Gedichtesammlung 29


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Frag mich immer wieder ... wo ist der wahre Freund?
Er sagt es dir ... doch dann enttäuscht er dich ...
und du bist wieder einsam und allein
und fühlst dich verraten und ausgenutzt.
Einen wahren Freund zu finden ... ist sehr schwer ...
ich glaube nicht mehr an wahre Freundschaft!!!!

seeloewin


Für meinen Engel

Von Zeit zu Zeit stolpere ich
verliere ich den Halt in meinem Leben und falle.
Ich weiß nicht wohin, ich weiß nicht warum.
Ich falle und warte einfach.
Ich habe keine Angst, denn das Gefühl
auf dem harten Boden ungebremst aufzukommen kenne ich gut.

Von Zeit zu Zeit springe ich denselben Weg kopfüber hinunter
und produziere mein eigenes kleines Unglück
 und führe den Beweis an, dass mich niemand auffängt.
Springe, falle, warte ... und behalte recht ... immer wieder

Dieses mal hat mich ein Engel aufgefangen
ich möchte nicht mehr springen
und ich werde mich hüten zu stolpern.


Vertrauen ... Spiegel einer Freundschaft ...
getragen in zwei Teilen jeder trägt eine Hälfte
muss sie hüten, sie pflegen ...
Schnell ist ein Sprung im feinen Glas ...
nie mehr auszubessern ...
Ein falscher Griff und er ist zersprungen ...
Tausend Scherben ... Die einst die Freundschaft hielten


Zeit!!!

Was ist schon Zeit?

Du kannst in der Zeit leben, kannst aber auch sehr einsam sein,
kannst einem Anderen ein wenig von deiner zeit geben,
doch du bist selbst immer allein.

Warum opferst du deine Zeit?

Du willst heraus aus der Einsamkeit,
willst vergessen die vielen geweinten Tränen,
bist zum kämpfen für Andere immer bereit,
wirst deinen eigenen Schmerz nie erwähnen.

Was ist für dich Zeit?

Sie ist Hoffnung, Lachen, Sehnen, Gemeinsamkeit,
du weißt, mit der Zeit heilen alle deine Wunden,
es bleiben immer sehr tiefe Narben zurück,
aber du glaubst nie mehr an ein neues Glück,
doch mit der Zeit sind deine Schmerzen überwunden!

Doch dafür brauchst du noch sehr viel Zeit!!!

seeloewin


Engelstränen

Durch dichtem Nebel hindurch sah ich ein Schimmern.
Ich glitt durch die Dunkelheit
immer näher durch den Schleier hindurch.
Da sah in einen kleinen Engel auf einer Mauer kauern.
Er sah so zerbrechlich und unendlich traurig aus.
Er schaute zu mir auf
und ich sah eine Träne auf seinem Gesicht glitzern.
Diese Träne erzählte von so viel Leid
und war doch so schön.
Vorsichtig wollte ich die Träne von seiner Wange tupfen,
doch der Engel sprach
 - Lass mich Deinen Kummer weinen und Du wirst sehen,
mit jeder Träne wirst Du befreiter sein-

*Lilliput*


Als ich noch Drache war, gab es richtig und falsch,
und getan wurde, was getan werden wollte.
Waren wir hungrig, so jagten wir hoch in den Himmeln
und in den Tiefen der Seen, auf den Steppen
und durch die Wälder, und wir lachten im Takt unserer Herzen,
tranken Blut, lebten doch in Harmonie.

Als ich noch Drache war, glühte ich vor Freude und Stolz
über das, was ich war, nur nannten wir es nicht,
denn warum beschreiben,
was in den Augen jedes lebenden Wesens glimmt?

Und als wir erwachten aus unserem Traum,
da sahen wir uns um und sahen uns von Menschen umringt.
Die, die es konnten, schwangen sich auf
und glitten auf ihren Schwingen fort,
immer höher bis hinter den Mond,
ließen die Sonne hinter sich und uns zurück.

Unsere Schwingen verkümmert und die Klauen zerbrochen,
Zähne verstümmelt und abgestumpft,
der Glanz verließ die Augen und das Feuer unsere Herzen.

Und was bleibt, sind Erinnerungen
an einen Traum von Freiheit und Wahrheit.
Zwei Worte von Menschen erdacht,
die das Gefühl, das sie beschreiben, nicht kennen.

*Lilliput*


Alles nur Fassade

Jeder kennt mich nur lächelnd.
Ein Lächeln, das anderen Trost spenden kann.
Alles sagen, ich wäre ein nettes, immer fröhliches Mädchen.
Doch meist ist diese Fröhlichkeit nur äußerlich.
Wie es in mir drin aussieht, weiß nur ich allein.

Ich verstecke die Ängste, die ich habe, tief in meinem Inneren.
Angst vor der Zukunft, Angst, niemals einen Jungen zu finden,
der mich so liebt, wie ich bin.
Angst, vom Leben völlig enttäuscht zu werden,
Angst vor falschen Freunden, Angst, die Richtigen zu verlieren.

Ich habe Angst vor allem - und jedem -
vor allem vor Dingen, die mir fremd sind.
Es kostet mich täglich neue Überwindung,
die Hürden des Alltags zu nehmen.
Doch ich nehme alles mit einem Lächeln.
Niemand sieht, welch gnadenloser Kampf
 - Angst gegen Selbstvertrauen - in mir tobt.

Richtig glücklich und zufrieden,
mit allem und mit mir selbst, bin ich nur selten.
Mich selbst mit all meinen Fehlern und Schwächen zu lieben,
fällt mir von Tag zu Tag schwerer.
Denn mein eigenes Lächeln kann mir keinen Trost
und keinen Mut spenden.

Aber ich bin froh, dass es anderen helfen kann,
wenigstens für einen Augenblick,
ihre Sorgen und Probleme zu vergessen.
Und diese Fähigkeit bringt mir manchmal
ein Stück meines eigenen Selbstvertrauens zurück
und hilft mir, über meinen eigenen ängstlichen
und schüchternen Schatten zu springen.

 

Fluffy


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