauberer und Feen - Sternenstaub ihr Haupt bedeckt.
Fabelwesen, Elfen unter Lichtsternen versteckt. 
Gestern war ich dort, ein raunen durch die Reihen ging,
als ich dort stand in Licht gehüllt, 
in Licht von diesem magischem Ort. 
Ich sah vieles wunderbares, trank magischen Wein,
tanzte mit Zwergen um den heiligen Schrein,
war glücklich wie nie in meinem Leben, 
ein Gefühl, ich kann es nicht beschreiben 
und der Wind flüstert in dunklen, uralten Weiden. 

Der Tanz war vorbei, sie huschten und fleuchten 
schnell in den Wald zurück, ich stand da, ganz allein 
und war trunken vor Glück. 
Vor Glück, das ich ihn sehen durfte den Zauberwald,
 der so viele hundert Jahre alt aber dann ...
ein flirren ging durch die Luft, Donnervogel du warst's,
du nahmst mich auf deine Flügel 
und brachtest mich zurück ins Hier, ins Jetzt!

Du sprachst zu mir, du kannst jetzt nicht geh'n, 
du musst hier bleiben und noch viele Kämpfe besteh'n,
 nimm das: und er drückte mir ein Schwert in die Hand, 
ein Zauberschwert war's, 
schau mit dem wird alles viel leichter geh'n.

Er hob seinen Kopf und sah mich ganz seltsam an ...
und sagte du wirst es sehn ...
er breitete seine Schwingen aus, 
erhob sich majestätisch in die Lüfte, 
ich schloss meine Augen, es fühlte sich ganz seltsam an. 

Als ich am Morgen erwachte ... 
ein knistern in meinem Herz, 
ein gutes Gefühl und weit weg der Schmerz 
und neben mir am Boden neben dem Bett,
das Zauberschwert goldglänzend,
da wusste ich, ich würde es schaffen,
mein Leben von nun an nicht mehr zu hassen. 
Ich würde nun leben und das ganz leicht 
denn wenn ich es geschafft hab 
meinen Kampf zu gewinnen 
werden sie auf mich warten
dort im Zauberwald und ich werd dort hin fliegen 
auf Donneervogels schwingen ...

(von snowflake)


Wonach du sehnlichst ausgeschaut 
es wurde dir beschieden, 
du triumphierst und jubelst laut, 
jetzt habe ich endlich Frieden ach, 
Freundchen werde nicht so wild 
bezähme deine Zunge, 
ein jeder Wunsch, wenn er erfüllt,
kriegt augenblicklich Junge. 

(Diese Gedicht ist vom guten alten Wilhelm Busch)


Ich war noch nie so wie ich gerne sein wollte.
 Ich wollte noch nie so sein wie ich jetzt bin.
Ich wünschte ich wäre nicht so wie ich bin.
 Ich bin nicht so wie ich es mir immer wünschte. 
Ich wäre nicht so, würde ich mir nicht soviel wünschen.

Ich wünschte ich würde was verändern.
 Ich verändere nicht was ich mir wünsche. 
Würde ich nicht so sein hätte ich schon längst was verändert. 
Ich wäre nicht so hätte ich schon was verändert.
Ich wünschte ich würde irgendwann 
so sein wie ich gerne sein will.
 Ich wünschte ich würde irgendwann was verändert haben.

Würde ich nicht wissen, 
daß ich irgendwann genauso wie jetzt sein werde,
 würde ich was verändern. 
Würde ich nicht so werden wie ich niemals sein will, 
würde ich jetzt anders werden wollen.
Ich war noch nie so wie ich gerne wollte.


Wer bist Du??

Ich frag mich immer wieder ... wer bist du?
Warum kommst du gerade zu mir ... was willst du?
Konntest du nicht einfach vorüber gehen ... warum ich?

Das sind meine täglichen Fragen ... 
Sie kommen mir immer wieder in den Sinn ... 
Doch ich weiß ... es hilft kein Klagen ... 
Du nimmst mich mit ... ich weiß ... wohin!!!

Kannst dich auch noch so sehr verstecken ... 
Ich spüre dich ganz tief in mir ... 
Wirst mich mit deiner Dunkelheit zudecken ... 
Glaub mir ich geh sehr gern mit dir!!!

Führst mich ein in deine Welt ... 
Darf ein strahlend Licht erblicken ... 
Bin dann ein Stern am Himmelszelt ... 
Leuchtend hell werd ich meine Lieben bald erquicken!

Werd euch Lieben von hier oben schützen ... 
Bin bei euch nun jede Nacht ... 
Euch in euren Schmerzen stützen ... 
Bitte weinet nicht um mich ... möchte daß ihr lacht!!

War immer lustig ... frohen Mutes ... 
Mein Strahlen soll euch Freude bringen ... 
Ein Stern am Himmel ist doch etwas sehr Gutes ... 
Leise werden die Englein singen ... 
"Hört ihr den wunderbaren Chor?"

Er klingt so wundersam und fein ... 
Die süße, zarte Melodie ... 
ertönt dort aus dem Himmelstor!! 
Ich bin sehr glücklich dann,

ENDLICH EIN STERN ZU SEIN!!!

seeloewin


Gefangen

Gefangen in einem Körper, der nicht mein Körper ist. 
Gefangen in einem Leben, das nicht mein Leben ist. 
Gefangen in einer Welt, die nicht meine Welt ist. 
Gefangen in einem Schauspiel. 
Gefangen in mir selbst. 
Gefangen in einem Netz aus Lügen und Versteckspiel. 
Ich bin meine eigene Gefangene und werde leider niemals ausbrechen können.

(kathinka)


Frieden auf der Welt

Ausländer, ich bin keiner!
Oder doch?
Sind wir es nicht alle  
oder sind es nur wenige?

Warum müssen wir töten, 
müssen Kriege führen,
müssen schimpfen, 
müssen foltern?

Um unser Land zu beschützen,
tönt es von oben.
Um uns vor Fremden zu bewahren,
hört man hier.

Und ganz leise, fast unhörbar,
fügt einer hinzu, 
um den Frieden zu bewahren.

Frieden?
Frage ich.

Die Stimmen werden leise,
dort weint ein Kind.

Wir sind doch alle gleich.
Wir sind doch alle Menschen, oder?

Die Stimmen verstummen.
Die Redner verlassen den Raum.


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