Gedichtesammlung 12


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Es ist November, die Tage werden kalt, 
die Strassen menschenleer 
und ohne Blätter nun ist bald der Wald, 
die wärmende Sonne scheint auch nicht mehr. 

Der beginnende Morgen erscheint Dir jetzt so grau, 
verlassen und einsam ist die Stadt. 
Der Wind durchweht sie, pfeifend und rauh.
Einsam schreitet eine Gestalt daher, 
hat kein Zuhause, keine Heimat mehr. 
Viele eilen an ihr vorbei, 
sie sehen sie nicht, es ist Ihnen auch einerlei. 

Was kümmert sie anderer Leute Sorgen, 
denken nur an sich, sehen nicht die Qual, 
schauen nur auf ihr eigenes Morgen. 
Sehen nicht in dieses verhärmte, weinende Gesicht. 
Das schweigend fragt: "Warum helft ihr mir nicht? 
Seht ihr denn nicht mein Leid, meine Not? 
Habt ihr vergessen was Nächstenliebe ist?"

Hab alles verloren, mir blieb keine Wahl 
vermisse die wohltuende Freundeshand,
die Liebe habe ich immer vermisst. 
Seht her, selbst die Bäume sind kahl, 
hier wandere ich nachts durch mein Traumland, 
träume von lachende, glückliche Stunden, 
von Zeiten wo ich ein wenig Freude gefunden.
Doch wache ich auf, seh' ich nur das Morgenlicht, 
eine liebende Hand find ich leider nicht.

seeloewin


Die Nacht ist da, Du liegst wach 
denkst über Dein vergangenes Leben nach. 
Erinnerst Dich all der bösen Stunden, 
der Tage voller Qual und Pein
als man Deine Seele, Deinen Körper geschunden.
Du warst mit Deiner Not ganz allein! 
Du siehst Deine Peiniger deutlich und klar, 
für die Deine weinende Kinderseele eine Freude war. 

Die Nacht kommt und mit ihr auch die Alpträume, 
Du siehst immer wieder was man Dir angetan. 
Du läufst schreiend durch Deine bösen Träume, 
niemand ist da der Dich liebend auffängt. 
Keiner der über Dich seine Hand schützend hält, 
wo jeder nur an sein Vergnügen denkt 
in dieser perversen Erwachsenenwelt. 
Wo Dein Kinderherz nicht zählt, 
wo man nur überlegt, wie man Dich noch mehr quält. 

Du kannst Dich nicht wehren, Du bist ja so klein, 
Du versteckst Dich, doch sie finden Dich immer, 
wirst geschlagen, getreten, man sperrt Dich ein 
in dunkle Räume ... vor Angst Du schreist, 
Du bist mit dieser Angst dort so allein. 
Sie lässt Dich nicht schlafen, 
zitterst, lauschst auf Schritte, 
die kommen um Dich zu bestrafen; 
für etwas ... was Du nicht getan! 

Die Nacht ist da, Du kannst nicht mehr weinen, 
hast keine Tränen mehr, Du liegst und schweigst 
und kommt der Tag ... Du niemandem Deine Seele zeigst. 
Du durchschreitest traurig den Tag 
und fragst Dich immer wieder: 
"Was hab ich denn nur getan ... dass niemand mich mag?"
"Warum liebt mich denn keiner, 
warum wird ein Kinderherz immer wieder so gequält?" 
"Warum darf ich nicht spielen, nicht fröhlich sein?" 
"Ich hab euch doch nichts getan, bin doch noch so klein!!!"

seeloewin


Es fährt ein Schiffchen über den See 
am Ruder stehst Du, ein Bär von einem Mann. 
Du bist der Käpten und auch Steuermann zugleich, 
das Ruderhaus ist Dein ganzes Reich. 

An Deiner Seite als Matrose ich steh', 
bin sehr glücklich, denn Du bist in meiner Nähe. 
Die Liebe zu mir in Deinen Augen ich sehe. 

Wir fahren in eine kleine verschwiegene Bucht, 
sie wird nur von einer kleinen Entenfamilie besucht 
und ankern unser Schiff in diesem ruhigen Hafen, 
erinnern uns an den Tag, als wir uns zum ersten Mal trafen.

Wir lieben beide den See und das Meer, 
darum fuhren wir auch damals hier her. 
Wir lieben die Ruhe, das Wellenrauschen, 
hören den Abendwind und möchten mit nichts mehr tauschen. 

Ein Schiffchen beherbergt zwei glückliche Herzen, 
der Mond, die Sterne heller scheinen, 
hier gibt's nur Freude, Liebe und Glück. 
Vergessen sind alle Trennungsschmerzen, 
es müssen die Seelen nicht mehr weinen. 

Wir sind in unserer Traumbucht

seeloewin


Jede Minute in der ich bei ihm sein könnte, 
jede Minute meines Lebens würd' ich ihm schenken! 

Jede Minute ohne ihn ist wie eine Qual, 
ein ewiges Vermissen, 
es lässt mich nicht los, 
es hält mich ganz fest, 
zwängt mich ein, 
macht mich klein! 

Aber mein Herz bleibt groß und denkt jede Minute nur an ihn! 

Eine gaaanz doll verliebte Löwenfreundin


Ohne ihn ... 

Jede Minute ohne ihn, in der ich bei ihm sein könnte, 
ein paar Minuten seines Lebens für mich?! 

Dieser Wunsch, jetzt, in diesem Moment bei ihm zu sein, 
dieser Wunsch ist zu groß, er passt nicht in mein Herz,
das ist dann dieser Schmerz, dieses unendliche Vermissen! 
Wie sehr wünsch ich mir immer noch ihn zu küssen?! 

Noch ein viel zu großer Wunsch, der passt nicht rein, 
mein Herz ist zu klein, es explodiert, es ist zersplittert, 
so entstehen gebrochene Herzen, ein kleiner Moment, 
ein kleines "Ich hab dich lieb", das bringt mein Herz zum Rasen!!! 

Weil ich immer noch nur diesen einen Jungen liebe!! 

Löwenfreundin


Die größten Tragödien in der Welt 

und im Leben des einzelnen entspringen Mißverständnissen. 

Das Heilmittel: die Aussprache. 

^.^ Nirsa


Nicht alle sind kaputt, doch es sind nur wenige, 
die wieder wachsen, wieder gesund werden. 

Die anderen ... ich weiß nicht, was mit ihnen passieren wird. 
Ich möchte ihnen helfen, doch das ist schwer. 

Ich möchte sie nicht sterben lassen. 
Sie sehen zwar kaputt aus, sind nicht mehr so prachtvoll wie vorher, doch sie sind es wert. 

Ich weiß nicht was ich tun soll, dass ich nicht auch kaputt gehe. 
Es macht mich kaputt, immer nur kaputte Bäume um mich zu sehen. 

Einen kleinen Strauch, der vor mir steht, irgendjemand hat ihn einfach niedergetreten. ohne Rücksicht auf ihn. 

Ich möchte ihm helfen, wieder aufrecht zu stehen. 
Doch habe ich dazu eigentlich noch die Kraft?! 

Loewe


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