Gedichtesammlung 21


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Alleine durch die Nacht rennen. 
Immer wieder Menschen, immer wieder neue Geschehnisse.
Wahrnehmungen. Aber ohne Belang. Wirklich ohne Belang?! 
Oder einfach nicht abgespeichert?! 
Schwer irgendetwas länger als 2 Tage abzuspeichern. 
Nichts bleibt mehr. Alles prallt in gewisser Form ab. 

Ist das noch LEBEN?! Keine Ahnung, keine Möglichkeit sich auszudrücken, die Gedanken in Worte zu fassen. 
Und bei dem Gefühl, es schreiben zu können - 
den Stift in der Hand und alles ist wieder weg. 
Der Versuch ... immer wieder ... nichts dieser Sachen bleibt,
dass jemand sie hören könnte, helfen könnte. 
Dafür sind sie dann wohl zu unwichtig?! 

Die Gedanken, die aufkommen, wenn man denkt. 
Doch Nachdenken, das ist schon lange nicht mehr das, 
was es war. Keine Kraft, nachzudenken. 
Keine Kraft, die schlechten Gefühle zuzulassen. 
Weil sie dann nur Schaden anrichten würden. 
Denke ich ... und schweige. 

Loewe


Ich hätte nie gedacht, dass innerhalb eines Wochenendes
so viel passieren kann, dann ist es vorbei und man denkt:
Ey man, warst das echt gerade du, 
und es ist dann schon wieder so weit weg. 
Minuten vergehen wie Jahre, Stunden wie ein halbes Leben, 
Tage wie die Unendlichkeit ... 

Aber was ist es, dass einen hält, 
sind es diese kleinen Momente, 
die zu schnell vorbeigehen und nie wieder kommen, 
ich glaube schon, ein Leben lang wünscht man sie zurück, 
und wen einem klar ist, dass das Glück nicht ewig ist, 
dass ein und das selbe Glück nie wieder kommt, 
dann ist man auch bereit zu sterben, 
und ich bin es nicht, mein Glück kommt, 
ich spüre das, und jeder findet sein Glück, 
wenn er nur lange genug wartet ... 

Löwenfreundin


Verschenkte Zeit?

Es kommt zum Abschiednehmen nun die Zeit,
du gibst mir einen letzten Kuss ...
Es trennen uns dann wieder Welten so unendlich weit
am Tag, wenn ich dann von dir fortgehen muss.
Ich schau dir noch einmal in die Augen schweigend,
ein letzter lächelnder zärtlicher Blick. 
Dir meine Tränen niemals zeigend ...
schau ich auch nicht noch einmal zurück.

Die schöne Zeit sich nun dem Ende neigt,
sie nur in meinen Träumen wieder werde sehen,
es hat sich wieder mal gezeigt ...
selbst alles Schöne wird einmal vergehen.
Doch selbst wir es heute noch nicht wissen,
werden wir uns einmal wiedersehen, 
werden wir uns in den Armen liegen und sehnsüchtig küssen?

War es nur eine schnell verschenkte Zeit?
Sehen wir uns nur noch in unseren Träumen, 
sonnen uns nur dort in unserem Glück?
Ich möchte keine dieser Stunden je versäumen...
rufst du mich ... ich komme gern zu dir zurück.
Unsere Herzen sind ineinander verschlungen,
niemand sie trennen kann und will.

Immer wenn wir uns wieder sahen haben sie ganz hell geklungen.
Doch wenn wir uns trennen schweigen sie ganz still!
Nein ... ich weiß ... wir haben diese Zeit nicht verschenkt ...
jeder von uns macht seine Gedankenreise ...
und immer wieder an den Anderen denkt ...
auf frohe oder auch sehnsüchtige Weise.
Es bleibt auch immer ein Tröpfchen Hoffnung zurück ...
Heb es auf ... denn es beherbergt dein Glück!!!

seeloewin


Es ist schon fast wie ein Märchen, fast ... 
mein Prinz kam auf mich zu und es war wunderschön, 
wunderschön für eine nacht, und dann ...
dann wachte ich auf aus meinem Traum, 
zurück in die Realität ... 
Aber was tun, mein Prinz kommt nicht wieder, 
ich sitze Tag für Tag hier 
und wünsche mir mit Tränen in den Augen, 
dass ich ihn nie hätte gehen lassen dürfen ... 
Und wenn ich ihn seh', dann versink ich in seinen Augen, 
tiefblau, so tiefblau wie da tiefste Wasser, so ... mein Prinz.
Die Prinzessin, die ihren Prinz verloren hat ... 

löwenfreundin


Liebe ist so schwer, schwerer als alles andere.
Wieso? Wieso nur muss immer alles so kompliziert sein? 
Ich sitze da und wünsche mir, 
einfach lieben zu können wie alle anderen. 
Und geliebt zu werden wie alle anderen. 
Ich kann es nicht. Ich werde es nie können. 
Ich werde immer abblocken, immer nein sagen, 
immer Angst vor Enttäuschungen haben. 
Und niemand weiß warum.

Es ist nichts passiert, was ein Grund sein könnte. 
Aber ich kann es nicht und es wird sich nie ändern. 
Nie! Nie, nie, nie, ein schlimmes Wort eigentlich. 
Aber mein Lieblingswort. Es drückt alles aus, was ist. 
Niemals, endgültig. So ist es nun mal. 
Ich werde mich nie ändern können. Auch wenn ich es will. 
Will ich es? 

Ja! Ich will mehr als andere heraus aus meiner Haut.
Nicht aus meinem Körper, ich gefalle mir meistens. 
Ich will raus aus meiner Seele, aus meinen Gefühlen, 
ich will alles einmal anders sehen. Wie all die anderen. 
Nicht so ernst. Nicht so hoffnungslos. Besser.

Ich werde es aber nie so sehen wie die andern. 
Ich habe keine Chance, meinen Gefühlen zu entwischen. 
Egal wohin ich gehe, sie begleiten mich. Immer. 
Ich bin so, wie ich bin. Ich bin so, wie ich nicht sein will.


Ich bin innerlich vollkommen
Aus Glas
Das ist deshalb so gefährlich
Weil man es ja nicht sehen kann
Und ich fast der Einzige bin
Der das weiß
Bei jedem Schlag bricht ein
Bisschen mehr
Und doch lebe ich
Als wenn nichts wäre

© Ulrich P. Hinz


Du glaubst, ich wäre schwach, aber merk Dir eines:
Ich werde mich nicht fügen ... 

Du glaubst, ich wäre schwach, und vielleicht mag das auch sein, doch ich werde auferstehen ... 
Auferstehen wie der Phoenix aus der Asche,
die übrig blieb als Du meine Seele verbranntest ... 

Du glaubst, ich wäre schwach aber merk Dir eines: 
Ich werde mich nicht fügen ...


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