Gedichtesammlung 100


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Sturmraketen

Sturmraketen fliegen
krachen herunter
wollen immer weiter stürzen auf das frische Grün
Sturmraketen brennen lichterloh
Feuerflammen zerstören neues Leben

Trauriger Stern (17.07.2003)


Es riecht nach Regen

Gewitter ist nur, wenn positiv geladene Teilchen
mit negativ geladenen Teilchen aneinander stoßen. 
Es reibt und rumort. 
Es blitzt und donnert, hitzige Stimmung.

Dann es tropft, die Wolken fangen an zu weinen.
Sie weinen sich alle ihre Sorgen
und überkochenden Emotionen von der Seele. 
Die Luft kühlt sich ab, es kühlt sich alles ab.

Am nächsten Morgen, 
nur das nasse Gras lässt vermuten was einmal war,
beginnt die Natur von Neuem an zu Leben.

Flowrin


Das kunterbunte Leben

Sonne gibt dir das Leben zurück,
lässt deine müden Geister wieder jubilieren.
Wind gibt dir Sehnsucht und Fernweh,
lass dich einfach fallen und fliege mit ihm davon.

Regen zeigt dir, wie Tränen fließen können
und manchmal sollte man einfach weinen.
Es kann helfen und keiner sollte sich seiner Tränen je schämen.
Der, der zu einem sagt, hör auf zu weinen,
der hat keine Ahnung und bereut vielleicht,
dass er nicht weinen kann.

Lachen bringt Freude in dein Herz
und wirkt ansteckend auf Andere, probier es aus.
Freunde, wie traurig für den der keine hat.
Sie sind die besten Kritiker für dich,
an ihnen kannst du dich festhalten
und sie helfen dir in allen Lebenslagen.

Lieben solltest du immer,
auch wenn sie dir manchmal Schmerzen bereitet.
Vergiss die Liebe nie,
du würdest sonst etwas wertvolles verlieren.
Jeder kann sie finden oder hat sie schon gefunden,
bloß merkt er es nicht.

Wut und Ärger können dich erwürgen,
sprich sie aus oder schreib sie nieder,
aber auf keinen Fall solltest du sie verstecken.
Sie fressen dich von innen auf.

Träume können dich befreien 
oder auch ins Abseits stellen, aber egal was passiert,
ob du sie dir erfüllen kannst oder nicht,
hör nie auf zu träumen.

Schmerzen gehören zum Leben.
Es gibt sie in verschiedenen Varianten.
Sie zeigen dir, dass du noch lebst.

Tod ist endgültig oder nicht?
Diese Frage kann ich nicht beantworten,
aber ich weiß, das Leben ist bunt
und wer weiß schon genau was nach dem Tod passiert.

Vielleicht sehen wir uns ja mal wieder.
Du als Hund und ich als Katze.
Jeder auf seine Art stark
auch wenn du dich im Moment schwach fühlst.
Irgendwas bringt dich immer wieder nach oben,
du musst bloß genau hinhören, dich nicht abwenden,
sondern das Leben zulassen.

Flowrin


Fragen

Es gibt so viel Leid auf dieser Welt, 
wer lässt das denn alles zu? Hat das einen Sinn? 
Wenn nicht, warum passiert es denn dann? 
Warum verhungern Kinder, 
die nichts für dieses Leid auf der Welt können? 
Warum werden Menschen gequält, die unschuldig sind?
Warum schenkt man Leuten Bewunderung, 
die es nicht verdient haben, 
wenn andere um Anerkennung und Zuneigung betteln?

Ich weiß es nicht, 
vielleicht will ich es auch gar nicht wissen, 
weil es zu enttäuschend wäre. 
Es ist gut, wenn man nicht immer alles weiß, 
sonst würde das Leben langweilig werden 
und niemand hätte mehr eine Frage zu stellen.

Was würden wir tun, wenn niemand mehr fragen würde?
Wäre das gut? Gar bequem? 
Wir würden nicht mehr miteinander reden. 
Denn wie fängt denn jedes Gespräch an? 
Natürlich mit einer Frage ... Oder nicht?

Flowrin


Die Träne

Glitzernd wie ein Stern am Himmel
nimmt die Träne ihren Lauf, 
läuft ganz langsam, fang sie auf.
Sie trägt eine Botschaft in sich,
deshalb funkelt sie auch so.
Diese Träne zeigt nicht Trauer,
sie soll sagen: Ich bin froh!

Wie am Horizont die Sterne
ist die Träne wunderlich, 
sie soll sagen in alle Ewigkeit
Ich liebe Dich!

Flowrin


Vergiss es nie: Das du lebst, war keine eigene Idee,
und dass du atmest, kein Entschluss von dir.
Vergiss es nie: Dass du lebst war eines anderen Idee,
und das du atmest, sein Geschenk an dich.

Vergiss es nie: Niemand denkt und fühlt und handelt
so wie du, und niemand lächelt so wie du’s gerade tust.
Vergiss es nie: Niemand sieht den Himmel ganz genau wie du,
und niemand hat je, was du weißt, gewusst.

Vergiss es nie: Dein Gesicht hat niemand sonst
auf dieser Welt, und solche Augen hast alleine du.
Vergiss es nie: Du bist reich, egal, ob mit, ob ohne Geld,
denn du kannst Leben! Niemand lebt wie du.

Du bist gewollt, kein Kind des Zufalls
keine Laune der Natur, ganz egal, 
ob du dein Lebenslied in Moll singst oder Dur.
Du bist ein Gedanke Gottes, ein genialer noch dazu.
Du bist du.

Anhang: Alle Gedichte die ich hier reingestellt habe, 
bis auf dieses jenes welches hier (s.o.) 
sind alle aus meinem Geiste entstanden. 
Ich bitte drum, dass sie sich niemand aneignet
und sie dann als die seinigen ausgibt. Danke

Flowrin


Das Fenster

Ich sehe hinaus in die dunkle Nacht,
ich warte, ein ewiges Warten.
Auf was? Was suche ich? Ich weiß es nicht.

Warten, warten auf den Morgen.
Das Sonnenlicht mildert sie, die Schmerzen.

Mit der Nacht geht die Einsamkeit, doch das Gefühl bleibt.
Das Gefühl der Leere, endlos. Egal wohin ich gehe.
Der Tag bricht an.

Ich schaue in leere Gesichter, 
alle versuchen sie mir was zu sagen,
ich spreche ihre Sprache nicht. Nicht mehr.

Sie geben mir nichts mehr.
Ich gehe ziellos durch den Tag, denke nicht, 
rede wirres Zeug. Es hat ja alles keine Bedeutung mehr.

Irgendwann kommt die Dämmerung wieder. 
Ich sitze am Fenster, wieder der gleiche Ablauf. 
Wieder diese Leere. Jeden Abend aufs Neue wieder.


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